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DUW-Studie Jeder fünfte Erwerbstätige fühlt sich fehl am Platz

| Redakteur: Martina Hafner

Zu hohes Arbeitspensum oder anspruchslose Aufgaben: Ein Fünftel der Arbeitnehmer in Deutschland fühlt sich laut einer Studie mit seinen beruflichen Aufgaben nicht wohl. Nach Ansicht von Experten müssten Personalverantwortliche ihre Mitarbeitenden je nach Fähigkeiten besser einsetzen. Helfen könnten z.B. Kompetenzprofile.

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Studie zur Praxis der Personalentwicklung in Unternehmen (Bild: Deutschen Universität für Weiterbildung)
Studie zur Praxis der Personalentwicklung in Unternehmen (Bild: Deutschen Universität für Weiterbildung)

Glaubt man einer Studie der Deutschen Universität für Weiterbildung (DUW), fühlt sich jeder fünfte Erwerbstätige (22 Prozent) in seinem Beruf nicht richtig eingesetzt. Das zeigt eine aktuelle Umfrage unter 1.005 Berufstätigen im Rahmen der Studie „Kompetenz- und Talentmanagement“. Jeweils 11 Prozent der Befragten fühlten sich überfordert oder unterfordert.

„Unternehmen müssen die Fähigkeiten ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besser nutzen“, sagt Prof. Dr. Ada Pellert, Präsidentin der DUW. Wenn Anforderungen und Kompetenzen nicht zusammenpassen, entsteht für Unternehmen eine Existenz bedrohende Gefahr. Davor warnen die Personalexpertinnen und -experten, die die DUW auf Basis der Studie „Talentpolitik auf dem Prüfstand“ befragte.

Zu hohes Arbeitspensum, anspruchslose Aufgaben

Mehr als die Hälfte der Unterforderten (53 Prozent) gibt in der Forsa-Umfrage an, zu wenig anspruchsvolle Aufgaben zu bekommen. Über mangelnde Verantwortung klagen 48 Prozent dieser Gruppe, 37 Prozent empfinden ihren Beruf als zu wenig abwechslungsreich. „Langeweile im Job führt dazu, dass sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer weniger zutrauen und schließlich tatsächlich Kompetenzen verlieren. Dies wird schnell zur Abwärtsspirale“, warnt Pellert.

Die Überforderten leiden vor allem unter ihrem hohen Arbeitspensum (73 Prozent). Jeder dritte dieser Gruppe meint, zu viel Verantwortung zu tragen (35 Prozent) oder sehnt sich nach mehr Routine (30 Prozent).

Weiterbildung oder neuer Arbeitgeber kann helfen

Wer über längere Zeit an Überforderung oder Unterforderung leidet, läuft auf Dauer in die Gefahr eines Burnouts oder Boreouts. Jeder dritte Unzufriedene hat sich mit seiner Situation abgefunden. Fast die Hälfte will jedoch an sich selbst (22 Prozent) oder an der Situation im Job (22 Prozent) etwas ändern – etwa durch Weiterbildung oder ein Gespräch mit den Vorgesetzten.

„Weiterbildung kann Überforderten helfen, sich selbst besser zu strukturieren und in ungewohnten Situationen handlungsfähig zu bleiben“, erklärt Pellert. „Unterforderte sollten sich aktiv um neue Herausforderungen bemühen.“ 18 Prozent der Unzufriedenen geben an, dass sie sich einen anderen Arbeitgeber suchen wollen.

Unternehmen setzen auf Kompetenzprofile

In so genannten „Kompetenzprofilen“ legen immer mehr große Unternehmen detailliert fest, welche Fähigkeiten für bestimmte Aufgaben gefordert sind. Führungskräfte können durch Gesprächsleitfäden herausfinden, ob die Produktmanagerin ihre Durchsetzungsfähigkeit trainieren müsste und der neue Servicemitarbeiter die nötige Kundenorientierung mitbringt.

Neben den fachlichen Kompetenzen schätzen die befragten Personalexpertinnen und -experten insbesondere Selbstorganisation, aber auch Kooperation und interkulturelle Kommunikation als wichtige Zukunftskompetenzen ein. Mehr Informationen zur Studie und zum Thema Kompetenzmanagement unter https://www.laborpraxis.vogel.de/redirect/332352/aHR0cDovL3d3dy5kdXctYmVybGluLmRlL2RlL3ByZXNzZS9kdXctc3R1ZGllLmh0bWw/844e8cb9af815f0200f8b8ae3e92cefc8cd81b8dcb192c233d06322d/article/.

Die Deutsche Universität für Weiterbildung (DUW) mit Sitz in Berlin bietet wissenschaftliche Weiterbildung für Berufstätige mit erstem Studienabschluss. Das Fernstudienangebot der staatlich anerkannten Weiterbildungsuniversität umfasst Masterstudiengänge in den Departments Wirtschaft und Management, Bildung, Gesundheit und Kommunikation sowie weiterbildende Zertifikatsprogramme.

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