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Bundesfinale des Wissenschaftspreises im Darmstadtium Jugend forscht: Endspurt für Deutschlands beste Jungforscher

Autor / Redakteur: Dr. Daniel Giese* / Christian Lüttmann

Sie setzten sich für hilflose Rehkitze ein, helfen Patienten mit Multipler Sklerose, reinigen Öfen von Feinstaub und vieles mehr: Die Landessieger der Jugend-forscht-Wettbewerbe 2018 stellen sich Ende Mai im Finale der Fachjury. Wer gewinnt entscheidet sich am 27. Mai im Darmstadtium in Darmstadt.

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Jugend forscht: 2018 haben wieder Nachwuchsforscher aus ganz Deutschland ihre Projekte in den Wettbewerb eingereicht.
Jugend forscht: 2018 haben wieder Nachwuchsforscher aus ganz Deutschland ihre Projekte in den Wettbewerb eingereicht.
(Bild: Stiftung Jugend forscht e. V.)

Darmstadt, Hamburg – Deutschlands beste Nachwuchswissenschaftler fiebern dem 53. Bundeswettbewerb von Jugend forscht entgegen. Unter dem Motto „Spring!“ hatten sich bundesweit mehr als 12.000 Jungforscher an der aktuellen Runde von Jugend forscht beteiligt. „Die Forschungsprojekte der Finalisten zeigen, dass wir hierzulande in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) über vielversprechende Talente verfügen. Unser Wettbewerb leistet einen wichtigen Beitrag, dass jeder MINT-interessierte und leistungsbereite junge Mensch die Chance erhält, gefunden und individuell gefördert zu werden“, sagt Dr. Sven Baszio, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung „Jugend forscht“.

Hart umkämpftes Finale

Die Projekte der Jungforscher, die sich für das Finale qualifiziert haben, sind vielfältig und innovativ wie in den Vorjahren. So gehen in Darmstadt zum Beispiel drei Teilnehmer mit einem „Kitzretter“ an den Start: Das Detektionsgerät von Florian Kämpchen, Patrick Dormanns und Gustav Becker soll den unschuldigen Rehnachwuchs vor einem tragischen Tod bewahren. Außen an Traktoren angebracht, macht es Landwirte mittels Wärme- und Bildaufnahmen auf Rehkitze aufmerksam, die im Getreide liegen.

Tim Depping und Lilian Rieke präsentieren im Bundesfinale ihre innovative Smartphone-App zur Therapiebegleitung von Patienten mit Multipler Sklerose. Mit der Software können Betroffene unter anderem Daten zu ihrer Gehfähigkeit ermitteln und so eine gezieltere Behandlung ermöglichen. Auch das nach wie vor viel diskutierte Thema Feinstaub ist durch Alice Höflers Beitrag im Finale vertreten. Die Gymnasiastin konstruierte einen speziellen Feinstaubfilter für Kleinfeuerungsanlagen wie Öfen. Dieser kann vor den Schornstein gesetzt werden und trennt damit rund 98 Prozent der entstehenden Feinstaubpartikel ab.

Ideenreichtum und Kreativität

In den Landeswettbewerben haben viele weitere kreative und spannende Projekte in den sieben Jugend forscht Fachgebieten Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik sowie Technik den Sprung ins Bundesfinale geschafft.

„Der Ideenreichtum und die Kreativität der Teilnehmerinnen und Teilnehmer beeindrucken mich sehr“, erklärt Stefan Oschmann, der als Vorsitzender der Geschäftsleitung und CEO des diesjährigen Bundespartnerunternehmens Merck den 53. Wettbewerb mit veranstaltet. „Wir bei Merck sind überzeugt: Fortschritt lebt von neugierigen Köpfen. Deshalb freuen wir uns, zum 350. Geburtstag unseres Unternehmens ein Festival der Forschung mit so vielen Jungforschern feiern zu können.“

Vorjahressieger als Aussteller auf Hannover Messe

Was aus den prämierten Projekten des Wettbewerbs werden kann, zeigen die beiden Vorjahrespreisträger Marc Engelhardt und Lukas Bohnacker. Sie stellen vom 23. bis 27. April ihre innovative Echtzeitregelung für 5-Achs-Fräsmaschinen auf der international wichtigen Hannover Messe vor. Die Softwarelösung der beiden Jungentwickler reduziert den Werkzeugverschleiß der Fräsen um bis zu 80 Prozent und erhielt dafür beim Bundesfinale 2017 den fünften Preis im Fachgebiet Technik sowie den Sonderpreis der Bundesbildungsministerin für eine Arbeit zum Thema „Zukunftsorientierte Technologien“

Wer im Bundesfinale 2018 einen der begehrten Preise erhalten wird, entscheidet sich vom 24. bis 27. Mai 2018 im Darmstadtium in Darmstadt. Die Sieger und Platzierten werden am Sonntag, 27. Mai 2018, 10:30 Uhr, bei der Siegerehrung ausgezeichnet.

* Dr. D. Giese, Baumwall 5, 20459 Hamburg

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