KI-Atlas zeigt Körperschäden (Wissenschaftsbild des Tages)
Forschende von Helmholtz Munich, der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie weiteren kooperierenden Einrichtungen haben ein KI-gestütztes Framework entwickelt, das krankheitsbedingte Veränderungen im gesamten Körper der Maus mit zellulärer Auflösung kartiert. Mithilfe der neuen Plattform „Mouse Mapper“ identifizierten sie weitreichende Entzündungsprozesse sowie bislang unbekannte Schädigungen sensorischer Gesichtsnerven infolge von Adipositas. Darüber hinaus konnten die Forschenden entsprechende molekulare Signaturen auch in menschlichem Gewebe nachweisen. Dies deutet darauf hin, dass zentrale Merkmale adipositasbedingter Nervenschäden über Speziesgrenzen hinweg erhalten bleiben. Die Ergebnisse wurden heute in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht.
Die Forscher markierten Nerven- und Immunzellen in Mäusen mit fluoreszierenden Markern, die unter dem Mikroskop sichtbar werden. Anschließend machten sie die Tiere mithilfe spezieller Gewebe-Klärungstechniken transparent, wobei die Fluoreszenzsignale erhalten blieben. Dadurch wurden tiefe Einblicke in den intakten Körper möglich.
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Wissenschaftsbild des Tages vom 9.6.2026 (Bild: Ertürk Lab, Helmholtz Munich)

