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KNAUER Wissenschaftliche Geräte GmbH

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13.09.2021

Bundeskanzlerin von Firmenbesuch bei KNAUER begeistert und bezeichnet Unternehmen als Perle

Angela Merkel besuchte Labormessgerätehersteller KNAUER, der Anlagen für die Corona-Impfstoffherstellung produziert.

Berlin-Zehlendorf: Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel stattete am Freitag, dem 10.09.2021 dem Berliner Hersteller von Hightech-Labormessgeräten KNAUER Wissenschaftliche Geräte GmbH einen Besuch ab. Geschäftsführerin und Eigentümerin des Familienbetriebs mit 160 Mitarbeitenden Alexandra Knauer begrüßte zusammen mit ihrem Geschäftsführer Carsten Losch, die Bundeskanzlerin bei bestem Wetter am Sitz der Firma im Südwesten der Stadt. Die spürbare leichte Nervosität und Aufregung in Erwartung des hohen Besuchs wichen schnell, sobald die ersten Worte mit der Kanzlerin gewechselt waren.

Angela Merkel war vor Ort, um sich von den Aktivitäten des mittelständischen Unternehmens ein Bild zu machen. Hier werden schon seit fast 60 Jahren Geräte für die Wissenschaft und Forschung, „höchste Präzisionstechnik entwickelt“ wie es die Kanzlerin ausdrückte.

Insbesondere interessierte sich Frau Dr. Merkel für die Systeme des Unternehmens, dank derer die Einkapselung der mRNA-Impfstoffe zu verimpfbaren Lipid-Nanopartikeln gegen COVID­19 erst in Mengen möglich wurde. Im Inneren der Lipid-Nanopartikel (LNP) befindet sich dann der empfindliche mRNA-Wirkstoff und kann geschützt und unbeschadet bis zur Zelle transportiert werden, um dort seine immunisierende Wirkung zu entfalten.

Die Hochskalierung der Herstellung der Lipid-Nanopartikel war Voraussetzung für die Bereitstellung der neuen mRNA-Impfstoffe, die gegen COVID­19 erstmals im großen Maßstab weltweit eingesetzt wurden.

In einer Gesprächsrunde, an der auch die Firmengründer Roswitha und Dr.-Ing. Herbert Knauer teilnahmen, erfuhren Frau Merkel und ihre Delegation von zwei KNAUER Expert:innen wie die Entwicklung der sogenannten „Impingement Jets Mixing Skids“ (IJM-Skids) für die Lipid-Nanopartikel-Herstellung zustande kam. Ab Sommer 2020 sind diese Anlagen im engen Kontakt mit einem großen Pharmaunternehmen binnen weniger Monate erfolgreich entwickelt worden. Dies geschah unter Einhaltung der strengen regulatorischen Vorschriften der Pharmaproduktion. Die Massenproduktion war damit rechtzeitig vor der behördlichen Zulassung des Impfstoffs möglich geworden.

Normalerweise dauert die Entwicklung und Zulassung einer Produktionsanlage im Pharmabereich eher Jahre statt Monate“, so Dr. Matthias Lübbert, der an dem Projekt führend beteiligt war. Das zeige, mit welchem hohen Engagement alle Beteiligten während der Pandemie an diesem Projekt von weltweiter Bedeutung gearbeitet haben.

Bei einem Firmenrundgang besichtigte die Bundeskanzlerin die Gerätemontage, in der alle Präzisionsmodule gefertigt werden, die KNAUER in seinen Systemlösungen für den Laborbereich kombiniert – auch die Module für die IJM-Skids.

Eine weitere Station des Rundgangs war das Zentrallabor des Hauses, das Dreh- und Angelpunkt für das Unternehmen ist. Hier werden nicht nur fertige Chromatografie-Systeme – das Hauptgeschäftsfeld der Firma – auf Qualität geprüft und Anwendungen für Kunden entwickelt, sondern auch die neuesten Prototypen der hauseigenen Entwicklung auf Herz und Nieren getestet.

In beiden Bereichen sprach die Kanzlerin mit Beschäftigten und erkundigte sich nach Details ihrer Arbeit.

Eine zweite Gesprächsrunde mit der Kanzlerin, Geschäftsführung und ausgewählten Mitarbeitenden widmete sich aktuellen Themen der Arbeitswelt, wie beispielsweise Gleichberechtigung, Ausbildungssituation und Integration.

Die Kanzlerin bezeichnete in ihrem anschließenden Pressestatement KNAUER als „… sozusagen die Juwelen des deutschen Mittelstandes …“. Sie würdigte, dass Chefin Alexandra Knauer Frauen fördert und diese gleichermaßen wie Männer auch in Führungspositionen bringt. Die Ausbildungstätigkeit und die Integrationsaktivitäten des Unternehmens KNAUER wurden von der Kanzlerin ebenso gelobt wie das spürbare Umweltbewusstsein und die soziale Verantwortung.

Alexandra Knauer bedankte sich bei Angela Merkel für den Besuch, den sie auch als Wertschätzung für die Mitarbeiter:innen verstehe, die in den letzten Monaten etwas ganz Besonderes geleistet hätten, um die benötigten Produktionsanlagen für Lipid-Nanopartikel rechtzeitig vor der behördlichen Zulassung fertigzustellen. Sie dankte der Kanzlerin auch dafür, dass sie in ihrer Amtszeit dazu beigetragen hat, für Produkte aus Deutschland in der Welt Vertrauen zu schaffen, für die Firmen und Menschen, die hier arbeiten.

Wir haben eine sehr sympathische und professionelle Bundeskanzlerin kennengelernt und fühlen uns sehr durch ihren Besuch geehrt. Bevor Frau Merkel Ihre Limousine bestieg, posierte sie sogar noch für ein Gruppenbild mit unseren begeisterten Mitarbeitenden“, freute sich Geschäftsführerin Alexandra Knauer.

Das Familienunternehmen KNAUER Wissenschaftliche Geräte GmbH entwickelt Hightech-Labormessgeräte für Forschung, Routineanalytik und Produktion. Mit den Systemen für Flüssigkeits-Chromatografie (HPLC) werden flüssige Proben auf Inhaltsstoffe und Verunreinigungen untersucht und ihre Menge bestimmt. Das Auftrennen einer Probe in ihre Bestandteile wird in größeren Chromatografie-Anlagen z.B. für die Aufreinigung von Proteinen, Wirkstoffen oder anderen Wert-Substanzen genutzt. Für den Laboranlagenbau liefert das Unternehmen Dosierpumpen, Schaltventile und Detektoren für Hochdruckanwendungen. Die Systeme zur Herstellung von Lipid-Nanopartikeln haben KNAUER ein neues Geschäftsfeld eröffnet und 2020 ein Umsatzplus von rund 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr erwirtschaftet. Förderung der Wissenschaft und unternehmerische Verantwortung genießen einen großen Stellenwert.

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