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HPLC und SFC Kompakte Analysengeräte sparen Platz und erhöhen Effizienz

| Autor / Redakteur: Sascha Giegold* / Dr. Ilka Ottleben

Begrenzter Laborplatz, erhöhtes Probenaufkommen und immer kürzere Analyse­zeiten – die Anforderungen an das Labor der Zukunft sind hoch. Wie lassen sie sich miteinander vereinbaren? Fortschritte bei bewährten Technologien, aber auch neue Ansätze bieten Lösungen – ein Blick auf HPLC und SFC.

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Abb. 1: Fernüberwachung von HPLC-Anlagen ist über Smart Devices innerhalb eines Netzwerks jederzeit möglich.
Abb. 1: Fernüberwachung von HPLC-Anlagen ist über Smart Devices innerhalb eines Netzwerks jederzeit möglich.
(Bild: Shimadzu)

Die neue Generation der kompakten HPLC-Anlagen ist durch die schmale Bauform äußerst sparsam im benötigten Laborplatz. Durch die einfache Steuerung direkt über die LCD-Displays als Steuer- und Bedienpanel oder den direkten Anschluss an ein Hausnetzwerk, lassen sich die Geräte zudem ohne einen zusätzlichen Labor-PC betreiben. Die Anlage übermittelt die aufgenommenen Daten über das Netzwerk an den Arbeitsplatz-Rechner. Durch wechselseitige Kommunikation können Methoden und Probentabellen verfasst und editiert werden – auf dem Gerät selbst wie auch ferngesteuert über den PC. Auch das Smartphone oder Tablet kann dazu genutzt werden, den Instrumentenstatus jederzeit und überall abzurufen, ohne das Labor betreten zu müssen (s. Abb. 1).

Eine große Arbeitserleichterung bietet auch die Automatisierung sich wiederholender Prozesse: Von Report-Erstellung, Startup- und Shutdown-Funktionen bis hin zu Assistenten, die bei der Erstellung von Probentabellen oder Kalibrierungen helfen, ist heute alles möglich.

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Auch in der Datenauswertung unterstützt eine moderne HPLC-Anlage den Anwender. Tools zur Chromatogramm-Dekonvolution machen es durch mathematische Berechnungen möglich, überlappend eluierende Peaks zu trennen (s. Abb. 2). Mit speziellen Berechnungstools kann außerdem der lineare Bereich eines photometrischen Detektors dynamisch erweitert werden, um auch hochkonzentrierte Proben messen zu können – besonders nützlich bei der Analyse von Farbstoffen und anderen stark absorbierenden Substanzen (s. Abb. 3).

Labile Substanzen mit überkritischem CO2 analysieren

Neben der Flüssigchromatographie und Gas-Chromatographie etabliert sich eine weitere Analysengeräte-Klasse – die SFC. Bei der „Supercritical Fluid Chromatography“ wird überkritisches CO2 als mobile Phase verwendet. Kombiniert mit der CO2-Extraktion (supercritical fluid extraction, SFE) bietet diese Technik enorme Vorteile bei der Analyse von labilen Substanzen, wie Biomolekülen, Polymeren oder Lebensmitteln.

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