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DNE Lab-on-a-Chip ermöglicht kostengünstige MRSA-Schnelltests

Die frühzeitige Identifizierung von Patienten mit MRSA wird als sicherste Methode zur Eindämmung der Gefährdung beurteilt. Derzeit gängige Untersuchungsmethoden benötigen jedoch fast immer ein externes Labor, so dass viel Zeit vergeht, bis ein Befund vorliegt.

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Da es sich um eine Plattform-Technologie handelt, kann der Chip durch eine einfache Änderung der biologischen Nachweis-Parameter zur Analyse anderer Bakterien verwendet werden.
Da es sich um eine Plattform-Technologie handelt, kann der Chip durch eine einfache Änderung der biologischen Nachweis-Parameter zur Analyse anderer Bakterien verwendet werden.
(Bild: DNE)

DNE stellt auf der Compamed den Prototypen eines kostengünstigen Lab-on-a-Chip-Tests vor, der direkt bei der Aufnahme von Patienten im Krankenhaus gemacht werden kann. Eine Unterscheidung der Mutatationskassetten auf Genomebene mittels Polymerase-Ketten-Reaktion ist mit dem Chip ohne Mehraufwand binnen etwa einer Stunde möglich, um Patienten des gleichen Resistenztyps gemeinsam isolieren zu können.

Bei dem Prototypen handelt es sich um einen Chip im CD-Format. Dieser wird in ein Analysegerät gesteckt, in dem alle Reaktionsschritte vollautomatisch ablaufen. Die Hands-on-time begrenzt sich damit auf wenige Minuten. Auf dem Chip werden Bakterien aus Nasen-Abstrichen direkt aus dem Tupfer lysiert, die DNA wird freigesetzt. MRSA-spezifische Abschnitte der DNA werden mittels PCR vervielfältigt und mit einem Fluoreszenz-Farbstoff markiert.

An typenspezifischen Sonden erfolgt eine Hybridisierung. Nur relevante DNA-Abschnitte werden dabei an den komplementären Punkten auf dem Chip gebunden. Die Farbmarkierung der DNA, die sich an dem jeweils entsprechenden Punkt anreichert, kann mit einer integrierten Ausleseeinheit ausgewertet werden. Die Positiv-Negativ-Kontrollen gewährleisten einen eindeutig korrekten Verlauf der Analyse für jeden Reaktionsabschnitt. Das Ergebnis kann einfach vom Pflegepersonal abgelesen werden. Über Software-Schnittstellen können die Ergebnisse archiviert werden.

Compamed 2015: Halle 8a, Stand H19

Der Beitrag erschien zuerst auf dem Portal unserer Schwestermarke devicemed.

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