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Nanotechnologie Labor für die Nanotechnologie

Redakteur: Olaf Spörkel

Im Rahmen einer strategischen Partnerschaft in Nanotechnologie werden die ETH Zürich und das IBM-Forschungslabor Zürich ein gemeinsames Nanotechnologie-Labor betreiben, das in Rüschlikon gebaut wird.

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Zürich – Die wissenschaftliche Zusammenarbeit von der ETH Zürich und dem IBM-Forschungslabor Zürich (ZRL) erhält durch die strategische Partnerschaft im Bereich Nanotechnologie eine neue Qualität. Zentrales Element der Zusammenarbeit ist laut eigenen Angaben ein neues Gebäude mit Einrichtungen auf neuestem Stand der Technik, das auf dem Gelände des ZRL in Rüschlikon gebaut wird. Im Frühjahr 2009 soll der Grundstein zum Neubau gelegt werden; die Forschungsaktivitäten sollen 2011 aufgenommen werden.

„Dieses Nanotech-Lab wird ein großer Gewinn nicht nur für die beteiligten Institute, sondern auch für die Schweizer Industrie insgesamt sein“, sagte Professor Ralph Eichler, Präsident der ETH Zürich, „denn wir sind offen für Zusammenarbeit mit Schweizer Unternehmen und Forschungsinstituten“. Durch die Einbindung der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (EMPA) steht ein erster externer Partner bereit. Die Zusammenarbeit soll auch die Chance bieten, dass neue Produktionstechnologien entstehen können. „Damit erweitert IBM ein Forschungsprogramm, das zum Ziel hat, unser Wissen über Nanotechnologie und deren vielfältige Anwendungsmöglichkeiten beschleunigt voranzutreiben“, sagt John E. Kelly, Senior Vizepräsident und Direktor für Forschung bei IBM. „Wir sehen dieses Modell mit der ETH Zürich durchaus als ein Modell für zukünftige Partnerschaften zwischen Industrie und Hochschulen.“

Nanotechnologie von den Grundlagen bis zur Anwendung

Die Forschungsschwerpunkte der beiden Institutionen reichen von Projekten zur Grundlagenforschung bis hin zu angewandter Forschung. Verschiedene Bereiche für gemeinsame Forschung wurden festgelegt, u.a. Kohlenstoff-basierte Materialien, Nano-Photonics, Spintronics, Nanodrähte und Tribologie. Das gemeinsame Nanotechnologie-Lab umfasst mehr als 900 Quadratmer Reinraum-Fläche und ist in drei Teile aufgegliedert. Neben den jeweils eigenen Bereichen haben die beiden Partner auch einen gemeinsamen Sektor. Der Neubau hat ein Investitionsvolumen von 90 Millionen Franken, wovon 30 Millionen für die technische Infrastruktur anfallen. Diese Infrastrukturkosten und die entstehenden Betriebskosten teilen sich die Partner; IBM übernimmt zusätzlich die Gebäudekosten. Die ETH Zürich wird die Räumlichkeiten mieten. Die strategische Partnerschaft ist auf mindestens zehn Jahre angelegt.

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