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Weiße Biotechnologie Labor für weiße Biotechnologie

Redakteur: Anke Geipel-Kern

In ihrem neueröffneten Labor in Nordamerika will BASF die Forschungen zur weißen Biotechnologie weiter voran treiben. Im Visier sind u.a. neue Materialien, die das Wachstum von Biofilmen verhindern sollen.

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In einem Labor der BASF begutachten die Biologielaborantinnen Alexandra Cornelißen und Julia Fink , wie sich Bakterienkolonien auf einer Agarplatte entwickelt haben. Ziel des Versuchs ist es, ein neues Gen in die Bakterien einzubringen (Bild: BASF)
In einem Labor der BASF begutachten die Biologielaborantinnen Alexandra Cornelißen und Julia Fink , wie sich Bakterienkolonien auf einer Agarplatte entwickelt haben. Ziel des Versuchs ist es, ein neues Gen in die Bakterien einzubringen (Bild: BASF)

Die BASF hat ein neues Forschungslabor für Weiße Biotechnologie und Mikrobiologie in Tarrytown im US-Bundesstaat New York eröffnet. In dem Labor arbeiten Biologen und Biotechnologen an der Entwicklung effizienter biotechnologischer Produktionsprozesse und gemeinsam mit Materialforschern an neuen antimikrobiellen Produkten für die Bereiche Medizintechnik, Hygiene und Gesundheit. „Die Investition ist ein erneutes Bekenntnis der BASF zur Weißen Biotechnologie, einer Schlüsseltechnologie dieses Jahrhunderts mit einem großen Innovationspotenzial. Zudem ist das neue Labor ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer noch stärker global ausgerichteten Forschung und eine sehr gute Basis für weitere Kooperationen in Nordamerika“, betonte Dr. Harald Lauke, Leiter des Forschungsbereichs „Biological & Effect Systems Research“.

Das Unternehmen produziert mithilfe biotechnologischer Verfahren Produkte wie beispielsweise Vitamine, Enzyme sowie Zwischenprodukte für die Pharmaindustrie und Spezialprodukte für die Kosmetik-, Lebensmittel- und Futtermittel-Industrie. Diese Produktionsprozesse effizienter und ressourcenschonender zu gestalten, ist ein Arbeitsschwerpunkt des neuen Forschungslabors. Metabolic Engineering, also die gezielte Veränderung des Stoffwechsels, soll die Effizienz der in Produktionsprozessen eingesetzten Mikroorganismen weiter steigern.

Ein weiterer Schwerpunkt des Labors ist, die Entstehung bakterieller Biofilme noch detaillierter zu erforschen. Bakterien, die einzeln oder in ganzen Biofilmen, meist auf feuchten Oberflächen von Gegenständen ansiedeln, können insbesondere in Krankenhäusern zu bedrohlichen Infektionen von Patienten führen. Gemeinsam mit Materialforschern wird an neuen Lösungen gearbeitet um zu helfen, solche Infektionen zu verhindern.

„Die notwendigen Voraussetzungen für all diese Arbeiten haben wir in Tarrytown geschaffen“, sagte Dr. Markus Pompejus, Leiter der Gruppe Bioaktive Materialien und verantwortlich für die Biotechnologieforschung in Tarrytown, „nun geht es darum, unsere Ideen in innovative Produkte und Lösungen umzusetzen“.

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