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Management Laborausrüster Sartorius kann 2014 kräftig zulegen

Redakteur: Dominik Stephan

Der Göttinger Labor- und Pharmazulieferer Sartorius kann 2014 mit kräftigen Umsatzzuwächsen abschließen: Insbesondere das gute Geschäft mit Bioprocess Solutions half der Firma, den Konzernumsatz auf um +12,6 % auf 891,2 Millionen Euro zu steigern.

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Einwegprodukte spielen in der Medikamentenproduktion mittlerweile eine wichtige Rolle.
Einwegprodukte spielen in der Medikamentenproduktion mittlerweile eine wichtige Rolle.
(Sartorius AG)

Göttingen – Jetzt soll das erfolgreiche Geschäftsmodell ausgebaut werden, nachdem das Industriekundengeschäft abgestoßen wurde, wie Konzernchef Dr. Joachim Kreuzburg auf der Bilanzpressekonferenz in Göttingen erklärte: „Unsere größte Sparte Bioprocess Solutions erwies sich erneut als Wachstums- und Ertragsmotor für unser Unternehmen. Sie ist nicht nur organisch deutlich gewachsen, auch die jüngsten Akquisitionen entwickelten sich sehr positiv. In der Laborsparte waren die Ergebnisse wie erwartet noch von der Bereinigung des Produktportfolios geprägt, die das laufende Geschäftsjahr aber nicht mehr beeinflussen wird. Wie geplant konnten wir zu Jahresbeginn den Verkauf der kleinsten Konzernsparte Industrial Technologies abschließen. So können wir uns nun voll auf die Weiterentwicklung unserer beiden Kernaktivitäten konzentrieren.“

Für 2015 rechnet rechnet Sartorius mit deutlichem Wachstum und einer weiteren Steigerung der Profitabilität. Zudem plant der Konzern im Rahmen eines mehrjährigen Programms weiterhin in internationale Produktionskapazitäten und in den Ausbau seiner Zentrale in Göttingen zu investieren.

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Mehr Aufträge, höherer Umsatz und kräftige Zuwächse bei Bioprozessen

Insgesamt konnte Sartorius 2014 Aufträge im Wert von 929,2 Millionen Euro verbuchen - das sind satte 13,4 % mehr als noch im Vorjahr. Auch der Umsatz konnte mit einem Plus von 12,6 % deutlich zulegen und erreichte 891,2 Millionen Euro nach 791,6 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Besonders der Geschäftsbereich Bioprocess Solutions gab Anlass zur Freude: Die Sparte, die auf Einwegprodukte für die Herstellung von Biopharmazeutika konzentriert ist, konnte über alle Produktbereiche deutlich wachsen. Neben einer sehr guten organischen Entwicklung setzten die erworbene TAP Biosystems sowie das Zellkulturmediengeschäft weitere Impulse: Beide Zukäufe entwickelten sich unter dem Sartorius-Dach noch stärker als erwartet. In Summe erhöhte sich der Auftragseingang wechselkursbereinigt um 18,3 % auf 652,7 Millionen Euro. Der Umsatz stieg um 18,5 % und lag bei 615,6 Millionen Euro.

Sartorius räumt Lab-Products-Portfolio auf

In der Sparte Lab Products & Services, Anbieter von Laborinstrumenten und Laborverbrauchsmaterial, erhöhte sich der Auftragseingang wechselkursbereinigt um 3,2 % auf 276,5 Millionen Euro. Der Umsatz stieg mit 275,5 Millionen Euro um 1,4 %. Damit war wie erwartet der Effekt aus der Bereinigung des Portfolios um einige nicht-strategische Produkte auf den Umsatz mit rund zwei Prozentpunkten weiter spürbar, während der Einfluss auf die Entwicklung des Auftragseingangs nur noch gering war.

Auch für das laufende Jahr rechnet Sartorius mit deutlichem profitablem Wachstum. So erwartet das Unternehmen auf Basis konstanter Wechselkurse ein Umsatzwachstum in Höhe von etwa 4 % bis 7 %.

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