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Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Laborgebäude für verbesserte Pflanzenforschung

Quelle: Pressemitteilung

An der Heinrich-Heine-Universität soll die Pflanzenforschung deutlich erweitert werden. Hierzu wurde am 6. April der Grundstein für ein neues Forschungsgebäude gelegt. Ab 2024 sollen hier 50 Forschende arbeiten.

Von l. n. r.: Eric Breuer – MO | Architekten, Dr. Martin Goch – Kanzler HHU, Prof. Dr. Anja Steinbeck – Rektorin HHU, Gabriele Willems – GF BLB NRW, Elke Kolfen – NL BLB NRW Düsseldorf, Prof. Dr. Peter Kleinebudde – Dekan Fakultät Biologie, Ursula Koblitz – hks | architekten (Planungsbüro), Dr. Dirk Günnewig – StS MKW, Prof. Dr. Rüdiger Simon – Fakultät Biologie, Volker Wirth – MO | Architekten
Von l. n. r.: Eric Breuer – MO | Architekten, Dr. Martin Goch – Kanzler HHU, Prof. Dr. Anja Steinbeck – Rektorin HHU, Gabriele Willems – GF BLB NRW, Elke Kolfen – NL BLB NRW Düsseldorf, Prof. Dr. Peter Kleinebudde – Dekan Fakultät Biologie, Ursula Koblitz – hks | architekten (Planungsbüro), Dr. Dirk Günnewig – StS MKW, Prof. Dr. Rüdiger Simon – Fakultät Biologie, Volker Wirth – MO | Architekten
(Bild: BLB NRW/ HHU / Wilfried Meyer)

Düsseldorf – Am 6. April legten Vertreter der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, des Landes NRW und der ausführenden Architekten den Grundstein für das „Plant Environmental Adaptation Center“ (PEAC). Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW) errichtet den von Bund, Land Nordrhein-Westfalen und der HHU finanzierten Forschungsneubau im Süden des Campus. Er wird ab 2024 über 50 Forschenden verschiedener Disziplinen Platz bieten. Am PEAC sollen die genetischen Eigenschaften untersucht werden, die es Pflanzen ermöglichen, sich an sehr verschiedene und oftmals auch ungünstige Umweltbedingungen anzupassen. Im Fokus stehen dabei Mechanismen, die es Pflanzen erlauben, etwa Hitze, Dürre, Überflutungen oder den Befall mit Krankheitserregern (Pathogenen) – alles in allem Folgen, die durch den Klimawandel in der nahen Zukunft zu erwarten sind – zu trotzen.

Dazu Prof. Dr. Rüdiger Simon vom Institut für Entwicklungsgenetik, Projektsprecher der HHU-Biologie, der auch den Förderantrag koordinierte: „Im PEAC werden genetisch präzise definierte Versuchspflanzenpopulationen – sowohl Modellpflanzen als auch relevante Nutzpflanzen – verschiedenartigen, aber präzise steuerbaren und dynamisch variierbaren Umweltbedingungen ausgesetzt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Biologie, Mathematik, Informatik und den Datenwissenschaften arbeiten hier eng zusammen, um die zugrundeliegenden Gene nicht nur zu identifizieren, sondern ihre Funktionen mechanistisch zu verstehen.“

Prof. Dr. Peter Kleinebudde, Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät, ergänzt: „Der langfristige Forschungsansatz ‚Phänotypische Plastizität und Vorhersagen‘ nimmt deutschlandweit eine herausragende Position ein. PEAC ist als Forschungseinrichtung einzigartig in Europa und wird die wissenschaftliche Profilbildung unserer Fakultät und der HHU als Ganzes stärken.“

Rektorin Prof. Dr. Anja Steinbeck betont: „Die Forscherinnen und Forscher des PEAC werden einer zentralen gesellschaftlichen Aufgabe unserer Zeit begegnen, der Ernährungssicherung für eine wachsende Weltbevölkerung. Ich bin sehr froh, dass die HHU in einer gemeinsamen Anstrengung dieses wichtige Forschungsprojekt eingeworben hat. Besonders danke ich sowohl dem Bundesforschungsministerium als auch dem NRW-Ministerium für Kultur und Wissenschaft, dass sie den Bau dieses Gebäudes durch ihre Förderung ermöglichen.“

Dr. Dirk Günnewig, Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, sagt: „Die HHU ist aufgrund ihrer breiten Expertise in der Pflanzenforschung national wie international als ausgewiesenes Zentrum der Pflanzenwissenschaften angesehen – nicht zuletzt durch das Exzellenzcluster für Pflanzenforschung CEPLAS. Mit dem neuen Forschungsbau PEAC baut die Hochschule ihre bestehende Führungsrolle auf diesem Forschungsgebiet weiter aus. Die Landesregierung trägt gerne zu diesem bund-länder-geförderten Bauprojekt bei, das den exzellenten Wissenschaftsstandort Nordrhein-Westfalen weiter stärken wird.“

Neues Forschungsgebäude mit Laboren und Pflanzenanzuchtkammern

Das Gebäude hat eine Nutzfläche von knapp 1.900 Quadratmetern, darin sind Labore, 17 hochspezialisierte Pflanzenanzuchtkammern (Phytotrone) und ein Forschungsgewächshaus mit acht Kompartimenten untergebracht. Bauherr ist der BLB NRW. Dessen Geschäftsführerin Gabriele Willems sagt anlässlich der Grundsteinlegung: „Mit dem PEAC errichten wir einen hochtechnisierten, einzigartigen Forschungsneubau. Wir sind stolz darauf, dass wir als Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen den Raum für zukunftsorientierte Forschung schaffen und so für ideale Bedingungen für die Forscherinnen und Forscher hier an der HHU sorgen.“

Eine Besonderheit von PEAC ist der extrem hohe Technisierungsgrad, der erforderlich ist, um in den Phytotronen und den Gewächshäusern ganzjährig viele verschiedene Umgebungsszenarien zu simulieren. In ihnen können zum Beispiel die zukünftigen Umweltbedingungen in Deutschland, aber auch in Südfrankreich oder Norwegen hergestellt werden.

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Eine große Herausforderung in der Planung war, über die Gebäudetechnik einen besonders ressourcenschonenden Betrieb zu realisieren. Dazu Dr. Sönke Biel, Dezernent Gebäudemanagement der HHU: „Die Ingenieurinnen und Ingenieure des BLB NRW, der HHU und der externen Büros haben bei der Planung des PEAC Neuland betreten, weil das Gebäude in seiner Art einmalig ist.“

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