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Laboreinrichtung

Labormöbel – sicher, effizient und komfortabel

10.07.2007 | Autor / Redakteur: Ulrike Schröder* und Frank Buchholz* / Marc Platthaus

Abb. 1 Neu entworfene Labormöbel: Innenliegende Schubkästen ermöglichen eine bessere Erreichbarkeit von Gegenständen im Inneren des Schrankes.
Abb. 1 Neu entworfene Labormöbel: Innenliegende Schubkästen ermöglichen eine bessere Erreichbarkeit von Gegenständen im Inneren des Schrankes.

Das Optimieren von Sicherheit und Effizienz ist ein vorrangiges Ziel von Neu- und Weiterentwicklungen bei der Einrichtung von Arbeitsplätzen im Labor. Beides hat der niedersächsische Hersteller für Labormöbel Köttermann bei den jüngsten Verbesserungen in sein Produktprogramm einfließen lassen. Neben der Sicherheit und dem Komfort bei Abzügen sind dies u.a. Verbesserungen bei den Laborschränken, die eine optimalere Ausnutzung des wertvollen Laborarbeitsplatzes ermöglichen.

Ein optimal eingerichteter Laborarbeitsplatz setzt sich aus vielen Komponenten zusammen. Kernelement für eine große Anzahl von Tätigkeiten ist der Arbeitstisch. Vielfältige Aufgaben werden hier erledigt: Probenvorbereitungen, Versuchsaufbauten, Analysen, Dokumentationen und vieles mehr. Um diesen unterschiedlichen Anforderungen besser gerecht zu werden, hat Köttermann bei seinem Labormöbelprogramm eine ganze Reihe an Neuerungen vorgenommen.

Die neuen Möbel helfen durch ausgeklügelte Details, Zeit zu sparen und Arbeitsabläufe im Labor effizienter, aber auch komfortabler zu gestalten.

Einige Neuerungen haben sich die Entwickler bei Schließmechanismen für Schubkästen und Türen einfallen lassen. Der Innovationsgrad von Köttermann zeigt sich dabei am deutlichsten bei der neuartigen Airmatic-Luftdämpfung. Diese Dämpfung verzichtet auf Öl – und damit auf die Ge-fahr einer Verschmutzung durch Auslaufen – und schließt Schubkästen völlig lautlos. Eine Einzugsautomatik mit Selbsteinzug auf den letzten Zentimetern sorgt dabei für ein gleichmäßiges Zugleiten statt „Zu-schnappen“ des Schubkastens.

Ebenfalls neu bei Schränken mit Türen sind – als Alternative zu festen Einlegeböden – innenliegende Schubkästen für eine bessere Erreichbarkeit von Gegenständen im Inneren des Schrankes. Auch sie verfügen über Luftdämpfung und Einzugsautomatik. Leise geht es auch bei den Türen zu. Zusätzlich zum bewährten 270°-Scharnier sind Türpuffer eingesetzt, die die Schranktüren dämpfen und sanft schließen. Um die Nutzung von Schränken flexibler zu gestalten, hat Köttermann sein Möbelprogramm um Schubkästen mit Tragfähigkeiten von 40 kg oder 70 kg für schwere Lasten ergänzt.

Vielfältiges Zubehör

Werden Schwerlastauszüge nachträglich benötigt, ist die Montage schnell erledigt: einfach die vorhandenen 40-kg- gegen 70-kg-Schwerlast-Laufschienen tauschen, eine neue Schubkastenwanne oder gar ein neuer Schrank wird nicht benötigt.

Arbeitsabläufe lassen sich mit intelligenten Ordnungssystemen optimieren. Köttermann hat daher sein Angebot an Zubehör für Schränke stark erweitert. Flexibel positionierbare Boxen für alle Schubkastenbreiten, Stecksysteme mit Quer- und Längsteilern sowie ein Relingsystem, das besonders für Flaschen und hohe Glasgefäße geeignet ist, gehören dazu. Für den Büroarbeitsplatz im Labor stehen Hängeregister und Schubkästen mit Schreibschiebern bereit. Über den Schrankinhalt informieren Magnetschilder auf Türen und Schubkästen; sie können nicht verrutschen und lassen sich immer wieder neu beschriften.

Wesentlich mehr Bedienkomfort bieten Schubkästen mit Vollauszug. Bisher üblicherweise mit Teilauszügen ausgestattet, öffnen sie sich nun zu 100 Prozent. Der komplette Inhalt des Schubkastens wird mit einem Blick erfasst, ein Griff reicht, um Gegenstände auch aus dem hinteren Teil zu entnehmen. Alle Neuerungen lassen sich passgenau in die Schranksysteme von Köttermann integrieren.

Zusammen mit der großen Auswahl an Schrankfronten, Gestellformen, Tischplattenmaterialien, Becken und Spülen, ergänzt durch das vielfältige Hochschrank-Programm – bei Bedarf mit Medienversorgungssystemen – sind Lösungen möglich, die auf die unterschiedlichsten Anforderungen eingehen. Mit seinen Neuentwicklungen im Labormöbelprogramm sorgt Köttermann für mehr Effizienz und gleichzeitig mehr Arbeitsqualität für die Mitarbeiter im Labor.

Ergonomie und Sicherheit bei Abzügen

Die Sicherheit der Labormitarbeiter ist ebenso wichtig wie Flexibilität und die komfortable Handhabung der Systeme. Köttermann ist nicht nur Hersteller hochwertiger Labormöbel – zu den traditionellen Stärken des Unternehmens zählt die Abzugs- und Sicherheitstechnik, für die das Unternehmen schon mehrfach ausgezeichnet wurde.

Highlight ist hier die Entwicklung des AutoProtect, mit dem Köttermann in diesem Frühjahr die Sicherheit von Laborabzügen weiter gesteigert hat. Er schließt den Abzug automatisch, wenn nicht an ihm gearbeitet wird. Das Resultat: Ein geschlossener Frontschieber schützt vor Splittern oder Chemikalienspritzern, wie sie bei Zwischenfällen im Abzug auftreten. Daneben wird der Schadstoffausbruch durch das Schließen des Frontschiebers um Größenordnungen reduziert und der Nutzer vor gefährlichen Stoffen geschützt. Dieser Sicherheitsaspekt wird auch durch die Richtlinien der BG-Chemie eindeutig untermauert. Dort heißt es: „Arbeiten, bei denen Gase, Dämpfe oder Schwebstoffe in gefährlicher Konzentration oder Menge auftreten können, dürfen grundsätzlich nur in Abzügen ausgeführt werden. Die Frontschieber sind bei solchen Arbeiten geschlossen zu halten. Bei geöffnetem Frontschieber darf nur in begründeten Ausnahmefällen gearbeitet werden, da bei geöffnetem Frontschieber der Schadstoffaustritt höher und der Benutzer des Abzuges nicht gegen verspritzende gefährliche Stoffe oder umherfliegende Glassplitter geschützt ist.“ (BGR 120 Abs. 5.3.1.1)

Autoprotect künftig serienmäßig

Diese Argumente haben Köttermann davon überzeugt, Abzüge zukünftig serienmäßig mit dem neuen AutoProtect auszuliefern. Das Arbeiten im Labor ist immer mit Risiken behaftet, vor allem vor Abzügen. Das automatische Schließen des Frontschiebers leistet somit einen entscheidenden Beitrag zum Personenschutz. Aber auch der Komfort kommt nicht zu kurz, denn AutoProtect vereinfacht die Bedienung des Abzugs mit durchdachten ergonomischen Details.

So zum Beispiel die innovative Softmatic-Steuerung: Ein kurzes Antippen des Frontschiebers genügt und schon öffnet oder schließt er sich automatisch. Zusätzlich kann das System über einen Taster betätigt werden. Eine weitere Besonderheit des AutoProtect ist der neuartige Frontschieberbegrenzer. Mit einer sanften Begrenzung der Frontschieberöffnung wird die Einhaltung der Arbeitshöhe nach EN 14175-2 garantiert. Optional gibt es den AutoProtect auch mit Lichtschranke, die Hindernisse beim automatischen Schließen des Fensters erkennt und den Schließvorgang stoppt.

Eine weitere Variante ist die Ausstattung mit Fußtaster, der ein automatisches Öffnen des Frontschiebers ermöglicht, wenn der Anwender keine Hand frei hat.

Fazit: Neue Details helfen Mitarbeitern im Labor

Mit der innovativen ergonomischen Gestaltung der neuen Möbel und Neuentwicklungen wie dem AutoProtect setzt Köttermann neue Impulse im Bereich der Labormöbel. Die Forschung im eigenen Entwicklungszentrum wird weiter intensiv vorangetrieben, um auch in Zukunft den Mitarbeitern im Labor ein effizientes und sicheres Arbeiten zu ermöglichen.

*U. Schröder und Dr. F. Buchholz, Köttermann GmbH & Co KG, 31311 Uetze/Hänigsen

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