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Adaptronische Forschung Laborräume für die adaptronische Forschung eröffnet

| Redakteur: Doris Neukirchen

Am Darmstädter Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF wurden am 18. Januar 2011 die neuen hochmodernen Laborräume für die adaptronische Forschung eröffnet.

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Einweihung der neu gestalteten Adria-Labore in Darmstadt-Kranichstein: Prof. Prömel (TU Darmstadt), Wissenschaftsministerin Kühne-Hörmann (HMWK), Prof. Hanselka (Fraunhofer LBF) und Prof. Stengler (Hochschule Darmstadt) (v.l.n.r.).
Einweihung der neu gestalteten Adria-Labore in Darmstadt-Kranichstein: Prof. Prömel (TU Darmstadt), Wissenschaftsministerin Kühne-Hörmann (HMWK), Prof. Hanselka (Fraunhofer LBF) und Prof. Stengler (Hochschule Darmstadt) (v.l.n.r.).
( Bild: Fraunhofer LBF )

Darmstadt – Die neuen Laborräume sind Teil des im Rahmen der hessischen Landes-Offensive zur Entwicklung wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz (kurz: Loewe) seit 2009 bestehenden Zentrums Adria (Adaptronik – Research, Innovation, Application). Das Land Hessen, der Bund und die Fraunhofer-Gesellschaft realisierten die neuen Labore mit einer Investitionssumme von 6,8 Millionen Euro. Das Loewe-Zentrum Adria ist Ausdruck der systematischen Vernetzung der Adaptronik-relevanten Kompetenzen und Ressourcen in der Region.

Zusammen mit den bereits eingerichteten Büroflächen bietet das Gebäude des Fraunhofer LBF 105 Mitarbeitern Platz. Sie können in den neuen Räumen auf eine hochmoderne Infrastruktur und Labortechnik der neuesten Generation für adaptronische Systeme, Akustik, Regelungstechnik, Messtechnik und Rapid-Prototyping zurückgreifen. Der gesamte Keller des Gebäudes wurde umstrukturiert und mit großen Fenstern versehen, um eine angenehme Arbeitsatmosphäre für Wissenschaftler und Studenten von Fraunhofer LBF, TU Darmstadt und Hochschule Darmstadt zu schaffen.

„Mit den neuen Laboren haben Forschungs- und Entwicklungspartner nun die besten Voraussetzungen, in diesem weltweit einmaligen Zentrum für Adaptronik Forschungsprojekte ganzheitlich und maßgeschneidert durchzuführen“, sagte Prof. Holger Hanselka, Institutsleiter des Fraunhofer LBF. Dies sei ein weiterer Baustein, um nicht nur Märkten zu folgen, sondern auch selbst Zukunftsmärkte wie die Adaptronik zu gestalten.

Priorität im Loewe-Zentrum Adria hat der beschleunigte Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in adaptronische Produktinnovationen. Die Adaptronik gilt als Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts. Sie ermöglicht es Bauteilen, sich aktiv an veränderliche Umgebungs- und Betriebsbedingungen anzupassen. Daraus entstehen Produktinnovationen beispielsweise in den Bereichen Automobilbau, Maschinen- und Anlagenbau, Luft-, Schiffs- und Schienenfahrzeugbau, Bau- und Haustechnik, Automation, Medizintechnik und Sicherheitstechnik.

Eva Kühne-Hörmann, Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, betonte: „Damit sich Zukunftstechnologien aus Deutschland weltweit stärker als Problemlöser etablieren können, müssen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik an einem Strang ziehen.“ Die neuen Labore seien ein wichtiger Schritt hin zu dem Ziel, mithilfe des Förderprogramms LOEWE am Wissenschaftsstandort Darmstadt ein international führendes Forschungszentrum für Adaptronik zu etablieren.

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