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EU-Projekt Chemlab II Länderübergreifende Ausbildung für Chemielaboranten

| Redakteur: Doris Popp

Am 17. November fiel in Freising bei München der Startschuss für Chemlab II. Das Projekt „European Apprenticeship Training for Chemical Laboratory Technicians“ möchte eine europaweit gültige, international vergleichbare und praxisnahe Ausbildung für Chemielaboranten entsprechend dem deutschen dualen Ausbildungssystem einführen.

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Chemlab II etabliert ein vergleichbares, duales Ausbildungssystem für Chemielaboranten in mehreren Ländern. (Bild: Bayfor)
Chemlab II etabliert ein vergleichbares, duales Ausbildungssystem für Chemielaboranten in mehreren Ländern. (Bild: Bayfor)

München – Am 17.11.2011 fiel in Freising bei München der Startschuss für Chemlab II. Das Projekt „European Apprenticeship Training for Chemical Laboratory Technicians“ möchte eine europaweit gültige, international vergleichbare und praxisnahe Ausbildung für Chemielaboranten entsprechend dem deutschen dualen Ausbildungssystem einführen. Die Europäische Union beteiligt sich am Gesamtbudget von 377 000 Euro über 24 Monate zu 75 Prozent. Der Competence Pool Weihenstephan (CPW) entwickelte Chemlab II, wie seinen Vorgänger Chemlab I, gemeinsam mit der Bayerischen Forschungsallianz (Bayfor) und anderen Partnern. Die Bayfor begleitete die Projekte erfolgreich durch die Antragsphase für die EU-Förderung. Zudem unterstützt sie die Koordinatoren am CPW, die Projektergebnisse in die Öffentlichkeit und Politik zu tragen. Das Forschungsprojekt Chemlab II will in den teilnehmenden Ländern Deutschland, Griechenland, Polen und Türkei ein praxisnahes, duales System etablieren, das den Auszubildenden auch einen grenzüberschreitenden Austausch während der Ausbildung ermöglicht und mit einem international vergleichbaren Abschluss endet. Im Chemlab-II-Konsortium haben sich Ausbildungsinstitute und berufsständische Vertretungen aus den vier Ländern zusammengeschlossen. Ziel aller Projektpartner ist es, binnen zwei Jahren ein duales Ausbildungssystem zu etablieren und das deutsche System fit für Europa zu machen. Langfristiges Ziel ist ein EU-zertifiziertes Ausbildungsprogramm für Chemielaboranten. Dafür möchte Chemlab II das Kreditpunktesystem ECVET-System (European Credit system for Vocational Education and Training) nutzen, welches das Sammeln von Punkten für standardisierte Module europaweit ermöglicht. Dank der intensiven Vorarbeit durch das Vorgänger-Projekt Chemlab I, gibt es bereits zum Projektstart von Chemlab II Unternehmen in allen vier Ländern, die Auszubildende nach dem neuen System einstellen.

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