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Materialforschung Leichtbau: VDI setzt auf Algen

| Redakteur: Dominik Stephan

Leichtbaumaterialien sind in aller Munde – auf der Suche nach neuen Rohstoffen schauen Bioniker in die Natur. Der VDI und Forscher des Alfred Wegener Institut bringen jetzt Algen ins Gespräch.

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(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Bremerhaven – Um Photosynthese nahe der Meeresoberfläche betreiben und sich gleichzeitig vor Fressfeinden schützen zu können, haben diese Kleinstorganismen über Jahrmillionen ebenso leichte wie robuste Schalenstrukturen gebildet. Was die Evolution perfektioniert hat, dient dem Bioniker Sebastian Möller und einem Team aus Biologen und Ingenieuren am Alfred Wegener Institut als Inspiration. Über 90.000 Kieselalgen-Arten lagern in der Sammlung des Instituts in Bremerhaven.

Einzigartige Konstruktionen aus Waben und Streben. In diesen belastbaren Strukturen steckt nicht ein Nanogramm Material zu viel. Doch wie wird aus den Bauplänen der Natur ein leichteres Produkt? „Wir nutzen den Elise-Produktentstehungsprozess”, erklärt Sebastian. „Dabei schauen wir zunächst, welchen Belastungen ein ganzes Bauteil oder eine Struktur ausgesetzt ist und suchen in unserer Datenbank nach natürlichen Vorbildstrukturen.”

Anschließend geht es darum, zu verstehen, warum die Natur für die einzelnen Belastungszonen bestimmte Lösungen gefunden hat. Die so identifizierten Prinzipien werden auf das technische Bauteil übertragen und weiter optimiert.

Der VDI stellt Möllers Geschichte als Fotoreportage in seiner Kampagne "Ingenieurgeschichten" vor.

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