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Rekordjahr 2015

Life Science wird zum Wachstumsmotor für Merck

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Obgleich Merck zur Jahresmitte zwischenzeitlich eine Netto-Cash-Position aufgebaut hatte, schnellten die Nettofinanzverbindlichkeiten zum Ende des Geschäftsjahrs 2015 durch die Kaufpreiszahlung für Sigma-Aldrich auf 12,7 Milliarden Euro in die Höhe (31.12.2014: 559 Millionen Euro). Wie bei den großen Übernahmen der Vergangenheit will Merck seine starke Innenfinanzierungskraft nutzen, um sich schnell zu entschulden. Zum Ende des Jahres 2015 beschäftigte Merck weltweit 49 613 Mitarbeiter (31.12.2014: 39 639). Dass Merck somit rund 10 000 Mitarbeiter mehr beschäftigte als ein Jahr zuvor, lag vor allem an der erfolgreich vollzogenen Übernahme von Sigma-Aldrich.

Viertes Quartal 2015: Life Science trägt Wachstum des Konzerns

Im vierten Quartal 2015 erzielte Merck Umsatzerlöse von 3,5 Milliarden Euro, was einer Steigerung von 15,5 % entspricht (Q4/2014: 3 Milliarden Euro). Dazu trug neben organischem Wachstum vor allem die starke, akquisitionsbedingte Umsatzsteigerung von Life Science bei. Auch der Anstieg des Ebitda vor Sondereinflüssen um 6,3 % auf 933 Millionen Euro (Q4/2014: 878 Millionen Euro) im vierten Quartal wurde von Life Science getragen. Das Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen blieb im vierten Quartal mit 1,13 Euro stabil (Q4/2014: 1,14 Euro).

Healthcare mit robustem Geschäft und Investitionen in Wachstumsmärkte

Die Umsatzerlöse des Unternehmensbereichs Healthcare stiegen 2015 um 4,7 % auf 6,9 Milliarden Euro (2014: 6,6 Milliarden Euro). Neben organischem Wachstum von 1,6 % trugen hierzu auch Währungseffekte in Höhe von 3,1 % bei. Vor allem das Geschäft in der Region Asien-Pazifik wuchs organisch kräftig.

Das Medikament Rebif zur Behandlung schubförmiger Formen der Multiplen Sklerose verzeichnete 2015 aufgrund des anhaltenden Wettbewerbsdrucks durch oral zu verabreichende Medikamente einen organischen Umsatzrückgang von

10,7 %; zusammen mit positiven Währungseffekten in Höhe von 8,5 % ergaben sich Rebif-Umsätze von 1,8 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,8 Milliarden Euro). Die konzernweiten Umsatzerlöse mit dem Krebsmedikament Erbitux blieben im Jahr 2015 mit 899 Millionen Euro stabil (Vorjahr: 904 Millionen Euro), wobei der leichte organische Umsatzrückgang von 1,5 % durch positive Währungseffekte von 0,9 % teils kompensiert wurde. Mit Gonal-f, dem führenden Medikament zur Kinderwunschbehandlung, erzielte Merck im Geschäftsjahr 2015 ein organisches Umsatzwachstum von 3,7 %. Unter Berücksichtigung der positiven Währungseffekte wuchsen die Umsätze auf 685 Millionen Euro (Vorjahr: 628 Millionen Euro).

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