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Rekordjahr 2015

Life Science wird zum Wachstumsmotor für Merck

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„Merck ist mit der Akquisition von Sigma-Aldrich, der größten Übernahme in unserer Firmengeschichte, zu einem der größten Life-Science-Anbieter der Welt aufgestiegen“, sagte Karl-Ludwig Kley. „Unseren Kunden können wir nun ein breiteres Portfolio bieten als jemals zuvor. Zudem betreiben wir jetzt die führende E-Commerce-Plattform der Branche.“

Performance Materials-Geschäft wächst stark

Die Umsatzerlöse des Unternehmensbereichs Performance Materials wuchsen 2015 sehr stark um 24,1 % auf 2,6 Milliarden Euro (2014: 2,1 Milliarden Euro). Neben einem signifikant positiven Währungseffekt von 13,1 % trugen die Erlöse akquirierter Geschäfte mit 10,4 % erheblich zu diesem Umsatzwachstum bei. Der überwiegende Teil dieser akquisitionsbedingten Umsatzeffekte ist auf die Integration der 2014 übernommenen AZ zurückzuführen. Auch die Erstkonsolidierung des SAFC-Hitech-Geschäfts von Sigma-Aldrich in Performance Materials Mitte November trug mit rund 10 Millionen Euro dazu bei. Organisch bewegten sich die Umsatzerlöse mit einem Wachstum von 0,6 % auf Vorjahresniveau.

Die zum Jahresbeginn 2015 geschaffene Geschäftseinheit Display Materials verzeichnete währungs- und akquisitionsgetrieben einen starken Umsatzanstieg und festigte ihre global marktführende Position. Die Volumensteigerung der innovativen Technologien konnte dabei den Volumenrückgang bei älteren Flüssigkristalltechnologien überkompensieren. Die Geschäftseinheit Pigments & Functional Materials wies 2015 ein stabiles Geschäftsjahr auf Vorjahresniveau aus. Die Geschäftseinheit Integrated Circuit Materials, in der das ehemalige AZ-Geschäft mit Materialien für die Produktion integrierter Schaltkreise sowie das im November 2015 übernommene SAFC-Hitech-Geschäft von Sigma-Aldrich gebündelt sind, wuchs organisch leicht.

Ebitda-Wachstum im zweistelligen Prozentbereich erwartet

Die höchsten Wachstumsraten innerhalb des Unternehmensbereichs Performance Materials verzeichnete die Geschäftseinheit Advanced Technologies, deren aufstrebendes Geschäft mit OLED-Materialien sich besonders dynamisch entwickelte. Im Juni 2015 hatte Merck die Grundsteinlegung einer neuen Produktionsanlage für OLED-Materialien in Darmstadt mit einem Investitionsvolumen von rund 30 Millionen Euro bekanntgegeben.

Das Ebitda vor Sondereinflüssen von Performance Materials stieg, getrieben von Währungseffekten, der Integration von AZ sowie der guten Volumenentwicklung, stark um 26,5 % auf 1,1 Milliarden Euro (2014: 0,9 Milliarden Euro).

Für 2016 rechnet Merck mit einem leichten organischen Umsatzwachstum und geht infolge der Akquisition von Sigma-Aldrich beim Umsatz zudem von einem positiven Portfolioeffekt im niedrigen zweistelligen Prozentbereich aus. Aufgrund der erwarteten operativen Entwicklung und dem Zukauf von Sigma-Aldrich rechnet Merck im Jahr 2016 mit einem Anstieg des Ebitda vor Sondereinflüssen im niedrigen zweistelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr.

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