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LIM-Systeme

LIMS-Anwendung für das Web

| Autor/ Redakteur: Udo Hanisch* / LP-Redaktion

LIM-Systeme müssen leicht zu erweitern sein und der Workflow muss sich schnell auf veränderte Anforderungen angepassen lassen. Hierbei helfen webfähige .net-Applikationen.

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Abb. 1 Da die Datenmenge im Labor stetig wächst, fällt dem LIMS eine immer größerer Wichtigkeit zu.
Abb. 1 Da die Datenmenge im Labor stetig wächst, fällt dem LIMS eine immer größerer Wichtigkeit zu.
( Archiv: Vogel Business Media )

Seit mehr als 25 Jahren entwickelt das Unternehmen AJ Blomesystem LIM-Systeme und hat in dieser Zeit mehr als 400 Kundenimplementierungen vorgenommen. Mit der Entwicklung von Labbase web geht AJ Blomesystem konsequent auf das Ziel der Service-orientierten Architektur (SOA) zu. Damit verfolgt das Unternehmen weiterhin das Konzept der Enterprise Application Integration (EAI) bzw. der Unternehmensanwendungsintegration (UAI) zur Einbindung der Geschäftsfunktionen entlang der Wertschöpfungskette.

Das LIM-System trennt Datenbank, Applikation und Client durch eine flexible Mehrschichtapplikation (Multi-Tier-Architektur). Durch die webfähige .net-Applikation kann das System je nach Benutzerlast auf verschiedene Server verteilt werden. Hier kommt eine horizontale und vertikale Skalierbarkeit zum Tragen. Durch die leichte Erweiterbarkeit und den konfigurierbaren Workflow kann schnell auf veränderte Anforderungen und sich weiterentwickelnde Geschäftsprozesse reagiert werden.

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Die Software erfüllt die Anforderungen der US Food and Drug Administration (FDA, 21 CFR Part 11), der ISO 17015 und die Anforderungen von GxP. Dementsprechend verfügt sie über eine Audit-Trail-Funktion, mit der alle Änderungen aufgezeichnet werden. Neben den klassischen Informationen „alter Wert, neuer Wert, Wer, Wann, Warum“ wird gleichzeitig die Transaktion erfasst.

In der integrierten Dokumentenverwaltung können alle durch die Applikation erzeugten Dokumente abgelegt werden. In diesem Modul werden auch weitere Dokumente wie Arbeitsanweisungen und SOP’s erfasst.

Mit dem LIMS ist Standortübergreifende Bearbeitung möglich

Über ein Organisations-Modul lassen sich interne und externe Organisationseinheiten abbilden. Diese Einheiten können in Labore und Arbeitsbereiche unterteilt werden. Durch diesen strukturierten Aufbau ist eine Bearbeitung von Daten in unterschiedlichen Arbeitsbereichen möglich. Die standortübergreifende Bearbeitung ist somit schon in der Standardparametrisierung durch einfache Stammdatenpflege möglich.

Durch die konfigurierbare Statemachine lassen sich außerdem unterschiedliche Life-Cycle-Szenarien abbilden. So kann bei einem Statusübergang eine beliebige Anzahl von definierten Aktionen ausgeführt werden. Das kann z.B. der Versand von E-Mails bei festgelegten Bewertungen der Ergebnisse sein oder das Vier-Augen-Prinzip bei GLP-Proben. Hierbei spielt es keine Rolle, ob es sich bei einem Statusübergang um Stammdaten oder Probendaten handelt. Die Statemachine kann für jedes Modul mit seinen spezifischen Statusübergängen eingestellt werden. Eine weitere Einsatzmöglichkeit für die Statemachine ist die Überprüfung abhängiger Datensätze. Beispiel: Eine Arbeitsanweisung kann nicht außer Kraft gesetzt werden, solange sie noch von abhängigen Methoden verwendet wird. Diese Abhängigkeiten sind ebenfalls parametrisierbar.

Die klassischen LIMS-Funktionen über die Probenanlage, Probenbearbeitung im Probendialog, Arbeitslisten oder sonstigen frei wählbaren Gruppierungen sind Basiskomponenten von Labbase web. Der Ausdruck von Probenlaufzetteln und Etiketten mit Gefahrstoffsymbolen ist ebenso möglich wie das papierarme Büro mit automatisierter Datenübernahme von Analysengeräten. Die Probenplanung kann auf unterschiedliche Weise erfolgen: über spezielle Dialoge für externe Kunden, über eine Schnittstelle zu einem übergeordneten ERP-System wie z.B. das von SAP oder durch die integrierte Probenplanung.

Durch die flexible Handhabung von Grenzwertlisten können Grenzwertverletzungen auf unterschiedlichste Weise behandelt werden. Zu jedem Grenzwert können Aktionen hinterlegt werden. Hier reichen die Möglichkeiten von der einfachen Markierung bis hin zum Versand von E-Mails analog der Statemachine. Die Grenzwertverwaltung unterstützt quantitative und qualitative Grenzwerte gleichermaßen. Bei attributiven Merkmalen kann ebenfalls eine Werteliste hinterlegt werden, in der die möglichen Ergebnistexte mit der für die gewählte Methode spezifischen Bewertung zusammengefasst sind.

Für die Befunderstellung wird Crystal Reports als Standard-Berichtstool verwendet, mit dem flexible Berichte erstellt und frei gestaltet werden können. Die Berichte können als E-Mail oder Fax versendet werden oder auf jeden beliebigen Drucker, der in der Organisationseinheit hinterlegt ist, automatisch gedruckt werden.

Durch integrierte Testalgorithmen zur Erst- und Revalidierung verringert sich der Aufwand bei der Implementierung vor Ort und nach Erweiterungen erheblich. Auch dies ist ein wichtiger Aspekt, Implementierungszeiten zu minimieren und dadurch Kosten zu senken. Labbase web erfüllt die Anforderungen nach einem Standardsystem und einer an den Workflow des Kunden angepassten Lösung gleichermaßen. Dies bietet die Vorteile einer kostengünstigen, flexiblen LIMS–Lösung und die Nutzung zukünftiger Updates und Upgrades.

*U. Hanisch, AJ Blomesystem GmbH, 51674 Wiehl

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