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Biopharmazeutika Märkte sind für Biosimilars besser als Quoten

| Redakteur: Tobias Hüser

Der Vorstoß zu gesetzlichen Biosimilarquoten von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ist aus Sicht des Verbands der deutschen Pharma-Unternehmen (Vfa) nicht erforderlich. Der Markt für Biosimilars sei auf einem guten Weg und bekomme gerade noch mehr Schwung, weil große Patente auslaufen und die Konkurrenz wächst.

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Der Arzt muss entscheiden und wissen, welches Medikament sein Patient erhält - sagt der Vfa.
Der Arzt muss entscheiden und wissen, welches Medikament sein Patient erhält - sagt der Vfa.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Berlin – „Dass Jens Spahn in einer solchen Situation mehr auf Quoten als auf Märkte setzt, ist unverständlich. Das wirkt wie Staatsmedizin-light," sagt Birgit Fischer, Hauptgeschäftsführerin des Vfa. Für Fischer ist es ein merkwürdiges Verfahren, zwei Tage vor dem Start des Pharmadialoges von Politik und Wirtschaft via Presse von wichtigen Fragen der Arzneimittelpolitik zu hören.

„Der geplante automatische Austausch von Biopharmazeutika in der Apotheke schränkt zudem die Therapiefreiheit der Ärzte ein: Der Arzt muss entscheiden und wissen, welches Medikament sein Patient erhält. Diese Entscheidung darf nicht auf die Apotheken verlagert werden. Schließlich will der Patient darauf vertrauen können, dass sein Arzt die Therapie steuert“, so Fischer. Die Sache würde auch nicht dadurch besser werden, wenn die Gesundheitsverwaltung (Gemeinsamer Bundesausschuss) bei Biopharmazeutika entscheidet, welche Medikamente austauschbar sein sollen und welche nicht.

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Was sind Biosimilars?

Nachahmerpräparate von Biopharmazeutika heißen Biosimilars. Inzwischen sind in Europa 34 Biosimilars aus 15 Wirkstoffgruppen zugelassen. Ein Biosimilar und das Originalpräparat, von dem es abgeleitet ist, sind grundsätzlich gleichwertig; identisch sind sie jedoch nicht. So gibt es bei ihnen kleine Unterschiede in der molekularen Zusammensetzung.

Biosimilars brauchen in Deutschland auch keine "Starthilfe" mehr: In Marktsegmenten, in denen es Biosimilars gibt, haben diese inzwischen bis zu 80 % Verordnungsanteil (gerechnet nach Tagesdosen). Bei dem zur Rheuma- und Krebstherapie seit April 2017 zugelassenen Antikörper Rituximab haben die Biosimilars bereits einen Anteil von über 50 % erreicht.

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