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LABORPRAXIS-Newsticker Merck zeichnet US-Chemiker für Syntheseforschung aus

Aktualisiert am 24.05.2022 Quelle: dpa

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Aktuelle Nachrichten aus Labortechnik, Pharmaindustrie und den Naturwissenschaften
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(Bild: ©viperagp - stock.adobe.com )

23. Mai

Darmstadt (dpa/lhe) 16:58 Uhr – Merck zeichnet US-Chemiker für Syntheseforschung aus

Der amerikanische Chemiker John F. Hartwig ist vom Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern Merck mit der «Emanuel-Merck-Vorlesung» ausgezeichnet worden. Merck würdigt mit dem Wissenschaftspreis die Forschungen des US-Amerikaners in der metallorganischen Chemie. Die Arbeiten Hartwigs seien «bahnbrechende Beiträge zur Weiterentwicklung der synthetischen Chemie», erklärte Ulrich Betz vom Merck-Innovationsmanagement am Montag. Hartwigs Untersuchungen hätten Synthesen «auf ein neues Niveau» gebracht.

Der 57 Jahre alte Chemieprofessor von der University of California in Berkeley hat über 450 Artikel in wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlicht und hält 21 Patente. Hartwig, der inzwischen auch am Abbau von Plastikabfall forscht, ist einer der Entdecker der 1994 beschriebenen Buchwald-Hartwig-Kupplungsreaktion. Diese Entdeckung war so grundlegend, dass sie seit vielen Jahren bei Synthesen zahlreicher Medikamente - zum Beispiel gegen Schuppenflechte und gegen Depression - sowie Agrarchemikalien industriell eingesetzt werden kann, wie Merck mitteilte.

Merck vergibt den Preis «Emanuel-Merck-Vorlesung» seit 1993. Unter den inzwischen 17 Preisträgerinnen und Preisträgern sind auch Nobelpreisträger. Die Auszeichnung ist nach dem Apotheker Emanuel Merck benannt, der im 19. Jahrhundert das Pharmaunternehmen gründete. Sie ist mit 30 000 Euro dotiert und mit einer Preisträger-Vorlesung an der Technischen Universität Darmstadt verbunden.

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Darmstadt (dpa) 13:26 Uhr – Merck investiert 440 Millionen Euro in Irland

Der Pharma- und Chemiekonzern Merck erweitert seine Kapazitäten für die Herstellung von Membranen und Filtrationsprodukten am irischen Standort Cork. Der Konzern investiert rund 440 Millionen Euro über fünf Jahre in zwei Projekte, teilte das Dax-Unternehmen am Montag in Darmstadt mit. Für die Sparte mit Laborbedarf («Life Science») von Merck sei es die bislang größte Investition an einem Einzelstandort, hieß es. Bis Ende 2027 sollen dadurch mehr als 370 Arbeitsplätze entstehen.

«Mit dieser 440-Millionen-Euro-Erweiterung unseres Standorts in Cork können wir - zusammen mit anderen großen Investitionen weltweit - den Mehrwert für unsere Kunden bei der Entwicklung und Produktion ihrer Spezialmedikamente, Impfstoffe und Diagnostika weiter erhöhen», sagte Merck-Chefin Belén Garijo.

Merck hat in seiner stark wachsenden Laborsparte bereits eine Reihe von Investitionen bekannt gegeben, darunter in Wuxi (China), Carlsbad (USA) und Molsheim (Frankreich). Merck profitiert im Geschäft mit Produkten und Dienstleistungen rund um die Arzneiherstellung auch von der Forschung an Covid-Impfstoffen. Das Unternehmen beliefert zahlreiche Impfstoffentwickler weltweit, darunter Biontech aus Mainz.

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