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LABORPRAXIS-Newsticker Affenpocken: WHO-Notfallausschuss in Genf

Aktualisiert am 23.06.2022 Quelle: dpa

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Aktuelle Nachrichten aus Labortechnik, Pharmaindustrie und den Naturwissenschaften
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(Bild: ©viperagp - stock.adobe.com )

23. Juni

Genf (dpa) 4:00 Uhr – Affenpocken: WHO-Notfallausschuss in Genf

Die Zahl der Affenpocken-Nachweise steigt in Deutschland und mehr als 40 anderen Ländern. Die Weltgesundheitsorganisation

(WHO) hat deshalb einen Affenpocken-Notfallausschuss einberufen. Unabhängige Fachleute beraten am Donnerstag, ob die öffentliche Gesundheit in größerem Umfang bedroht ist. Dann würden sie die Ausrufung einer «Notlage von internationaler Tragweite» empfehlen. Letztlich liegt die Entscheidung bei der WHO. Das Ergebnis der Beratungen des Expertenrats dürfte erst am Freitag bekannt werden.

Was bedeutet es, wenn eine Notlage ausgerufen wird? Die Erklärung einer Notlage (PHEIC - Public Health Emergency of International Concern) ist die höchste Alarmstufe, die die WHO zünden kann. Unmittelbare praktische Auswirkungen hat das nicht. Vielmehr soll dies die Aufmerksamkeit der 194 Mitgliedsländer erhöhen. Der Expertenrat gibt Empfehlungen: etwa, dass Kliniken und Praxen nach Fällen Ausschau halten und mit Aufklärung dafür sorgen sollen, dass sich möglichst wenig Menschen anstecken. Der Rat begutachtet auch «das Risiko einer internationalen Ausbreitung und Risiken für den internationalen Verkehr», sagt WHO-Sprecherin Carla Drysdale. Welche Schlüsse Regierungen daraus ziehen, bleibt ihnen selbst überlassen.

Muss die Welt sich auf eine Pandemie wie mit dem Coronavirus einstellen? Nein. Zwar hat die WHO auch nach dem Auftauchen von Sars-CoV-2 am 30. Januar 2020 eine «Notlage von internationaler Tragweite» erklärt.

Aber die Krankheiten lassen sich überhaupt nicht miteinander vergleichen. Affenpocken werden nach bisherigem Kenntnisstand hauptsächlich durch engen Körperkontakt von Mensch zu Mensch übertragen. Nach WHO-Angaben sind 99 Prozent der bisher Betroffenen Männer bis 65 Jahre, die Sex mit Männern haben. Generell kann sich aber jeder infizieren, der engen körperlichen Kontakt mit Infizierten hat.

Wie ist die Lage in Deutschland? Mit Stand 22. Juni haben 14 Bundesländer Affenpocken-Nachweise gemeldet, mit insgesamt rund 520 Betroffenen. Eine weitere Zunahme wird erwartet. «Es scheint weiterhin möglich, den aktuellen Ausbruch in Deutschland zu begrenzen, wenn Infektionen rechtzeitig erkannt und Vorsichtsmaßnahmen umgesetzt werden», schreibt das Robert Koch-Institut.

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