English China

LABORPRAXIS-Newsticker DHL Supply Chain baut Life Sciences and Healthcare Campus aus

Aktualisiert am 17.08.2022 Quelle: dpa

Anbieter zum Thema

Aktuelle Nachrichten aus der Laborbranche, Entdeckungen aus den Naturwissenschaften, Meldungen aus der Pharmaindustrie, der Energiepolitik und weitere branchenrelevante News finden Sie hier im LABORPRAXIS-Newsticker. Der Beitrag wird fortlaufend aktualisiert.

Aktuelle Nachrichten aus Labortechnik, Pharmaindustrie und den Naturwissenschaften
Aktuelle Nachrichten aus Labortechnik, Pharmaindustrie und den Naturwissenschaften
(Bild: ©viperagp - stock.adobe.com )

17. August

Bonn (DHL) 10:32 Uhr – DHL Supply Chain baut seinen Life Sciences and Healthcare Campus im Hessischen Florstadt aus

DHL Supply Chain, der auf Kontraktlogistik spezialisierte Bereich von Deutsche Post DHL Group, hat in Florstadt bei Frankfurt am Main, seinen bestehenden Life Sciences & Healthcare (LSH) Campus weiter ausgebaut. Die neue Niederlassung erweitert den auf Pharma- und Medizinprodukte ausgelegten Multi-User-Campus um ein drittes Logistikzentrum mit einer Fläche von 32.000 m2. Das neue Logistikzentrum liegt fußläufig sowohl zu dem bestehenden Lager, das DHL seit 2015 für einen führenden Arzneimittelhersteller betreibt sowie zu einer zweiten Niederlassung, die im Januar 2018 ihren Betrieb aufgenommen hat und für verschiedene namhafte Kunden aus dem Medizin- und Gesundheitssektor tätig ist.

Der Multi-User-Campus bietet Platz für gleich mehrere Kunden, die effiziente Logistik in Deutschland, Europa oder weltweit benötigen. DHL bietet Anbietern von medizinischen und pharmazeutischen Produkten in Florstadt Komplettlösungen, angefangen von der üblichen Einlagerung und Kommissionierung, über Value Added Services, wie Kitting, Labeling oder Sampling bis hin zu hochkomplexen, automatisierten Logistiklösungen.

Der Standort verfügt über eine Zulassung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG). In einem dedizierten Bereich wurden dort Kapazitäten von 10.000 Palettenstellplätzen geschaffen. Zudem stehen rund um die Uhr verschiedene temperaturkontrollierte Bereiche – Ambient-, Kühl- und Tiefkühlbereiche für Temperaturen von bis zu minus 20 Grad – zur Verfügung. Auch Reinräume können auf Kundenwunsch eingerichtet werden.

Der LSH-Campus Florstadt trägt zudem alle wesentlichen LSH-Zertifizierungen, wie GMP, GDP und ISO 13485, und bleibt bei sich ändernden Vorschriften stets auf dem Laufenden.

LABORPRAXIS-Newsletter Bleiben Sie auf dem Laufenden mit unserem Newsletter. Melden Sie sich gleich an und wir senden Ihnen kostenfrei die neuesten Forschungsnachrichten und Artikel zu aktuellen Wissenschaftsthemen zu.

Darmstadt (Merck) 9:36 Uhr – Merck kauft Chemiegeschäft von Mecaro

Merck, ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen, hat eine endgültige Vereinbarung zur Übernahme des Chemiegeschäfts von Mecaro Co. Ltd. (Mecaro) unterzeichnet, einem in Korea ansässigen und börsennotierten Hersteller von Heizblöcken und chemischen Precursor-Produkten für Halbleiter. Die Akquisition ist Teil des Wachstumsprogramms „Level Up“ des Unternehmensbereichs Electronics von Merck. Dieses sieht von 2021 bis 2025 Investitionen von deutlich mehr als 3 Mrd. € vor und setzt dabei auf vier sich gegenseitig unterstützende Kernprioritäten: Kapazität, Technologie, Portfolio und Fähigkeiten. Das Chemiegeschäft von Mecaro besteht aus rund 100 Mitarbeitenden und entwickelt und produziert in erster Linie Precursor-Produkte für die Dünnschichtabscheidung.

Die Transaktionssumme umfasst eine Vorauszahlung in Höhe von 75 Mio. € sowie an das Erreichen von Meilensteinen geknüpfte Zahlungen von bis zu 35 Mio. €, was einem Gesamtwert der Transaktion von bis zu 110 Mio. € entspricht. Der Abschluss der Transaktion wird für das vierte Quartal 2022 erwartet und steht unter dem Vorbehalt der behördlichen Freigabe sowie der Erfüllung weiterer üblicher Abschlussbedingungen.

15. August

London (dpa) 16:41 Uhr – Großbritannien lässt ersten Doppelimpfstoff gegen Corona zu

Die britische Arzneimittelbehörde MHRA hat als erste weltweit eine Zulassung für einen Impfstoff gegen verschiedene Varianten des Coronavirus erteilt. Wie das Gesundheitsministerium in London am Montag mitteilte, schützt das Präparat mit dem Namen «Spikevax bivalent Original/Omicron» des US-Pharmaunternehmens Moderna sowohl gegen die ursprüngliche Corona-Variante als auch gegen Omikron.

Der Impfstoff biete eine gute Immunreaktion sowohl gegen die Omikron-Subvariante BA.1 als auch gegen das Virus, wie es 2020 im Umlauf war, hieß es in der Mitteilung. Zudem habe eine Forschungsanalyse gezeigt, dass der Impfstoff auch gegen die Omikron-Subvarianten BA.4 und BA.5 Wirkung zeige. Die Nebenwirkungen seien mild, so wie bei dem ersten Moderna-Impfstoff. Ernste Sicherheitsbedenken gebe es keine.

Der Impfstoff soll im Herbst als Booster zur Verfügung stehen. Alle über 50-Jährigen und bestimmte Risikogruppen sollen in Großbritannien von September an eine Auffrischungsimpfung in der einen oder anderen Form erhalten.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

Frankfurt/Berlin (dpa) 15:35 Uhr – Chemie-Industrie will staatliche Zuschüsse für Gasumlage

Die deutsche Chemie-Industrie sieht sich mit der geplanten Gasumlage stark belastet. Auf die Branche kämen zusätzliche Belastungen von mehr als 3 Milliarden Euro zu, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes VCI, Wolfgang Große Entrup, am Montag. Die Umlage sei zwar volkswirtschaftlich das beste Modell, bedeute aber für die ohnehin hart getroffene Branche eine «extrem bittere Pille». Die Umlage müsse durch staatliche Zuschüsse möglichst gering gehalten werden. Die Mittel dazu könnten aus Mehreinnahmen bei der Umsatzsteuer in Folge der hohen Energiepreise gegenfinanziert werden.

Die Maschinenbauer rechnen ebenfalls mit einer deutlichen Belastung durch die Gasumlage. «Zusammen mit massiv steigenden Gas- und Strompreisen bis hin zu Problemen, überhaupt Angebote zu bekommen, wird die Energieversorgung zur massiven Herausforderung für den Mittelstand», sagte Thilo Brodtmann, Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes VDMA. «Bei den Gaspreisen gehen wir davon aus, dass wir mittelfristig im Vergleich zum Vorkrisenniveau mindestens eine Verdreifachung sehen werden.» Bei den Strompreisen sei eine Vorhersage nicht möglich. «Zunehmend sind unsere Mitglieder damit konfrontiert, dass Versorger Neuverträge als so riskant einschätzen, dass sie keine Angebote machen oder nur mit einer minimalen Gültigkeitsdauer.»

Labortechnik zum Anfassen

Freier Eintritt und kostenlose Vorträge auf der LAB-SUPPLY

Informieren Sie sich umfassend und fachspezifisch über die neuesten Technologien in der Laborbranche. Vergleichen Sie Hersteller von Laborgeräten, Laborzubehör und Laborausstattung direkt vor Ort und knüpfen Sie neue Kontakte. Die Experten vor Ort beantworten Ihre Fragen zu bestimmten Techniken, Anwendungen, Methoden und Richtlinien und ganz nebenbei können Sie sich weiterbilden.

Jetzt zur LAB-SUPPLY informieren

10. August

Hamburg (dpa) 12:13 Uhr – Studie: Erhöhte Metallkonzentrationen um Windanlangen in der Nordsee

Der Korrosionsschutz an Offshore-Anlagen könnte nach einer neuen Studie zu erhöhten Konzentrationen von Metallen im Meerwasser und Meeresboden führen. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie untersuchte in Kooperation mit dem Helmholtz-Zentrum Hereon (Geesthacht) Wasser- und Bodenproben aus der Umgebung von Windparks in der Nordsee. Dabei habe das Forscherteam vereinzelt erhöhte Konzentrationen von Aluminium, Zink, Indium und Gallium beobachtet, teilte das Bundesamt am Mittwoch in Hamburg mit. Im Sediment seien vereinzelt auch lokal erhöhte Konzentrationen von Blei gefunden worden.

Die Metalle werden in sogenannten Opferanoden verwendet, die die Korrosion der Offshore-Stahlkonstruktionen verhindern, sich dabei aber selbst auflösen. Indium und Gallium kommen natürlicherweise kaum im Meer vor. Sie gelten darum als sogenannte Tracer, die die Herkunft der Emissionen aus den Opferanoden verraten. Nach aktuellen Erfahrungen gelangen den Angaben zufolge 150 bis 750 Kilogramm des Anodenmaterials pro Jahr und Windanlage in die Meeresumwelt.

Die festgestellten Konzentrationen im Wasser und im Sediment bewegten sich größtenteils im Rahmen der bekannten Variabilität für die Nordsee, hieß es. Die vereinzelt erhöhten Werte könnten möglicherweise auf bestimmte Wetterlagen zurückzuführen sein, bei denen das Wasser um die Offshore-Anlagen nur minimal durchmischt wurde. Die Ursachen der lokal erhöhten Bleikonzentrationen seien bislang nicht eindeutig identifizierbar.

8. August

Göttingen (dpa/lni) 19:32 Uhr – Sartorius übernimmt britischen Biopharmazeutika-Spezialisten

Der Pharma- und Laborausrüster Sartorius verstärkt sich im Bereich Biopharmazeutika. Über die in Frankreich gelistete Tochter Sartorius Stedim Biotech würden 100 Prozent der bislang von Privatinvestoren gehaltenen Anteile von Albumedix übernommen, teilte Sartorius am Montagabend mit. Der Kaufpreis liege bei 415 Millionen britische Pfund.

Albumedix mit Sitz in England sei ein führender Anbieter von Lösungen auf Basis rekombinanten Albumins, hieß es in der Mitteilung weiter. Dieses sei ein wichtiger Baustein bei der Herstellung innovativer Biopharmazeutika, besonders für Modalitäten wie Zelltherapien, Virustherapien und Impfstoffe. Albumedix habe mehr als 100 Mitarbeiter und werde 2022 voraussichtlich einen Umsatz von rund 33 Millionen Britischen Pfund bei einer deutlich zweistelligen Ebitda-Marge erzielen. Die Transaktion stehe unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen und solle vor Ende des dritten Quartals 2022 abgeschlossen werden.

New York (dpa) 14:36 Uhr – Milliardendeal: Pfizer kauft Global Blood Therapeutics

Der Pharmakonzern Pfizer will mit dem milliardenschweren Zukauf von Global Blood Therapeutics (GBT) seinen Geschäftsbereich mit seltener Hämatologie stärken. Pfizer werde alle ausstehenden Aktien des biopharmazeutischen Unternehmens für 68,50 US-Dollar pro Papier in bar erwerben, teilte Pfizer am Montag in New York mit. Damit werde GBT mit etwa 5,4 Milliarden US-Dollar (5,3 Mrd. Euro) bewertet, einschließlich Schulden und abzüglich der erworbenen Barmittel. Die Verwaltungsräte beider Unternehmen hätten die Transaktion einstimmig genehmigt.

Die geplante Übernahme werde das Wachstum von Pfizer vorantreiben, hieß es weiter. So sei GBT führend in der Behandlung der Sichelzellanämie. Bei Sichelzellanämie handelt es sich um eine Erbkrankheit, bei der sich die roten Blutkörperchen verformen. Die Entstehung der Sichelform beruht auf einem Gendefekt. GBT hat zur Behandlung der Sichelzellkrankheit Tabletten entwickelt, die unter anderem in den USA und in der EU zugelassen sind. Zudem ist das Unternehmen dabei, weitere Medikamente zur Behandlung der Krankheit zu entwickeln. Insgesamt habe die Pipeline von GBT ein Potenzial für einen weltweiten Spitzenumsatz von mehr als drei Milliarden US-Dollar, hieß es.

Ulm (Witec) 12:37 Uhr – Witec vergibt den Paper Award 2022

Witec vergibt die Paper Awards 2022 an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den USA, Deutschland und China und würdigt damit deren Arbeiten in den Bereichen Zementchemie, Pharmazie und Methanhydratchemie. Der Witec Paper Award zeichnet jedes Jahr drei wissenschaftliche Publikationen aus, die mit einem Witec-Mikroskop aufgenommene Daten enthalten. Zum diesjährigen Wettbewerb wurden mehr als 100 Beiträge eingereicht. Witec gratuliert den Gewinnerinnen und Gewinnern und dankt allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Mainz (dpa) 8:00 Uhr – Biontech im ersten Halbjahr noch einmal mit kräftigen Zuwächsen

Das Pharmaunternehmen Biontech hat seinen Umsatz im ersten Halbjahr im Vergleich zur ersten Hälfte 2021 um 30,1 Prozent auf 9,57 Milliarden Euro gesteigert. Der Nettogewinn legte um 37,2 Prozent auf 5,37 Milliarden Euro zu, wie das Unternehmen am Montag in Mainz mitteilte.

In der Betrachtung allein des zweiten Quartals gab es allerdings sowohl beim Umsatz (minus 39,8 Prozent auf 3,20 Milliarden) als auch beim Gewinn (minus 40,0 Prozent auf 1,67 Milliarden) einen Rückgang im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Corona-Impfstoffhersteller führte dies darauf zurück, dass die dynamische Entwicklung der Pandemie «zu einer Verschiebung von Aufträgen und damit zu Schwankungen bei den Quartalsumsätzen» führe. Das Unternehmen bestätigte seine Prognose für das Gesamtjahr 2022 mit Covid-19-Impfstoff-Umsätzen von 13 bis 17 Milliarden Euro.

Biontech teilte mit, dass in diesem Monat eine klinische Studie zu einem an die Omikron-Varianten BA.4 und BA.5 angepassten Impfstoff beginnen werde. Falls die zuständigen Behörden dies genehmigten, könnten erste Dosen ab Oktober ausgeliefert werden. Zuvor hatte Biontech bereits einen an die Variante BA.1 angepassten Impfstoff entwickelt. Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat Mitte Juni das Prüfverfahren für diesen Impfstoff der Hersteller Biontech und Pfizer gestartet. Die EMA prüft zudem einen angepassten Impfstoff des US-Herstellers Moderna, der ebenso wie das Vakzin von Biontech/Pfizer auf der mRNA-Technologie basiert. Bisher ist noch kein Impfstoff in der EU zugelassen, der auch auf Varianten des Corona-Virus zielt.

5. August

Greifswald (dpa) 11:38 Uhr – Wendelstein 7-X startet mit Bundesforschungsministerin in neue Phase

Nach der Fertigstellung des Fusionsforschungsreaktors Wendelstein 7-X in Greifswald eröffnet Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) am kommenden Dienstag die nächste Phase der Experimente. Die Kernfusion im Reaktor soll die Prozesse in der Sonne nachvollziehen, die Technologie steckt aber noch im Stadium der Erforschung. Perspektivisch soll die Kernfusion einen Beitrag zur klimaneutralen Energiegewinnung leisten.

In der «Ostsee-Zeitung» (Freitag) formulierte Thomas Klinger vom Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Greifswald das Ziel der ab Herbst geplanten Experimente. «Wir wollen in der Anlage Plasmapulse von bis zu 30 Minuten Länge bei 50 Millionen Grad erzeugen», sagte er. «Damit würden wir zeigen, dass der Fusionstyp "Stellarator" für den Dauerbetrieb geeignet ist.» Plasmapulse von dieser Länge und diesen Temperaturen seien bislang nirgendwo auf der Welt erzeugt worden. Die Höchstwerte lägen bei etwa 100 Sekunden.

Fusionsenergie erzeugt Wendelstein 7-X demnach aber noch nicht. Dafür sei die Anlage zu klein, sagte Klinger in dem Interview. Für die Erzeugung von Energie aus Kernfusion sei eine deutlich größere Maschine nötig. Klinger rechnet nach eigenen Worten Mitte der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts mit einem Fusionskraftwerk, das tatsächlich Städte, Haushalte und Betriebe mit Strom und Wärme versorgt. «Vielleicht schon 2060.»

Jena (dpa) -7:49 Uhr – Carl Zeiss Meditec steigert Umsatz

Der Medizintechnikkonzern Carl Zeiss Meditec hat in den ersten neun Monaten seines Geschäftsjahres 2021/22 trotz der Engpässe in der Lieferkette kräftig zugelegt. Beim Spezialisten für OP-Mikroskope, Laser und Linsen für die Augenheilkunde zog der Umsatz in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres um elf Prozent auf 1,33 Milliarden Euro an. Der operative Gewinn ging dagegen leicht zurück. Das lag vor allem daran, dass im Vorjahr wegen der Corona-Pandemie deutlich geringere operative Kosten anfielen. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) sei um gut zwei Prozent auf 276 Millionen Euro gesunken, teilte das im MDax notierte Unternehmen am Freitag in Jena mit.

Umsatz und Ergebnis fielen damit in etwa so aus, wie Experten es erwartet hatten, ebenso wie der konkretisierte Jahresausblick. Demnach wird ein Umsatz von mindestens um die 1,8 Milliarden Euro erwartet - das wären rund neun Prozent mehr als im Vorjahr. Damit nennt der Vorstand erstmals eine konkrete Zahl - bisher war ein Umsatzplus im Rahmen des Marktwachstums in Aussicht gestellt worden. Die Marge gemessen am Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) dürfte im oberen Bereich der bisherigen Prognosespannbreite von 19 bis 21 Prozent liegen. Mittelfristig soll die Profitabilität nachhaltig über der Marke von 20 Prozent liegen.

Mainz (dpa/lrs) 4:01 Uhr – Minister: Mainz auf gutem Weg zum führenden Biotechnologie-Standort

Der rheinland-pfälzische Wissenschaftsminister Clemens Hoch sieht Rheinland-Pfalz bei der Entwicklung zu einem führenden Standort in der Biotechnologie auf einem guten Weg. «Meine Vision ist, dass die Menschen in zehn Jahren an Mainz denken, wenn es um ihr Immunsystem geht. So wie wir automatisch an Heidelberg denken, wenn es um die Behandlung von Krebs geht», sagte der SPD-Politiker im Redaktionsgespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. «Die Impfung gegen Krebs steht nach wie vor über allem.»

Bisher habe Rheinland-Pfalz bei der Forschungsförderung «einen strukturellen Nachteil». «Wir sind das einzige Bundesland neben Thüringen, das noch gar kein Helmholtz-Zentrum hat», sagte der Minister. «Und bei der Verteilung der Forschungsgelder ist Rheinland-Pfalz mit ganz großem Abstand auf dem letzten Platz.» Das Bundesland sei eben kein historisch gewachsener Forschungsstandort gewesen. «Jetzt sind wir der Forschungsstandort, auf den die Welt blickt in der Immunologie und der Biotechnologie.»

4. August

Augsburg (dpa) 0:03 Uhr – Bund fördert Corona-Nasenspray mit 1,7 Millionen Euro

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie fördert die Bundesregierung erstmals die Entwicklung eines nasalen Impfstoffs. Das Projekt der Universitätsklinik München namens Zell-Trans werde mit knapp 1,7 Millionen Euro unterstützt, sagte Forschungsministerin Bettina Stark-Watzinger der «Augsburger Allgemeinen» (Donnerstag).

Der Impfstoff soll per Nasenspray auf die Nasenschleimhaut aufgetragen werden, also ohne Nadel. Damit könne er «direkt dort seine Wirkung entfalten, wo das Virus in den Körper eindringt», sagte die FDP-Politikerin. Mit dem Schleimhautimpfstoff würden Coronaviren direkt im Nasen-Rachen-Raum bekämpft und können sich dort gar nicht erst festsetzen. Damit könnte das Präparat im Idealfall nicht nur vor symptomatischen Erkrankungen schützen, sondern gleich vor einer Infektion.

Darmstadt (dpa) 7:31 Uhr – Merck KGaA bleibt auf Wachstumskurs

Der Pharma- und Chemiekonzern Merck KGaA hat im zweiten Quartal seinen Schwung vom Jahresanfang mitnehmen können. Alle Unternehmensbereiche hätten zu einem starken organischen Umsatzwachstum beigetragen, teilte der Konzern am Donnerstag bei der Vorlage seiner Halbjahreszahlen mit. Treiber beim operativen Ergebnis war vor allem der Unternehmensbereich Life Science. Außerdem profitierte Merck von positiven Währungseffekten, weshalb das Management auch zuversichtlicher für das Gesamtjahr wird. Konzernchefin Belen Garijo zeigte sich entsprechend zufrieden. «Ein Rekordquartal bei Life Science, die gute Entwicklung unserer neuen Healthcare-Produkte und das zweistellige Wachstum von Semiconductor Solutions innerhalb von Electronics zeigen die Stärke unseres global diversifizierten Geschäfts», sagte sie.

Der Konzernumsatz stieg im zweiten Quartal um über 14 Prozent auf 5,6 Milliarden Euro. Davon blieben als bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes Ebitda) mit 1,8 Milliarden Euro gut 13 Prozent mehr als letztes Jahr, was einer Marge von 32 Prozent entspricht. Dabei konnte Merck einen Teil seiner gestiegenen Kosten durch Preiserhöhungen weitergeben.

Leverkusen (dpa) 8:16 Uhr – Bayer hebt Jahresausblick an

Starke Agrargeschäfte und eine rege Nachfrage nach rezeptfreien Erkältungs- und Allergiemitteln stimmen Bayer für 2022 optimistischer. Bereinigt um Wechselkurseffekte erwartet Bayer laut einer Mitteilung vom Donnerstag für 2022 nun einen Umsatz von 47 bis 48 Milliarden Euro, nach bisher etwa 46 Milliarden Euro. Dies entspreche einem Plus von etwa 8 Prozent statt bisher etwa 5 Prozent. Als bereinigtes operativen Ergebnis (Ebitda) sollen auf Basis konstanter Wechselkurse rund 12,5 (alt etwa 12,0) Milliarden Euro hängen bleiben.

Anders als 2021, als hauptsächlich der schwache brasilianische Real belastet hatte, liefert der schwache Euro jetzt Rückenwind. Auf Basis der Wechselkurse vom 30. Juni ergeben sich daher ein Umsatzziel von

50 bis 51 Milliarden Euro und ein operatives Gewinnziel von etwa 13 Milliarden Euro. Das ist beim Umsatz etwas mehr als von Analysten erwartet, beim operativen Gewinn aber etwas weniger.

Köln (Lanxess) 9:00 Uhr – Gesamte Lieferkette soll klimaneutral werden

Der Spezialchemiekonzern Lanxess geht beim Klimaschutz den nächsten Schritt und hat sich ein Ziel für die Scope-3-Emissionen gesetzt: Der Konzern will seine vor- und nachgelagerten Lieferketten bis 2050 klimaneutral machen. Das umfasst indirekt entstehende Emissionen insbesondere bei eingekauften Rohstoffen, aber auch in der Logistik und bei den Endprodukten. Bis 2030 sollen die Scope-3-Emissionen um 40 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2015 sinken, von 27.000 auf dann 16.500 Kilotonnen CO2-Äquivalente. Für direkte Emissionen in der Produktion (Scope 1) und bei Energieträgern (Scope 2) hatte Lanxess bereits vor drei Jahren das Ziel ausgeben, bis 2040 klimaneutral zu sein.

Hamburg (dpa) 15:13 Uhr – Beiersdorf übertrifft Erwartungen

Der Konsumgüterkonzern Beiersdorf profitiert weiter von einem robusten Hautpflegegeschäft. Umsatz und Gewinn nahmen im ersten Halbjahr deutlich zu und lagen über den Erwartungen der Analysten. So stiegen die Erlöse um 15,5 Prozent auf knapp 4,5 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Hamburg mitteilte. Organisch - bereinigt um Währungseffekte sowie Zu- und Verkäufe - lag das Wachstum bei 10,5 Prozent.

Angetrieben wurde die Entwicklung vom Konsumentengeschäft, welches dank einer hohen Nachfrage nach Nivea-Produkten sowie medizinischer Hautpflege wie Eucerin prozentual zweistellig zulegte. Die Klebstoffmarke Tesa wuchs wegen Lieferkettenstörungen sowie des Lockdowns in China deutlich geringer. Lediglich bei der Luxuspflegemarke LaPrairie lief es nicht rund. Wie erwartet musste die stark in China vertretene Marke wegen der dortigen Lockdowns Federn lassen und verzeichnete einen Rückgang von mehr als sieben Prozent. Allerdings sieht Konzernchef Vincent Warnery in den Monaten Juni und Juli bereits wieder eine starke Erholung, was ihn für die restliche Entwicklung des Jahres zuversichtlich stimmt.

Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) stieg insgesamt von 595 Millionen auf 710 Millionen Euro. Nach Steuern verblieben 505 Millionen Euro und damit ebenfalls wesentlich mehr als die im Vorjahr erreichten 404 Millionen. Die Prognose für 2022 bestätigte Beiersdorf.

(ID:47764034)