English China

Automatisierungslösungen Manuelle Mikroskope automatisieren

Autor / Redakteur: Holger Ruchatz* / Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Die Anforderungen an Mikroskopsysteme sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Häufig reichen die normalen manuellen Geräte nicht mehr aus, um aktuelle Fragestellungen zu beantworten. Lesen Sie, wie man mit unterschiedlichen Komponenten ein manuelles Mikroskop zu einer vollständig automatisierten Imaging-Station erweitern kann.

Firmen zum Thema

Abb. 1: Mithilfe der neuen Geräteserie ProScanIII lassen sich manuelle Mikroskope unterschiedlicher Hersteller flexibel automatisieren.
Abb. 1: Mithilfe der neuen Geräteserie ProScanIII lassen sich manuelle Mikroskope unterschiedlicher Hersteller flexibel automatisieren.
( Bild: Prior Scientific )

Automatisierung ist in vielen Bereichen im Labor eines der aktuell wichtigsten Themen. Automatisierung bedeutet Effizienzsteigerung, höherer Probendurchsatz und damit letztendlich Kostenersparnis. Auch bei Mikroskopie-Systemen haben mittlerweile Automatisierungstechniken Einzug gehalten. In vielen Laboratorien wird das Mikroskop allerdings noch ausschließlich manuell bedient. Dabei werden die Ergebnisse entweder direkt vom Benutzer interpretiert oder aber mittels Kamera festgehalten und später ausgewertet oder archiviert. Automatisierung ist in der Praxis meist nur bei höherwertigen Systemen vorgesehen. So benötigen konfokale und Laser-Scanning-Mikroskope meist ohnehin einen hohen Grad an Automatisierung.

Aber auch weniger hoch ausgestattete Mikroskope können durch Automatisierung neuen Versuchsanforderungen angepasst werden. Welche Hardware dazu benötigt wird, ist dabei von Anwendung zu Anwendung unterschiedlich. Sie kann von einem einfachen Fokusantrieb, z.B. zur Aufnahme von Bildern zur Tiefenschärfe-Erweiterung bis hin zum voll ausgestatteten Mehrachsen-System reichen. Wichtiges Kriterium ist dabei die Bildverarbeitungssoftware. Diese enthält oft bereits Treiber für verschiedene Automatisierungs-Komponenten. So gut wie alle bei einem Standardmikroskop manuell zu bedienenden Elemente können motorisiert werden. Die gemeinsame Kontrolle durch eine Steuerung ermöglicht die einfache Softwareeinbindung und damit die Programmierung des Mikroskops für automatisierte Versuchsabläufe. Auch komplexe Experimente, Langzeitversuche oder Hochdurchsatz-Screening können vorab geplant und dann mit hoher Genauigkeit von Positionierung, Belichtungszeiten und -wellenlänge, Vergrößerung und anderen Voreinstellungen durchgeführt werden.

Bildergalerie

Durch Automatisierung werden zusätzliche Aufgaben möglich

Durch Automatisierung wird das Mikroskop von einer reinen Beobachtungsstation zum automatischen Laborgerät. Dies ermöglicht Laboratorien mit bestehenden Mikroskopen Experimente durchzuführen, die vorher gar nicht oder nur unter sehr großem Aufwand möglich waren.

(ID:363560)