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Automatisierungslösungen

Manuelle Mikroskope automatisieren

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Ein Beispiel: Auf eine Gewebeprobe sollen an mehreren repräsentativen Punkten mit hoher Auflösung regelmäßig über mehrere Stunden Bildaufnahmen gemacht werden, z.B. um die Wirkungsweise einer Substanz auf das Wachstum von Zellen zu untersuchen. Dieses Experiment erfordert zunächst die für die Probe erforderlichen Langzeitbedingungen (z.B. Temperatur, CO2), also eine entsprechende Klimakammer. XY-Koordinaten müssen bei jeder Bildaufnahme wieder gefunden werden, um vergleichende Bilder erzeugen zu können. Dafür sind je nach Vergrößerung eine hohe Präzision des Probentisches und ein Koordinatensystem nötig, vor allem wenn Bilder überlagert oder aus Einzelbildern große Aufnahmen zusammen gesetzt werden sollen. Zudem müssen Belichtungszeiten kontrolliert (bei Fluoreszenzaufnahmen eventuell auch mit verschiedenen Wellenlängen in Anregung und Emission gefahren) werden. Dazu sind Shutter und gegebenenfalls Filterwechsler nötig. Da bei hoher Auflösung die Tiefenschärfe reduziert wird, muss unter Umständen der Fokus motorisiert werden, damit Bildstapel aufgenommen werden können. Zusatzgeräte wie automatische Proben-Lader erlauben das Zuführen von Objektträgern, sodass ganze Sammlungen von Proben digitalisiert und im Schichtbetrieb analysiert werden können.

Motorisierte Probentische mit speziellem Korrekturverfahren

Prior Scientific Instruments bietet jetzt mit ProscanIII die neueste Geräteserie zur Automatisierung von manuellen Mikroskopen an. Die Serie beinhaltet motorisierte Probentische, Fokusantriebe und Zubehörteile wie Filterräder, Shutter und Lichtquellen für die Fluoreszenzmikroskopie. Mit ProscanIII können Mikroskope verschiedener Hersteller flexibel automatisiert und auf diese Weise in ihrem Einsatzspektrum erweitert werden.

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Stabilität und Positioniergenauigkeit sind die Grundvoraussetzungen an das XY-Positioniersystem. Dazu werden Proscan-III-Tische mit hochgenauen Kugelumlaufspindeln und Schrittmotoren ausgestattet und optional mit einem zusätzlichen Weggebersystem versehen. Dies ermöglicht das Wiederanfahren von gespeicherten Positionen mit einer Genauigkeit von unter einem Mikrometer. Wichtiger als die Endgeschwindigkeit ist dabei das Fahrverhalten des Tisches. Dieser muss gerade für das Positionieren empfindlicher Proben sehr sanft anfahren und abbremsen können, also möglichst gut mit der Steuerung abgestimmt sein.

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