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Automatisierungslösungen

Manuelle Mikroskope automatisieren

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Ein spezielles Korrekturverfahren (Intelligent Scanning Technology, IST) erhöht bei Prior-Scanningtischen die metrische Genauigkeit. Dies ist ein Parameter, der gerade für das Zusammenfügen von Einzelbildern durch Software von großer Bedeutung ist. Hier müssen Einzelbilder exakt an den Rändern überlappen, ohne allzu großen Versatz aufzuweisen, um der Software ein genaues Zusammenfügen zu einem Gesamtbild zu ermöglichen. Der Tisch muss also exakt definierte Schrittweiten abfahren und XY-Achsen eine hohe Orthogonalität zueinander aufweisen.

Motorisierter Fokus: Piezogetriebener Z-Tisch

Mikroskope können in der Z-Achse auf unterschiedliche Weise motorisiert werden. Klassisch kann dies über den bestehenden Grob/Feintriebknopf des Statives selber geschehen. Hier wird ein glockenartiger Adapter mit einem Schrittmotor versehen, wodurch sich eine hohe Auflösung von ca. 50 000 Schritten pro Umdrehung erreichen lässt. Für die automatische Aufnahme von Bildstapeln und deren spätere Zusammensetzung in 3D-Bilder ist jedoch ein Piezo-getriebener Z-Tisch besser geeignet. Dieser kann sowohl auf manuellen als auch motorisierten Mikroskoptischen montiert werden, erreicht eine Auflösung von wenigen Nanometern und positioniert die Probe schnell durch die verschiedenen Fokusebenen.

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Wichtiges Zubehör: Filterräder, Shutter und Lichtquelle

Für das automatisierte Arbeiten mit Fluoreszenz sind weitere Zubehörteile nötig. Dazu gehören neben einer leistungsstarken Lichtquelle wie der Lumen 200 mit 200-W-Leistung auch motorisierte Filterräder und Shutter für Exzitations- und Emissionsport. Der Filterwechsel erfolgt dabei in ca. 40 ms, ein schneller Shutter sorgt dafür, dass die Belichtung der Probe mit schädlichem Fluoreszenzlicht auf die Dauer der Belichtungszeit für die Kamera begrenzt wird.

Automatischer Slide Loader erlaubt Hochdurchsatz-Analyse

Anwender, die im Hochdurchsatz Proben bearbeiten, profitieren von der automatisierten Zuführung von Objektträgern auf den XY-Probentisch. Mit dem PL-200 von Prior Scientific Instruments lassen sich aufrechte Mikroskope aller führenden Hersteller auch nachträglich zu automatisierten Systemen aufrüsten. Bis zu 200 Objektträger lassen sich auf diese Weise automatisch analysieren. In der Praxis können so je nach Zeitaufwand pro Objektträger zwei bis drei Schichten pro Tag absolviert werden.

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