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Analytica 2016: Instrumentelle Analytik

Massenspektrometrie – kommt nun auch aus Jena

| Redakteur: Dr. Ilka Ottleben

Klaus Berka, Vorstandsvorsitzender von Analytik Jena zeigt die neueste Generation der contrAA High-Resolution Continuum Source AA-Spektrometer. Die gemeinsam mit dem Berliner Leibnitz Institut für analytische Wissenschaften ISAS e.V. entwickelte Technologie hat die Atomabsorptionsspektroskopie (AAS) revolutioniert.
Klaus Berka, Vorstandsvorsitzender von Analytik Jena zeigt die neueste Generation der contrAA High-Resolution Continuum Source AA-Spektrometer. Die gemeinsam mit dem Berliner Leibnitz Institut für analytische Wissenschaften ISAS e.V. entwickelte Technologie hat die Atomabsorptionsspektroskopie (AAS) revolutioniert. (Bild: LABORPRAXIS)

Zahlreiche Neuerungen und Weiterentwicklungen präsentiert Analytik Jena auch in diesem Jahr auf seinem Stand in Halle A1. Neben der neuesten Generation der Continuum Source AAS präsentiert das Unternehmen auch die hochempfindliche ICP-MS-Serie PlasmaQuant MS, mit dem das Unternehmen vor rund zwei Jahren den Einstieg in die Massenspektrometrie erreichte.

München – Nähert man sich dem Messestand von Analytik Jena so fällt neben der gewohnt klaren, schwarz-rot-weißen Optik bei genauerem Hinsehen eine Neuerung ins Auge: Hebt man den Blick über die Produktpräsentationen hinauf so steht dort in großen Lettern „Analytik Jena – An Endress + Hauser Company“. Es ist die erste Analytica des Unternehmens seit der Übernahme durch Endress+ Hauser. Damit wird dieser Anfang April 2016 vollständig abgeschlossene Schritt des Jenaer Unternehmens nun auch nach außen deutlich sichtbar.

Im Fokus des Messeauftritts stehen aber natürlich die Produkte: Hier kann Analytik Jena auch in diesem Jahr mit einer wahren Fülle an Neuheiten und Weiterentwicklungen im Bereich der instrumentellen Analytik und der Life Sciences aufwarten.

Revolutionäre Technik erneut weiterentwickelt

So präsentiert das Unternehmen in diesem Jahr erstmals beispielsweise die neueste Generation der contrAA High Resolution Continuum Source AA-Spektrometer. Die von Analytik Jena gemeinsam mit dem Leibnitz Institut für analytische Wissenschaften ISAS e.V. in Berlin vor mehr als zehn Jahren entwickelte Technologie hat die Atomabsorptionsspektroskopie (AAS) revolutioniert.

In der HR-CS AAS wird im Gegensatz zur Line Source AAS, die verschiedene Lampen für unterschiedliche Elemente verwendet, eine Xenonlampe eingesetzt, die ein kontinuierliches Spektrum über den gesamten Messbereich mit hoher Intensität emittiert. So kann man jedes Element und jede Wellenlänge einfach und schnell mit nur einer Lampe analysieren. Das contrAA hat die AAS zur echten Multi-Element-Technik mit höchster Flexibilität weiterentwickelt. Ein Echelle-Spektrometer mit CCD-Detektor bildet für jede Probe ein hochaufgelöstes Absorptionsspektrum ab und ermöglicht so nicht nur die quantitative Auswertung, sondern liefert auch qualitative Aussagen zur untersuchten Probe.

Mit der neuesten Generation – dem contrAA 800 bietet Analytik Jena nun ein äußerst kompaktes System, dessen weiterentwickelte Hochleistungsoptik eine verbesserte Langzeitstabilität und geringstes Rauschen bietet. Auf diese Weise ermöglicht es niedrigste Nachweisgrenzen und höchste Präzision. Das neue Lampen-Design reduziert die Folgekosten für den Endkunden wesentlich. Probenvorbereitung und Verdünnung reduzieren sich auf ein Minimum, da sich das contrAA automatisch auf die in der Probe vorliegende Analytkonzentration einrichtet – vom ppb- bis in den Prozent-Bereich.

Analytik Jena gelingt erfolgreicher Einstieg in die Massenspektrometrie

Als wichtigste Technologieerweiterung von Analytik Jena der letzten 10 Jahre bezeichnet Klaus Berka, Vorstandsvorsitzender von Analytik Jena die PlasmaQuant MS Serie an ICP-MS-Spektrometern, die das Unternehmen vor rund zwei Jahren von Varian/Bruker übernommen hat, da die Technologie aus kartellrechtlichen Gründen nicht mit an Agilent verkauft wurde. „ICP können wir, MS konnten wir nie“, sagt Berka, „mit dem PlasmaQuant MS ist uns nun der sehr erfolgreiche Einstieg in die Massenspektrometrie gelungen.“ Mit der neuen Technologie konnte Analytik Jena auch wichtiges Know-How und einige personelle Ressourcen von Varian übernehmen. Anschließend hat das Unternehmen noch einmal viel Entwicklungsarbeit investiert, um das System deutlich weiter zu entwickeln.

So ist beispielsweise das Vakuumsystem komplett überarbeitet worden und enthält nun eine langlebige und robuste Turbopumpe von Pfeiffer Vacuum. Das Vakuumsystem ist komplett wartungsfrei, ansonsten wurden Service & Wartung des Systems deutlich erleichtert bzw. auf ein Minimum reduziert. Das ehemalige Standgerät ist nun ein Benchtop-System mit kompaktem Footprint, der Kühler kann extern aufgestellt werden.Auch der Generator wurde komplett überarbeitet, das sog. Eco Plasma bietet ein robustes Plasma mit um 50% reduziertem Argon-Verbrauch bei 7,5 bis 9 L/min Durchfluss.

„Mit dem PlasmaQuant MS bzw. Elite bieten wir das empfindlichste ICP-MS am derzeitigen Markt“, betont Berka. Erreicht wird diese hohe Empfindlichkeit durch eine spezielle Ionenoptik, die sogenannte ReflexION Technologie. Ein 3D-fokussierender Ionenspiegel reflektiert dabei den Ionenstrahl effizient um 90 Grad. Durch die Erzeugung eines parabolischen, elektrostatischen Feldes wird der eingehende Ionenstrahl reflektiert anstatt abgelenkt. Auf diese Weise werden Analytionen unterschiedlicher Größe und Energie auf einen Punkt fokussiert, bevor sie in den Quadrupol gelangen. So kommen mehr Ionen im Quadrupol an, wodurch höherer Signale für alle Analytionen über den gesamten Massebereich erhalten werden. Photonen und neutrale Teilchen passieren dieses elektrostatische Feld völlig unbeeinflusst. Dadurch wird das Untergrundsignal auf ein Minimum reduziert und beste Nachweisgrenzen erreicht.

Analytik Jena bietet mit dem PlasmaQuant MS ein System für die Routineanalytik in unterschiedlichsten Anwendungsbereichen und mit dem PlasmaQuant MS Elite ein höchstempfindliches System insbesondere für anspruchsvolle Bereich wie Forschung & Entwicklung oder die Ultraspurenanalyse. Das System erlaubt Nachweisgrenzen im ng/L- bzw. pg/L-Bereich.

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