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Mars-Rover Curiosity Max-Planck-Forscher suchen mit Curiosity nach Wasser und organischen Verbindungen

| Redakteur: Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Seit dem 6. August sendet der Mars-Rover Curiosity die ersten Bilder auf die Erde. Mit seinem integrierten Labor soll er aber auch Untersuchungen der Mars-Oberfläche vornehmen. Zum Team der Nasa-Mission zählen auch Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung im niedersächsischen Katlenburg-Lindau. Neben der Suche nach organischen Verbindungen im Marsboden interessieren sie sich vor allem für Zusammensetzung und Beschaffenheit des Gesteins.

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„Curiosity“ ist der schwerste und leistungsfähigste Rover, der jemals zum Mars geschickt wurde.
„Curiosity“ ist der schwerste und leistungsfähigste Rover, der jemals zum Mars geschickt wurde.
(Bild: NASA/JPL-Caltech)

Katlenburg-Lindau – Der Mars ist der meistbesuchte Planet in unserem Sonnensystem: Seit den Landepionieren Viking 1 und 2, die 1975 im roten Wüstensand aufsetzten, haben vier weitere Raumsonden Daten von der Oberfläche des Planeten zur Erde gefunkt. Derzeit befinden sich drei funktionsfähige Satelliten in der Mars-Umlaufbahn.

Dennoch birgt unser Nachbarplanet noch immer viele Rätsel: Enthält der Boden kohlenstoffhaltige organische Substanzen? Gibt es gar Hinweise auf bakterielle Aktivitäten? Welche Prozesse haben das heutige Gesicht des Mars geformt? Und welche Rolle spielte dabei das Wasser, das einst in gewaltigen Flussbetten über den Planeten floss und stellenweise noch heute als Eis im Boden schlummert?

Vermutung nach Wasser soll bestätigt werden

„Der Krater Gale, in dem Curiosity gelandet ist, ist ein perfekter Ausgangspunkt, um diesen Fragen nachzugehen“, sagt Walter Goetz vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung. Goetz nimmt als Mitglied des Wissenschaftsteams an der Mission teil. Der Krater liegt auf der südlichen Halbkugel ganz in der Nähe des Äquators und besitzt einen Durchmesser von 154 Kilometern. Er entstand vor mehr als drei Milliarden Jahren bei einem Meteoriteneinschlag.

Vor allem die Schichtstruktur des hohen Berges in der Kratermitte erlaubt Einblicke in vergangene Epochen der Marsevolution. Aufnahmen aus dem Orbit zeigen zudem Anzeichen für Erosion im unteren Teil des Berges. „Soweit wir das beurteilen können, legen Form und Mineralogie des Berges nahe, dass flüssiges Wasser die Strukturen, die wir heute sehen, mitgeprägt hat“, sagt Goetz.

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