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Mars-Rover Curiosity

Max-Planck-Forscher suchen mit Curiosity nach Wasser und organischen Verbindungen

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Der Max-Planck-Forscher wird vor allem Messdaten der Kamera Mars Hand Lens Imager (MAHLI) nutzen. Das Instrument bietet eine Auflösung von 20 bis 30 Mikrometern pro Pixel und ermöglicht es dem Geologen, einzelne Sandkörner des Marsbodens unter die Lupe zu nehmen. „Größe, Form, Farbe und mineralogische Zusammensetzung der Partikel lassen Rückschlüsse zu, wie sich das Terrain in den vergangenen Milliarden Jahren entwickelt hat – etwa ob die Teilchen an Ort und Stelle gebildet wurden oder ob Wind sie in den Galekrater transportiert hat“, erklärt Walter Goetz. In den nächsten drei Monaten wird er die Mission am Jet Propulsion Laboratory (JPL) im kalifornischen Pasadena begleiten.

Röntgen-Spektrometer soll Bodenproben untersuchen

Zusätzlich setzt Walter Goetz auf Messdaten des Spektrometers Chemistry and Mineralogy (CheMin), das die Bodenproben mithilfe von Röntgenstrahlung untersucht. „Das Wissenschaftsteam in Pasadena wird die Daten aller Instrumente täglich sichten, um dann die Route des Rovers für den nächsten Tag zu bestimmen“, sagt der Forscher über die Aufgaben während der Mission.

Vom Max-Planck-Institut in Katlenburg-Lindau aus unterstützt zudem Fred Goesmann die Mission. Der Physiker ist als Wissenschaftler am Instrument Sample Analysis at Mars (SAM) beteiligt. „SAM ist kein einzelnes Instrument, sondern vielmehr ein komplexes, automatisiertes Labor“, sagt Goesmann. Eine ausgeklügelte Abfolge von Sieben, Öfen, Spektrometern und weiteren Messgeräten erlaubt es, Gas- und Bodenproben umfassend zu analysieren.

Hauptaufgabe des 38 Kilogramm schweren Komplexes ist es dabei, nach organischen Verbindungen zu suchen. „Sollte es einst Leben auf dem Mars gegeben haben, müsste es Spuren dieser Art hinterlassen haben“, so der Wissenschaftler.

Das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung war seit 1996 an fünf Marsmissionen der amerikanischen und europäischen Weltraumbehörden beteiligt. Vor vier Jahren etwa spielte das Institut eine maßgebliche Rolle bei der Landemission Phoenix der Nasa. Die Kamera an Bord, der erstmals Aufnahmen gefrorenen Wassers im Marsboden gelangen, hatten Wissenschaftler und Ingenieure in Katlenburg-Lindau entwickelt und gebaut. Für die geplante Mission ExoMars der Esa entwickeln Max-Planck-Wissenschaftler derzeit ein Instrument, dass organische Moleküle auf der Marsoberfläche untersuchen soll.

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