Suchen

Umstrukturierung Merck nennt konkrete Ziele seiner Umstrukturierung

| Redakteur: Manja Wühr

Merck hat nun Einzelheiten zu den geplanten Kosteneffizienzen bei der Sparte Merck Serono bekannt und stellte erstmals mittelfristige Finanzziele vor. Diese Einzelheiten sind Bestandteil des bereits angekündigten Umstrukturierungsplans des Unternehmens, was durch ein umfassendes Effizienzsteigerungsprogramm erfolgen soll.

Firmen zum Thema

Karl-Ludwig Kley, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Merck: „Merck muss sich bislang nicht gekannten Marktveränderungen und zunehmendem Wettbewerb in wichtigen Produktbereichen stellen.”
Karl-Ludwig Kley, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Merck: „Merck muss sich bislang nicht gekannten Marktveränderungen und zunehmendem Wettbewerb in wichtigen Produktbereichen stellen.”
(Bild: Merck)

Darmstadt – Merck hat vor, sich in den nächsten zwei Jahren primär auf organisatorische Veränderungen und die Optimierung seiner Kostenstrukturen in allen Geschäftsbereichen zu konzentrieren. Ziel dieses Programms ist die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Dazu will das Unternehmen die Profitabilität und Effizienz seiner Sparten auf Wettbewerbsniveau anheben. Während des Effizienzsteigerungsprogramms sind weder größere Desinvestitionen innerhalb seines Portfolios noch transformierende Akquisitionen geplant.

Karl-Ludwig Kley, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Merck, sagte hierzu: „Merck muss sich bislang nicht gekannten Marktveränderungen und zunehmendem Wettbewerb in wichtigen Produktbereichen stellen. Gegenwärtig sind wir in der vorteilhaften Lage, dass wir diesen Herausforderungen aus einer Position der relativen Stärke heraus begegnen können. Wenn wir jetzt nicht sehr schnell reagieren, werden wir diese Probleme von einer viel schwächeren Ausgangsposition angehen müssen. Auch wenn wir uns zuerst auf unsere größte Sparte Merck Serono konzentrieren, wird das Effizienzsteigerungsprogramm alle Geschäftsbereiche in allen Regionen einbeziehen. Wir sind überzeugt, dass wir mit diesem Programm den Grundstein für Merck legen, zukünftige Wachstumschancen besser ausschöpfen zu können.”

Das Unternehmen stellt erstmals eine mittelfristige Prognose einschließlich der Finanzziele bis zum Geschäftsjahr 2014 vor. Das Unternehmen rechnet gegenwärtig mit einem Anstieg der Umsatzerlöse (ohne Lizenz- und Provisionserlöse) der Merck-Gruppe von 9906 Millionen Euro in 2011 auf rund 10 350 Millionen Euro bis 10 700 Millionen Euro (+4% bis 8%) in 2014. Das EBITDA vor Sondereinflüssen, das sich im Geschäftsjahr 2011 auf 2729 Millionen Euro belief, sollte 2014 eine Größenordnung von rund 3000 Millionen bis 3200 Millionen Euro (+10% bis 17%) erreichen. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen dürfte sich von 27,5% in 2011 auf rund 29% bis 30% in 2014 erhöhen und für das Ergebnis je Aktie (Earnings per Share) vor Sondereinflüssen wird ein Wert zwischen rund 8,20 Euro und 9,00 Euro (+20% bis 32%) in 2014 prognostiziert.

(ID:33882690)