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Quartalszahlen

Merck rechnet mit leichtem Umsatzwachstum im laufenden Jahr

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Flüssigkristall-Technologien blieben robust

Die Umsatzerlöse des Unternehmensbereichs Performance Materials, dem Spezialchemikaliengeschäft von Merck, wuchsen im ersten Quartal 2015 sehr stark um 53,4 % auf 617 Millionen Euro – im ersten Quartal 2014 waren es 402 Millionen. Die wesentlichen Ursachen dafür waren Merck zufolge der zusätzliche Umsatzbeitrag durch die AZ-Akquisition (37,0 %) sowie deutliche Währungseffekte (14,8 %). Zum Anstieg des Umsatzes um 1,6 % trugen alle Geschäftseinheiten bei.

Die neu geschaffene Geschäftseinheit Display Materials, bestehend aus dem erfolgreichen Flüssigkristallgeschäft von Merck und den komplementären AZ-Geschäft mit Display-Materialien, profitierte besonders von der energiesparenden UB-FFS-Technologie, die in Flüssigkristall-Displays mobiler Endgeräte der neuesten Generation eingesetzt wird. Auch die etablierten Flüssigkristall-Technologien zeigten sich den Angaben zufolge jedoch robust und profitierten von der Nachfrage nach hochwertigen Fernsehern, zum Beispiel Ultra-HD-Geräten mit immer größerer Bildschirmdiagonale.

Die umbenannte Geschäftseinheit Pigments & Functional Materials (vorher Pigments & Cosmetics) erzielte im ersten Quartal 2015 ein leichtes Umsatzwachstum. Wachstumsträger waren Pigmente für Lackanwendungen und dabei vor allem die Xirallic-Produktfamilie, die insbesondere in Automobillacken zum Einsatz kommt.

In der Geschäftseinheit Integrated Circuit (IC) Materials ist das AZ-Geschäft mit Materialien für die Produktion integrierter Schaltkreise gebündelt. Die Umsätze mit IC-Materialien wiesen gegenüber den vergleichbaren Vorjahresdaten einen moderaten Anstieg auf. Aufgrund gestiegener Nachfrage nach OLED-Displays und LED-Phosphoren wuchs laut Merck auch die Geschäftseinheit Advanced Technologies organisch.

Positive Währungseffekte erwartet

Im laufenden Jahr rechnet das Unternehmen unverändert mit einem leichten organischen Umsatzwachstum und einem leichten Portfolioeffekt aufgrund der Berücksichtigung von AZ über ein volles Geschäftsjahr. Diese Entwicklung werde durch stark positive Währungseffekte unterstützt, so das Unternehmen.

In Summe geht Merck von einem Anstieg der Umsatzerlöse auf 12,3 bis 12,5 Milliarden Euro im Jahr 2015 aus. Für das EBITDA vor Sondereinflüssen will das Unternehmen zwischen 3,45 und 3,55 Milliarden erreichen, trotz erhöhter Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen im Unternehmensbereich Healthcare, der rückläufigen Entwicklung von Rebif in den USA und Europa sowie dem Wegfall von Lizenzeinnahmen.

Der Business Free Cash Flow wird Merck zufolge voraussichtlich zwischen 2,4 und 2,5 Milliarden Euro liegen.

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