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Kooperation Merck und MD Anderson Cancer Center schließen Kooperationsvertrag

Redakteur: Doris Popp

Merck und das MD Anderson Cancer Center der University of Texas haben am 9. Januar ihre auf drei Jahre angelegte strategische Kooperation bekannt gegeben.

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Belén Garijo, Leiterin des Unternehmensbereichs Healthcare und Mitglied der Geschäftsleitung von Merck: „Unser Hauptaugenmerk in Zusammenarbeit mit dem renommierten MD Anderson Cancer Center liegt auf der Identifizierung innovativer Biomarker“.
Belén Garijo, Leiterin des Unternehmensbereichs Healthcare und Mitglied der Geschäftsleitung von Merck: „Unser Hauptaugenmerk in Zusammenarbeit mit dem renommierten MD Anderson Cancer Center liegt auf der Identifizierung innovativer Biomarker“.
(Bild: Copyrights: Hartmut Nägele)

Darmstadt – Das Ziel ist die schnellere Entwicklung von Prüfsubstanzen für Krebstherapien bei den vier Tumorarten Brust- und Darmkrebs, sowie Glioblastom und Leukämie.

„Diese Zusammenarbeit ist ein weiteres Beispiel für unser Engagement, für Krebspatienten Entscheidendes zu bewirken. Dazu wollen wir unsere Immunonkologie-Pipeline beschleunigt vorantreiben. Unser Hauptaugenmerk in Zusammenarbeit mit dem renommierten MD Anderson Cancer Center liegt auf der Identifizierung innovativer Biomarker“, sagte Belén Garijo, Leiterin des Unternehmensbereichs Healthcare und Mitglied der Geschäftsleitung von Merck.

EMD Serono, das biopharmazeutische Geschäft von Merck in den USA und Kanada, erhält als erstes Unternehmen überhaupt Zugang zur Forschungsplattform Apollo (Adaptive Patient-Oriented Longitudinal Learning and Optimization) des MD Anderson Cancer Centers. Mit ihr erfolgt eine standardisierte Langzeiterfassung von Daten zur Krankengeschichte von Patienten und von Gewebeproben, die dem besseren Verständnis der biologischen Hintergründe von Krebserkrankungen dienen und die Bereitstellung von Therapien für Patienten beschleunigen sollen. Im Rahmen der Kooperation sollen sowohl Biomarker-fokussierte präklinische Untersuchungen als auch klinische Studien zu bestimmten Tumorarten durchgeführt werden. Ziel ist es, Biomarker für Ansprechen und Therapieresistenzen zu identifizieren und ein besseres Verständnis der Tumorbiologie zu erlangen.

Die Kooperation wird den Wert der zukünftigen Onkologie-/Immunonkologie-Pipeline von Merck erhöhen. In den nächsten zwei bis drei Jahren sollen mehrere zulassungsrelevante Studien in neuen Indikationen gestartet werden. Mit den Daten der Apollo-Plattform sollen verschiedene Prüfsubstanzen ausgewählten Tumortypen für eine potenzielle Entwicklung zugeordnet und gemeinsam Biomarker-basierte präklinische und klinische Studien am MD Anderson Center konzipiert werden, um die Präparate in Mono- oder Kombinationstherapie auf ihre potenzielle Wirksamkeit zu untersuchen.

Apollo wurde vom MD Anderson Center im Rahmen seines „Moon Shots“-Programms entwickelt. Hierbei handelt es sich um einen umfassenden wie ambitionierten Aktionsplan, der durch schnellere Entwicklung und Umsetzung von wissenschaftlich basierten Erkenntnissen zur Prävention, Frühdiagnose und –behandlung die Zahl der krebsbedingten Todesfälle reduzieren soll.

„Mit der Einrichtung der Forschungsplattform Apollo wollten wir innovative Lösungen wie diese Kooperation zwischen akademischer und privatwirtschaftlicher Forschung ermöglichen, um zur Beschleunigung klinischer Fortschritte zum Nutzen aller Krebspatienten beizutragen“, sagte Dr. Ronald DePinho, Präsident des MD Anderson Centers. „Diese Zusammenarbeit unterstützt unser Leitziel, durch Bewältigung der aktuell größten Herausforderungen im Bereich Onkologie Krebserkrankungen endgültig zu besiegen.“

Merck will ein breites Spektrum an Zielstrukturen (Targets) untersuchen und verfolgt dabei kreative wissenschaftliche Ansätze zur Entwicklung neuartiger Therapien für schwierig zu behandelnde Krebserkrankungen. Das Potenzial des vielversprechenden onkologischen Entwicklungsprogramms von Merck und seine wachsende Präsenz auf dem Gebiet der Immuntherapie belegen das Bestreben des Unternehmens, die Bereitstellung von Krebstherapien auf eine neue Ebene zu heben.

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