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Kooperation Merck und Sanofi-Aventis wollen gemeinsamen neue Krebstherapien erforschen

| Redakteur: Doris Neukirchen

Merck hat einen Vertrag über eine weltweite Forschungs- und Entwicklungskollaboration mit Sanofi-Aventis U.S. unterzeichnet. Gemeinsam mit der Sparte Merck Serono sollen neue, experimentelle Wirkstoffkombinationen, die spezifische Signalwege in Krebszellen blockieren könnten, untersucht werden. Aus dieser Zusammenarbeit könnten neue zielgerichtete Krebstherapien mit hohem therapeutischem Potenzial hervorgehen.

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Die Entschlüsselung des menschlichen Erbguts bietet den Krebsforschern bei Merck neue Ansätze für die Wirkstoffsuche.
Die Entschlüsselung des menschlichen Erbguts bietet den Krebsforschern bei Merck neue Ansätze für die Wirkstoffsuche.
( Bild: Merck KGaA, Darmstadt )

Darmstadt – Die neuen Kombinationen schließen den MEKI-Inhibitor MSC1936369B (auch mit AS703026 bezeichnet) von Merck und zwei Wirkstoffe von Sanofi-Aventis ein: den PI3KII/mTORIII-Inhibitor SAR245409 (auch XL765 genannt) und den Klasse I PI3K-Inhibitor SAR245408 (auch mit XL147 bezeichnet). MSC1936369B ist ein experimenteller, selektiver Inhibitor der Proteinkinasen MEK1 und MEK2 (MAP/ERK Kinase 1 und 2), der die nachgeschaltete Proteinsignalkaskade effektiv blockiert. Er befindet sich in der frühen klinischen Entwicklung als Monotherapie und in Kombination mit Standardtherapie. SAR245408 von sanofi-aventis ist ein selektiver Inhibitor für Klasse I PI3K. SAR245409 ist ein dualer Inhibitor für PI3K und mTOR. Beide Komponenten können nachweislich die nachgeschalteten Signalkaskaden effektiv blockieren und befinden sich in der frühen klinischen Entwicklung.

Gemäß den Vertragsvereinbarungen sind beide Partner zunächst dafür verantwortlich, eine Phase-I-Dosisfindungsstudie mit diesen Produktkandidaten durchzuführen. Sanofi-Aventis wird eine Forschungs- und Entwicklungslizenz für MSC1936369B erhalten, um Sicherheit und erste klinische Aktivität in Kombination mit dem PI3K-Inhibitor SAR245408 zu untersuchen. Merck Serono wiederum wird eine Forschungs- und Entwicklungslizenz für SAR245409 erhalten, um Sicherheit und erste klinische Aktivitäten in Kombination mit dem MEK-Inhibitor MSC1936369B zu bewerten.

„Im Sinne der personalisierten und stratifizierten Krebstherapie ist die frühzeitige Kombination neuer und vielversprechender Moleküle über Pipelines und Unternehmen hinweg ein logischer Schritt, um die ihre kombinierte Aktivität auf Krebssignalwege zu erforschen“, sagte Dr. Wolfgang Wein, Executive Vice President Oncology von Merck Serono. „Wir erwarten eine starke Synergie zwischen beiden Onkologie-Abteilungen, um diese Projekte voranzutreiben.“ „Diese Zusammenarbeit bestärkt unser Engagement, unser Portfolio zu maximieren und Krebspatienten bessere Therapieoptionen zur Verfügung zu stellen“, sagte Debasish Roychowdhury, M.D., Senior Vice President, Head of Global Oncology, sanofi-aventis. „Kombinationen mit diesen beiden vielversprechenden Molekülen sind sehr sinnvoll und wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Merck Serono.“

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