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Curious Mind Forscherpreis Merck zeichnet junge Wissenschaftler aus

Redakteur: Tobias Hüser

Merck hat erstmals gemeinsam mit dem Manager Magazin den Curious Mind Forscherpreis verliehen, der die Arbeit junger deutscher Forscherinnen und Forscher prämiert. Zugleich wurde im Rahmen der Preisverleihung Franz-Ulrich Hartl vom Max-Planck-Institut für Biochemie in die „Hall of Fame der deutschen Forschung“ aufgenommen.

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Barbara Grüner hat den Curious Mind Forscherpreis erhalten.
Barbara Grüner hat den Curious Mind Forscherpreis erhalten.
(Bild: Merck)

Darmstadt – Mit dem Curious Mind Forscherpreis wurden erstmals neugierige Köpfe unter 40 geehrt, die durch ihre Innovationskraft schon jetzt Impulse für die Weiterentwicklung und Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland erkennen lassen. Die Medizinerin Barbara Grüner erhielt den mit 7.500 Euro dotierten Preis im Bereich „Life Science“. Der Informatiker Sascha Fahl wurde ebenfalls mit 7.500 Euro für seine Arbeiten im Bereich „IT und Robotik” ausgezeichnet.

Mit dem Mediziner Franz-Ulrich Hartl ist die virtuelle Ruhmeshalle der deutschen Forschung nun auf 23 Mitglieder angewachsen. Hartl ist Direktor am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried bei München. Er hat die so genannten Chaperone-Proteine entdeckt und die Mechanismen, mit denen diese Makromoleküle neu produzierte Proteine in die richtige Form und Falt-Struktur bringen, die für den Zellstoffwechsel wichtig sind. Darüber hinaus erforscht er, wie Fehler beim Falten und Formen dieser Proteine zu Krankheiten wie Alzheimer und Chorea Huntington führen und wie sich solche Fehler durch Medikamentengabe vermeiden lassen.

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Mit der „Hall of Fame der deutschen Forschung“ würdigt das Manager Magazin seit 2009 außergewöhnliche Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Forschung, die einen herausragenden Beitrag zur Weiterentwicklung der Forschung in Deutschland leisten. Unter den Mitgliedern sind z.B. Harald zur Hausen, Medizin-Nobelpreisträger im Jahr 2007, Stefan Hell, Chemie-Nobelpreisträger des Jahres 2014, Karlheinz Brandenburg, Entwickler des Datenkompressionsverfahrens mp3 und auch der ehemalige Merck-Forscher auf dem Gebiet der Flüssigkristalle, Ludwig Pohl.

Forschung zu Wirkstoffen und IT-Sicherheit

Barbara Grüner entwickelt als Leiterin einer Emmy-Noether-Nachwuchsforschergruppe am Westdeutschen Tumorzentrum in Essen neue Screening-Verfahren für Wirkstoffkombinationen in der Krebstherapie. Nach ihrem Studium der molekularen Medizin in Nürnberg und ihrer Promotion in München forschte Grüner als Postdoktorandin unter anderem an der renommierten Stanford University in Kalifornien, bis sie 2017 nach Deutschland zurückkehrte. Sie war Stipendiatin der Bayerischen Höchstbegabtenförderung („Maximilianeum”). In ihrem aktuellen Projekt untersucht sie das Metastasierungspotenzial von Krebszellen der Bauchspeicheldrüse.

Sascha Fahl erforscht als Professor für Usable Security and Privacy an der Ruhr-Universität in Bochum, wie der Faktor Mensch auf die Themen Datenschutz und IT-Sicherheit einwirkt. Hierbei setzt er auch Methoden aus den empirischen Sozialwissenschaften ein. Fahl arbeitete nach seinem Informatik-Studium mit Promotion in Marburg unter anderem im Chrome Security Center von Google im Silicon Valley. Am Center for Information Security, Privacy and Accountability (Cispa) der Universität des Saarlandes leitete er zuletzt eine Nachwuchsgruppe. Unlängst erhielt er von der Deutschen Forschungsgemeinschaft den renommierten Heinz-Maier-Leibnitz-Preis.

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