English China

Mikroskopsystem Mikroskopie in allen Dimensionen

Redakteur: Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Mit zahlreichen neuen Eigenschaften bietet die BX3-Serie von Olympus jedem Forscher ein optimal auf seine persönlichen Bedürfnisse ausgerichtetes Mikroskopsystem. Mit der Research- und der Clinical-Linie ist es sowohl für Routine-Mikroskopie in der Diagnostik wie für anspruchsvolle mikroskopische Forschungsaufgaben gerüstet.

Anbieter zum Thema

Die Mikroskopie wird seit mehr als 500 Jahren zur Untersuchung von Proben eingesetzt. Nanotechnologie, Wirkstoffforschung und Life-Sciences werden dafür verantwortlich sein, dass auch in Zukunft Mikroskope zur Standardausrüstung vieler Laboratorien gehören. Doch so unterschiedlich wie diese Laboratorien, sind auch die Anforderungen an die Mikroskope. In der Routineanalyse – vorwiegend zur Untersuchung klinischer Proben – muss der Anwender häufig über mehrere Stunden die immer wieder gleichen Arbeitsschritte durchführen. Hoher Probendurchsatz, der physische Stress und die Ermüdungsgefahr sind Kennzeichen dieser alltäglichen Routine. Diese werden durch den hohen Anspruch an die Qualität der Diagnosen, eine sichere Dokumentation und die Kosteneffizienz ergänzt. Die klinischen Mikroskope der neuen BX3-Serie von Olympus sind Teil eines breiten Angebots an aufrechten Mikroskopsystemen. Dazu zählen auch das speziell für die Forschung konzipierte BX53 und das komplett motorisierte BX63. Das VS110 wiederum bietet alle Vorteile eines automatisierten Scanning-Systems.

Ergonomie groß geschrieben

Zusätzlich zum bewährten „Ergo-Tubus“ bietet die BX3-Serie einen Beobachtungstubus, der in drei Richtungen justierbar ist: Okularneigung von -3 bis +27°, Tubusverschiebung (vorn/hinten) um 55 mm und Höhenverstellbarkeit um 45 mm. So kann jeder Anwender sein Mikroskop seiner idealen, ergonomisch korrekten Haltung anpassen, anstatt sich selbst den Vorgaben des Mikroskops zu beugen. Das Mikroskop lässt sich dadurch viel komfortabler bedienen, der Benutzer wird körperlich weniger stark beansprucht und so wird ein effizienteres Arbeiten ermöglicht. Das BX46 besitzt darüber hinaus einen sehr niedrigen und leichtgängigen Tisch (nur 128 mm über der Tischoberfläche) mit Ergo-Grip-Griff. Da der Anwender aufgrund der niedrig gelegenen Bedienelemente seine Arme jederzeit auf dem Tisch belassen kann, erfordert die Bedienung nur einen minimalen Bewegungs- und Kraftaufwand. Das gilt auch für das Platzieren der Probe auf dem niedrigen Tisch.

Neben den UIS2-Optiken bietet die BX3-Serie zusätzlich optische Optimierungen, die den Workflow verbessern. Beispielsweise gestattet der neue Kondensor auch ohne ausklappbare Frontlinse Vergrößerungen von 2-100x. Hierdurch wird ein im mikroskopischen Screening häufig vorkommender zeitraubender Arbeitsschritt eingespart und die Effizienz deutlich erhöht. Dank der Kodierung von Objektivrevolver- und Filterkarussell der BX3-Serie haben Anwender die Möglichkeit, Informationen über Vergrößerung und andere Einstellungen automatisch aufzuzeichnen. Die so ausgelesenen Werte werden ebenfalls automatisch an die neue Olympus-Software (s. Kasten) sowie an die Stand-alone-Digitalkamera DP21 übergeben. Fehler bei der Bilddokumentation, wie beispielsweise Skalierungsfehler, sind dadurch ausgeschlossen und die Datenkonsistenz ist gewährleistet. Die BX3-Serie klinischer Mikroskope deckt alle gegenwärtigen klinischen Anforderungen und Protokolle ab. Sie ist aber auch für die Zukunft gerüstet: Der modulare Charakter des BX43 ermöglicht verschiedenste Anwendungen wie z.B. Fluoreszenz-Imaging. Die BX3-Mikroskope sind mit allen Digitalkameras von Olympus kompatibel – so findet sich für jede Anforderung die passende Lösung. Durch die große Auswahl verschiedenster motorisierter Komponenten und die Softwarepakete kann der Anwender genau die Prozesse automatisieren, die er benötigt. Dadurch ist es möglich, sich jederzeit und für jeden Einsatzzweck das geeignete Imaging-System aufzubauen und an immer neue Anforderungen anzupassen – die perfekte Basis für ein wirklich zukunftssicheres Labor.

Komplexes Imaging in der Forschung

Die Serie der BX3-Forschungsmikroskope ist speziell für anspruchsvolle Mikroskopaufgaben in der Forschung entwickelt worden. Das BX63 zeichnet sich durch sein personalisierbares Bedienkonzept aus, das dem Anwender eine Reihe von Optionen für die gesamte Mikroskopsteuerung und den Imaging-Prozess bietet. Mit dem frei auf dem Arbeitstisch platzierbaren Touch-Panel lassen sich alle Komponenten des Mikroskopsystems ansteuern. So ist es möglich, das Objektiv, den Fluoreszenzfilter und die Beobachtungsmethode mit einer einzigen Berührung zu wechseln. Auch der Fokustrieb und sogar der motorisierte Tisch lassen sich mit dem Touch-Panel kontrollieren. Zusätzlich zur Touch-Panel-Steuerung steht für das BX63 ein abnehmbares Bedienelement zur Verfügung. Mit diesem arbeitet der Anwender wie mit traditionellen Trieben für den Fokus (Z) und die Tischposition (X, Y). Darüber hinaus ist es auch mit Knöpfen zum Wechseln der Beobachtungsmethode, des Objektivs und der Filtermodule sowie zur Helligkeitsregulierung ausgestattet. Zur Steuerung des BX63 und des BX53gehört nicht nur die Kontrolle der einzelnen motorisierten Komponenten. Vielmehr lassen sich auch zahlreiche optische Einstellungen, die für einen Wechsel der Kontrastmethode erforderlich sind, automatisch vornehmen. Dieses „Kontrastmanagement“ umfasst das automatische Anpassen aller relevanten Einstellungen an die jeweilige Kontrastmethode und Vergrößerung. Effizienter und einfacher geht es nicht. Durch die freie Platzierung und Bedienung zahlreicher Elemente wie den ND-Filtern, den Fluoreszenzverschlüssen oder dem Feinfokus-Justiergriff lässt sich das Mikroskop sowohl von Links- wie Rechtshändern bedienen.

Neuartige Beleuchtungen

Neben der konventionellen Halogenlampe kann das Olympus BX63, sowie das BX43 und BX46 auch mit einem neuartigen True-Colour-LED-System ausgestattet werden. Durch sein Wellenlängenprofil erreicht es die gleiche Farbwiedergabe wie eine Halogenbeleuchtung mit Tageslichtfilter. Das System ist damit ideal für Applikationen, in denen eine hohe Farbtreue erforderlich ist. Die bisher erhältlichen Standard-LED-Systeme können dies nicht leisten. Darüber hinaus zeichnet sich das True-Colour-LED-System durch seine hohe Lebensdauer (rund 20 000 Stunden) und einen geringen Energieverbrauch aus. Der Anwender profitiert also zusätzlich von deutlich geringeren Betriebskosten und Ausfallzeiten. Olympus hat ebenfalls ein neues Fluoreszenz-Beleuchtungskonzept rund um das neue Fly-Eye-Linsensystem entwickelt, das für eine hohe Homogenität in der Fluoreszenz-Beleuchtung sorgt. Die Beleuchtung ist – unabhängig von der Wellenlänge – über das komplette Sehfeld absolut gleichmäßig. Hinzu kommen die hohe Transmission und die minimale Autofluoreszenz im gesamten Strahlengang. Mit den acht Positionen des Filterkarussels können auch Mehrfarb-Fluoreszenzexperimente durchgeführt werden. Zudem erlaubt es einen schnellen Austausch von Fluoreszenzfilterwürfeln, ohne Werkzeugeinsatz. Zur Maximierung des Signal-Rausch-Verhältnisses wurden die Filterwürfel dabei so entwickelt, dass sie mehr als 99 Prozent des Streulichtes auffangen. Mit der Möglichkeit, sowohl Quecksilber- oder Xenonbrenner als auch hochstabilisierte EXFO-X-Cite-Lichtquellen oder Cool-LED-Fluoreszenz-LED-Systeme einsetzen zu können, steht den Anwendern eine breite Auswahl für die Fluoreszenz-Beleuchtung zur Verfügung.

Automation einfach möglich

Mit dem BX53 können sich die Anwender ein System ganz nach ihren Anforderungen aufbauen. Die optionalen kodierten Objektiv- und Filterkarusselle ermöglichen es, Mikroskopvergrößerungen und Filterposition automatisch aufzuzeichnen und Skalierungsfehler zu vermeiden. Darüber hinaus lassen sich bei diesem Modell zahlreiche Komponenten wie Revolver, Filterkarussell, Universalkondensor, ND-Filterrad und Tisch automatisieren. Es bietet damit ähnliche Möglichkeiten für das Kontrastmanagement wie das vollständig motorisierte BX63. Der Z-Motor bewegt zum Fokussieren den Objektivrevolver und nicht wie üblich den Tisch. Dieser hat also eine feste Position, was die Z-Stabilität deutlich erhöht. Neu beim BX63 ist auch die Motorisierung des Tisches, der durch einen Piezo-Ultraschallmotor angetrieben wird. Er ist leise und sorgt für gleichmäßige, präzise Bewegungen. Zusätzlich kann der Tisch aber auch von Hand verschoben werden, z.B. für eine grobe Positionierung der Proben. Eingebaute Encoder erfassen währenddessen kontinuierlich die XY-Position. Dank dieser Kodierung ist der Anwender in der Lage, Koordinaten präzise festzulegen und sie direkt wieder anzusteuern.

Kontrolle und Koordination

Das vollständig auf die jeweiligen Anforderungen eines Anwenders adaptierbare Bedienkonzept der Olympus BX3-Mikroskopsysteme wird nahtlos in der Software mit den individuell zu platzierenden Bedienelementen und den nutzerdefinierten Arbeitsabläufen fortgeführt. Dieses Zusammenspiel zeigt sich auch in der Leistungsstärke eines motorisierten BX3-Mikroskops – wenn es beispielsweise um die Steuerung komplexer Imaging-Prozesse wie die Erstellung von Panoramabildern, Multi-Positions- oder Z-Stapel-Akquisition geht. Die neue Softwarefamilie ist die ideale Wahl für ein leistungsstarkes System.

Olympus Deutschland, 20034 Hamburg

(ID:359108)