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Liquid Handling Miniaturisierte Magnetventile ermöglichen neue Anwendungen

| Autor/ Redakteur: Andreas Zoost / Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Miniaturisierte Komponenten können im Labor deutliche Vorteile bringen. Neben ihrem Platzbedarf ist gerade im Liquid Handling auch der geringere Einsatz von Reagenzien und Probesubstanzen ein wichtiger Aspekt, der für die Verkleinerung der Komponenten spricht.

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Abb. 1: Die neuen Magnetventile bieten bei gleicher Leistung einen um 50% reduzierten Platzbedarf. (Bild: Bürkert)
Abb. 1: Die neuen Magnetventile bieten bei gleicher Leistung einen um 50% reduzierten Platzbedarf. (Bild: Bürkert)

Bei der Entwicklung neuer Analyse- und Laborgeräte geht der Trend seit einiger Zeit in Richtung Miniaturisierung. Kompaktere Geräte mit geringerem Volumen benötigen nicht nur weniger Platz, sondern auch weniger Reagenzien. Angesichts der mitunter sehr hohen Preise dieser Substanzen, können kleinere Geräte mit geringerem internen Volumen dabei helfen, Kosten zu sparen. Darüber hinaus erschließen kompaktere Geräte neue Anwendungsbereiche. Durch den geringeren Platzbedarf müssen sie nicht mehr in Großlaboren aufgestellt werden, sondern können näher an den Ort der Probenentnahme und damit an den Patienten rücken. Indem die Analysetechnik direkt in Arztpraxen oder mit mobilen Geräten sogar in Rettungsfahrzeugen eingesetzt werden kann, befindet sie sich direkt am Point-of-Care (PoC). Das Ergebnis sind schnellere Diagnosen, die wiederrum schnellere Therapieerfolge und bessere Heilungschancen für die Patienten bedeuten können. Dadurch verbessert sich die Qualität der medizinischen Versorgung bei gleichzeitig geringeren Kosten.

Hohe Anforderungen an die Ventiltechnik

An die Ventiltechnik werden in diesem Einsatzbereich sehr hohe Anforderungen gestellt. So sollten die Ventile in jedem Fall mediengetrennt arbeiten. Nur so kann zuverlässig verhindert werden, dass das Medium beispielsweise durch Schmierstoffe verunreinigt wird und die Ergebnisse der Analyse verfälscht werden. In den Life Sciences oder der chemischen Industrie können darüber hinaus auch die Medien selbst aggressiv sein. Dies würde im Laufe der Zeit zu einer Beschädigung des Ventils führen.

Das hier am meisten verbreitete Ventilprinzip ist die seit langem bewährte Wippenventiltechnik. Diese Bauweise zeichnet sich generell durch eine gute Spülbarkeit, hohe Zuverlässigkeit und Rückdruckfestigkeit sowie einen geringen Pumpeffekt durch ein konstantes Volumen im Fluidraum aus. Zu den weiteren Vorteilen der Wippenventile gehören die hohe Flexibilität und Anpassungsfähigkeit an unterschiedlichste Anforderungen in der Fluidik. Die Ventile lassen sich ab Werk präzise für die Bedürfnisse einzelner Anwender optimieren. So können je nach Anforderung unterschiedliche Materialien verwendet, fluidische Schnittstellen definiert oder anwenderspezifische Montagevarianten, die sich an der spezifischen Einbausituation orientieren, ausgewählt werden. Weiterhin kann auch das interne Volumen der Ventile optimiert werden.

Mit den neuen Ventilen der Typen 6624 und 6626 geht Bürkert noch einen Schritt weiter. Mit der dort eingesetzten innovativen TwinPower-Technologie wird der Trend zur Miniaturisierung im Bereich der Labor- und Analysengeräte aufgegriffen und Ventile zur Verfügung gestellt, die bei gleichen Leistungen bis zu 50% kleiner sind.

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