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Patentinformationen Mit Derwent Markush Resource chemische Strukturen leichter patentieren

Redakteur: Manja Wühr

Wer chemische Strukturen patentieren lassen will, dem steht nun eine neue Datenbank zur Verfügung: Derwent Markush Resource. Patent- und Informationsspezialisten finden sie ab sofort auf der neuen Suchplattform von STN.

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Datenbank Derwent Markush Resosurce
Datenbank Derwent Markush Resosurce
(Bild: FIZ Karlsruhe)

London/Großbritannien, Karlsruhe – Markush-Strukturen werden in chemischen und pharmazeutischen Patenten verwendet, um eine sogenannte „Familie“ verwandter chemischer Verbindungen in ein und derselben Erfindung zu schützen. FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur und der Intellectual Property (IP) & Science Bereich von Thomson Reuters haben nun mit Derwent Markush Resource eine Datenbank für chemische Strukturen entwickelt.

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Die Einbindung der Derwent Markush Resource Datenbank in STN – Informations-Service für Forschungs- und Patentinformation – gewährt Patentspezialisten einen Einblick in die Patentierbarkeit einer chemischen Struktur. Die neue STN- Suchplattform umfasst alle wichtigen Chemiedatenbanken. Sie bietet u. a. die deutlich optimierte Navigation und Darstellung von chemischen Strukturen und ermöglicht das performante und präzise Retrieval ebenso wie die Analyse der Suchergebnisse. Die Markush-Strukturen stehen gemeinsam mit den umfangreichen Patentzusammenfassungen im Derwent World Patents Index (DWPISM) zur Verfügung, so dass geschäftsrelevante Fragestellungen entscheidungsreif beantwortet werden können, z.B. ob ein Patent frei nutzbar ist (Freedom-to-Operate-Recherchen). Thomson Reuters‘ Derwent Markush Resource enthält über 1,9 Millionen indexierte generische chemische Strukturen aus über 780 000 Patenten aus aller Welt und ergänzt damit die Datenbanken Derwent World Patents Index (DWPISM) und Derwent Chemistry Resource (DCR).

Suche nach Patentinformationen

„Wir sind stolz darauf, gemeinsam mit FIZ Karlsruhe die Innovationen in der Pharma- und Chemiebranche vorantreiben zu können”, erklärt Gordon Macomber, Leiter der Innovationssparte bei Thomson Reuters IP & Science. „Dank dieser Partnerschaft können wir unseren Kunden umfassenden Zugang zu chemischen Strukturen bieten, die nahtlos mit der weltgrößten Sammlung von Patentinformationen im Derwent World Patents Index verknüpft sind. Patentspezialisten können nun noch präziser als bisher einschätzen, ob eine chemische Struktur patentierbar ist.“

„Derwent Markush Resource ist ein neuer, wesentlicher Bestandteil unseres STN-Angebots an chemischer Patentinformation. STN beinhaltet eine einzigartige Kombination von Inhalten und leistungsstarken Suchfunktionen. FIZ Karlsruhe hat jetzt eine professionelle Suchumgebung für die Derwent Markush Resource Datenbank entwickelt, die es endlich ermöglicht, die komplexen chemische Informationen in Patenten vollständig und effizient zu suchen und im Rahmen Ihrer geschäftskritischen Recherchen nutzbar zu machen. Mit der Implementierung dieser Datenbank auf der neuen STN-Plattform haben wir einen wichtigen Kundenwunsch erfüllt”, so Sabine Brünger-Weilandt, Direktorin und Geschäftsführerin von FIZ Karlsruhe.

Markush-Strukturen

Chemische Verbindungen können in Patenten auf zwei Arten veröffentlicht werden: als spezifische Strukturen oder als Strukturen mit generischen Beschreibungen. Diese sogenannten Markush-Strukturen können Hunderte oder Tausende von einzelnen chemischen Verbindungen repräsentieren. Markush-Strukturen werden häufig in chemischen und pharmazeutischen Patenten verwendet, um eine Klasse von Verbindungen innerhalb ein und derselben Erfindung schützen zu können. Daher ist eine Markush-Suche in Patenten unerlässlich, um die Patentierbarkeit einer Substanz oder Substanzklasse beurteilen zu können. Patentspezialisten benötigen solche Informationen, um in den verschiedenen Entwicklungsstadien festzustellen, ob eine Erfindung frei nutzbar ist („Freedom-to-Operate/FtO“), und um den Wert eines Patentportfolios im chemischen und pharmazeutischen Bereich beurteilen zu können.

Pharmafirmen in der Arzneimittelforschung nutzen Markush-Patente, um Neuentwicklungen von potenziellen Arzneimitteln wirkungsvoll zu schützen. Während Markush-Strukturen häufig Gegenstand von Patentansprüchen sind, machen spezifische Verbindungen den bevorzugten Aspekt einer Erfindung aus. Die Einführung der Derwent Markush Resource auf STN vereinfacht die Suche nach chemischen Patenten erheblich und ermöglicht den Kunden umfassendere Recherchen.

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