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Regenerative Medizin Mit Interdsiziplinären Ansätzen Gewebe und Organe regenerieren

| Redakteur: Dr. Ilka Ottleben

Zusammen mit sechs Partnerinstitutionen hat die Medizinische Hochschule Hannover einen DFG-geförderten Exzellenzcluster zur regenerativen Medizin etabliert. Unter dem Akronym Rebirth (Regenerative Biology and Reconstructive Therapies) sollen neue therapeutische Strategien für Herz, Lunge, Leber und Blut entwickelt werden.

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Der Exzellenzcluster Rebirth zeigt auf der BIOTECHNICA ein begehbares Herz. (Bild: Laborpraxis)
Der Exzellenzcluster Rebirth zeigt auf der BIOTECHNICA ein begehbares Herz. (Bild: Laborpraxis)

Hannover – Bei dem neuen Exzellenzcluster zur regenerativen Medizin wird Interdisziplinarität groß geschrieben: Ärzte, Physiker, Chemiker, Biologen und Ingenieure arbeiten stark vernetzt an dem Ziel, die Selbstheilung von Geweben und Organen zu verstehen. Basierend auf diesem Grundverständnis der regenerativen Biologie sollen neue Therapieansätze, mittels neuer Gewebe, Zellen oder regenerativer Agentien entwickelt und bis in die klinische Anwendung gebracht werden. Dabei konzentriert sich der Cluster auf Erkrankungen des Blutes inklusive des Immunsystems, des Herzens, der Lunge bzw. des respiratorischen Systems sowie der Leber.

Stammzellforschung als besonderer Fokus

Ein besonderer Fokus auch im Hinblick auf den Eintritt in die so genannte personalisierte Medizin bildet hierbei die Stammzellforschung, insbesondere die Erzeugung induzierter pluripotenter Stammzellen (iPS). Im Gegensatz zu embryonalen Stammzellen sind diese ethisch unbedenklich. Wenn es sich um patienteneigene iPS-Zellen handelt, bestände zudem der Vorteil, dass diese bei therapeutischer Anwendung nicht abgestoßen würden.

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Begleitet wird der Exzellenzcluster von einem PhD-Studiengang „Regenerative Science“, der jährlich 20 Studenten die interdisziplinäre Ausbildung in regenerativer Medizin ermöglicht.

Neben der Medizinischen Hochschule Hannover sind die Tierärztliche Hochschule Hannover, die Leibniz Universität Hannover mit angegliedertem Laser-Zentrum (LZH), das Max-Planck-Institut für Molekulare Biomedizin Münster, das Friedrich-Loeffler-Institut Mariensee, das Fraunhofer Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin Hannover sowie das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HKI) in Braunschweig an dem Exzellenzcluster beteiligt.

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