Suchen

Tumormarker

Mit Streulicht Tumormarker ausfindig machen

Seite: 2/2

Firmen zum Thema

Iscat identifiziert ein gesuchtes Protein unter 2000 anderen

Als Schatten im Mikroskop wiesen Marek Piliarik und Vahid Sandoghdar verschiedene unmarkierte Proteine nicht nur in entsprechenden reinen Lösungen nach. Sie spürten einzelne Eiweiße auch in Mischungen auf, die bis zu 2000mal mehr an anderen Proteinen enthielten. „Dabei limitiert uns jedoch nicht die Empfindlichkeit der Optik, wie spezifisch wir ein gesuchtes Protein identifizieren können, sondern die Selektivität der Substanzen, mit denen die Zielproteine auf dem Mikroskopträger gebunden werden“, sagt Marek Piliarik. Wie die Forscher zudem feststellten, hängt die Stärke des Kontrasts zwischen Eiweiß und Hintergrund von der Größe des gesuchten Teilchens ab. Sie fanden sogar Hinweise, dass dieser Kontrast auch etwas über die Form des Proteins verraten kann.

„Die Stärke unseres Biosensors liegt nicht nur darin, dass sie so empfindlich ist und wir damit gesuchte Proteine in einer Probe zählen können“, sagt Vahid Sandoghdar. „Iscat zeigt uns auch die genaue Position der Teilchen.“ Das könnten Biologen ausnutzen, um zu studieren, ob und wie verschiedene Proteine aneinander binden. Das Zusammenspiel der Proteine zu kennen, ist für das Verständnis von Krankheiten und einer Vielzahl biologischer Vorgänge wichtig. Und möglicherweise können Biologen mit Iscat künftig auch noch kleinere Teilchen als Proteine, also etwa RNA-Schnipsel, beobachten und verfolgen, wie sie sich gegenüber anderen Substanzen verhalten. Zu diesem Zweck wollen die Erlanger Forscher das Verhältnis von Signal zu Rauschen in ihrem Biodetektor noch verbessern.

Originalpublikation: arek Piliarik und Vahid Sandoghdar; Direct optical sensing of single unlabelled proteins and super-resolution imaging of their binding sites; Nature Communications, online veröffentlicht 29. Juli 2014; doi: 10.1038/ncomms5495

(ID:42953168)