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Mobile Absaug- und Filteranlage Modulare Anlagen erlauben den leichten kontaminationsfreien Filterwechsel

Autor / Redakteur: Bernd Nauheimer / Anke Geipel-Kern

Die Reinraumtechnik ist mittlerweile technisch sehr vorangeschritten. Trotzdem bleiben noch genügend offene Fragen, etwa wie sich einzelne Kontaminationsmechanismen beherrschen lassen oder wie Kontaminationen analytisch bestimmt werden. Eine neue mobile Absaug- und Filtereinheit gibt zumindest auf einige dieser Fragen eine Antwort.

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Absaug- und Filteranlagen der CR-Serie (Bilder: TBH).
Absaug- und Filteranlagen der CR-Serie (Bilder: TBH).
( Archiv: Vogel Business Media )

Ständig steigende Qualitätsanforderungen, die zunehmende Miniaturisierung bei Komponenten und Produkten sowie die immer komplexeren Fertigungsabläufe und -verfahren, haben die Entwicklung der Reinraumtechnik vorangetrieben. Nicht immer sind aufwändige Schutzmaßnahmen, wie etwa Personal in Schutzanzügen in partikelfreien Räumen, ein gangbarer Weg. Da solche Maßnahmen mit hohen Kosten verbunden sind, sucht man zunehmend nach neuen kostengünstigeren Möglichkeiten, die auch in der Praxis Bestand haben.

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Mobile Absaug- und Filteranlage

Mithilfe von End-Anwendern wurde daher eine neue praxisbezogene Geräteserie TBH-CR entwickelt, die sich durch einen modularen Geräteaufbau für den leichten kontaminationsfreien Filterwechsel auszeichnet. Dadurch besteht die Möglichkeit der Prozess-Qualifizierung der gesamten Anlage nach dem Filterwechsel und im Betrieb der Anlage.

Für die Einheit wurden nur reinraumtaugliche, kontaminationsarme Werkstoffe und Materialen verwendet, d.h. sie sind abriebfest, leicht zu reinigen und bieten nur geringe Ablagerungsmöglichkeiten für Mikropartikel. Der Geräteaufbau ist nach DIN EN ISO 14644-1 geprüft; die ISO-Klassen wurden durch das CCI (Contamination Control Instruments) in Stuttgart bestätigt.

Qualifizierung der Anlage

Das bestehende modulare Anlagenkonzept erleichtert auch die Umsetzung der kontaminationsfreien Filterentnahme (Details siehe Abbildung). Die Absaug- und Filteranlagen der CR-Serie verfügen je nach Ausbaustufe über bereits integrierte Hilfsmittel für eine einfache Qualifizierung der Anlage im Fertigungsbereich.

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So sitzt die Filterkassette grundsätzlich auf einem so genannten Dichtsitzprüfrahmen auf. Dieser ermöglicht die Überprüfung der Schnittstelle Filterkassette zum Basisgehäuse auf Dichtigkeit – (1) Überdruckmessung. Darüber hinaus kann die Anlage optional mit vier Messsonden (2) ausgerüstet werden, die unterhalb der Filterkassette positioniert sind. Dies ermög-licht eine Partikelmessung direkt nach der Filterkassette – Qualifizierungsmessung. Ebenso lässt sich der Luftausblasbereich der Filteranlage mit einem Messmodul ausstatten, um die gesamte Anlage zu qualifizieren.

Geprüfter Geräteaufbau

Der konstruktive Aufbau der Absaug- und Filteranlagen wurde durch das CCI geprüft und bestätigt. Die CR-Serie ist damit je nach Ausbaustufe in Reinräumen der ISO-Klassen 3, 5, 7 und 9 einsetzbar. Die Luftleistungen der CR-Serie variieren zwischen 280, 440 und 640 Kubikmeter pro Stunde. Durch den modularen Aufbau der Absauganlagen ist die Filterausstattung frei wählbar. Für die Erfassung von Feinstaub-emissionen ist das Filterpaket – Z, bestehend aus einem Z-Line-Vorfilter (F5) mit nach geschaltetem Hepa-Filter (H14), geeignet. Zur Erfassung von Dämpfen und Gasen steht das Filterpaket – A, mit Aktivkohle und nach geschaltetem Hepa-Filter (H14), zur Verfügung. Diese Filterpakete werden sowohl in der Gehäuse-Ausführung Edelstahl als auch in MDF-Ausführung (veraschbar) angeboten (MDF = Medium Density Fiberboard).

Der Autor ist Mitarbeiter bei der TBH GmbH in Straubenhardt.

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