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Egnaton Nachhaltige Labortechnologien international stärken

Autor / Redakteur: Ilka Ottleben* / Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Mit dem gemeinsamen Ziel die nachhaltigen deutsch-europäischen Labortechnologien zu stärken, haben sich vor wenigen Monaten engagierte „Macher“ der Laborbranche zusammengetan und in Darmstadt die Europäische Gesellschaft für Nachhaltige Labortechnologien e.V. – EGNATON – gegründet.

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Darmstadt/Frankfurt a.M. - Die EGNATON-Initiative wendet sich an alle Unternehmen, Organisationen, öffentliche sowie institutionelle Laborbetreiber, die mit der Planung und dem Betrieb von Laboratorien befasst sind und hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen Paradigmenwechsel in der öffentlichen Anerkennung von Laborwissenschaften, chemischer und pharmazeutischer Industrie und den Biowissenschaften zu erwirken. „Zum ersten Mal finden sich Nutzer, Laborplaner, Institute, Universitäten, Industriekonzerne, Lieferanten und Hersteller der Laborbranche auf einer Plattform zusammen“, sagte Konrad Kreuzer, Präsident des am 25. November 2009 gegründeten Vereins und Geschäftsführer bei Waldner Laboreinrichtungen, anlässlich einer Pressekonferenz im April 2010 bei der DECHEMA in Frankfurt.

Die drei Säulen der Nachhaltigkeit

„Im Rahmen eines internationalen Konsenses versteht man heute unter „Nachhaltigkeit“ die Umsetzung eines in drei Säulen – ökonomische und ökologische Qualität sowie sozio-kulturelle Aspekte – gegliederten Forderungskatalogs“, betonte EGNATON-Geschäftsführer Egbert Dittrich (Labdicon-Dittrich Consulting). Bezogen auf Laboratorien stehen dabei vor allem die Reduzierung der hohen Betreiberkosten infolge extrem hohen Energieverbrauchs und Verbrauchsmaterials aber auch der gesamten Einrichtung im Vordergrund. Gleichzeitig mindern solche Maßnahmen das ökologische Risiko. Dabei müssen die Sicherheit und die Arbeitsbedingungen der Labornutzer ebenso im Fokus bleiben, wie die Anforderungen an moderne Laborplanung hinsichtlich einer effizienten, kreativen und kommunikativen Nutzung durch die Wissenschaftler.

Plattformen und Arbeitsgruppen gegründet

In diesem Sinne befasst sich eine erste gegründete Arbeitsgruppe unter der Leitung von Dr. Christoph Heinekamp mit dem Thema Laborlüftung. Hier ist das Energieeinsparpotenzial von Laborgebäuden am größten. Im Gegensatz zu anderen gewerblichen Gebäudetypen dient die Laborlüftung vor allem der Sicherheit der Nutzer im Zusammenhang mit der Verdünnung gefährlicher Stoffe, die bei Havarien frei gesetzt werden können. Hier spielt vor allem die Luftzuführung eine entscheidende Rolle. Um die Gefährdung zusätzlich zu reduzieren, ist das Arbeiten mit gefährlichen Substanzen grundsätzlich nur in Abzügen erlaubt. Ein Abzug kann dabei die Energie von bis zu drei Einfamilienhäusern verbrauchen. „Durch Optimierung von Luftströmen ist es jedoch möglich, mit viel weniger Luft sichere Abzüge zu konstruieren“, so Dr. Heinekamp. Die Arbeitsgruppe widmet sich technischen Lösungen dieser Anforderungen und plant den Anstoß eines Forschungsprojektes zu diesem Thema.

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