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Jugend forscht Nachwuchswettbewerb Jugend forscht mit neuem Teilnehmerrekord

Redakteur: Marion Wiesmann

Die diesjährigen Regionalwettbewerbe von Jugend forscht sind gestartet. In 70 Städten im gesamten Bundesgebiet präsentieren derzeit über 10 000 Jugendliche ihre Projekte einer Jury und der Öffentlichkeit. Oftmals stehen große Konzerne Pate.

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Die Jury bestimmte, wer beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht - Schüler experimentieren“ weiterkommt (von links): Dr. Thomas Weber, Betriebsleiter bei Mikro-Technik, und Hans Dresch, Fresenius, ließen sich vom 14-jährigen Tim Kratky dessen Chemie-Experiment erklären.
Die Jury bestimmte, wer beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht - Schüler experimentieren“ weiterkommt (von links): Dr. Thomas Weber, Betriebsleiter bei Mikro-Technik, und Hans Dresch, Fresenius, ließen sich vom 14-jährigen Tim Kratky dessen Chemie-Experiment erklären.
( Archiv: Vogel Business Media )

Würzburg – Jugend forscht ist ein bundesweiter Nachwuchswettbewerb, der besondere Leistungen und Begabungen in Naturwissenschaften, Mathematik und Technik fördert. Jugendliche bis 14 Jahre treten in der Juniorensparte „Schüler experimentieren“ an. Die 15- bis 21-Jährigen starten in der Sparte „Jugend forscht“.

Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbewerb stößt hierbei auf rege Unterstützung aus der Industrie. So finden sich unter den Patenfirmen und damit Ausrichtern der Wettbewerbe zahlreiche Branchengrößen. Auch aus der Chemie- und Pharmaindustrie sind namhafte Firmen vertreten, beispielsweise Wacker, BASF, Merck und Boehringer Ingelheim Pharma.

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Bundesweit nehmen in diesem Jahr erstmals über 10 000 Jugendlichen teil. „Die sehr hohe Zahl von Teilnehmern beweist, dass Naturwissenschaften bei jungen Menschen wieder stärker in den Mittelpunkt des Interesses rücken“, sagte Dr. Uta Krautkrämer-Wagner, Geschäftsführerin der Stiftung Jugend forscht e. V. „Neun von zehn erfolgreichen Wettbewerbsteilnehmern wählen später auch ein Studienfach aus diesem Bereich. Auf diese Weise leistet Jugend forscht einen wichtigen Beitrag, die Talente zu finden, die wir in Wissenschaft und Wirtschaft dringend benötigen.“

Für den Unterfränkischen Regionalwettbewerb, der in der vergangenen Woche stattfand, suchte sich die Patenfirma Chancen-Region Mainfranken einen passenden Ort: Im Vogel Convention Center, den Kongressräumlichkeiten der Vogel Medien Group, werden sonst Fachtagungen und –seminare gehalten und boten somit einen passenden Rahmen für die Präsentation der Projekte. An zwei Tagen präsentierten 127 Teilnehmer insgesamt 75 Forschungsprojekte. Eine Jury prämierte in den beiden Kategorien „Schüler experimentieren“ und „Jugend forscht“ den jeweiligen Regionalsieger in den Fachbereichen: Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik sowie Technik.

„Unternehmen sind auf innovative und visionäre junge Leute angewiesen“, betonte Claus Wüstenhagen, Geschäftsführer der Vogel Industrie Medien, bei der Eröffnung des Regionalwettbewerbs in Würzburg. „Es ist wichtig, interessierte Jugendliche weiter zu fördern, auch wenn es etwas Zeit in Anspruch nimmt“, findet auch Hans Dresch von Fresenius, Jury-Mitglied im Regionalwettbewerb Unterfranken und meint damit aufgeweckte Jungforscher wie zum Beispiel den 14-jährigen Tim Kratky aus Bad Neustadt, der in seinem Chemie-Projekt „erschnupperte“, ob Edelstahl wirklich Gerüche bindet, oder Tim Imhof (15) und Thomas Fuchs (15) aus Hösbach, die dem Chemie-Nobelpreisträger Linus Pauling nacheifern und die Schutzwirkung von Cyclodextrinen auf Vitamin C untersuchten.

Die besten Jungforscher der Regionalebene qualifizieren sich für die Landeswettbewerbe, die Anfang März beginnen. Den Abschluss der 43. Runde von Jugend forscht bildet der Bundeswettbewerb vom 22. bis 25. Mai 2008 in Bremerhaven.

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