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Karriere Naturwissenschaftler sind stets auf der Suche nach dem besseren Job

| Redakteur: Dipl.-Medienwirt (FH) Matthias Back

72 Prozent der Arbeitnehmer mit naturwissenschaftlicher akademischer Ausbildung denken überdurchschnittlich oft an einen Stellenwechsel. Knapp zwei Drittel haben sich sogar fest vorgenommen, im nächsten Jahr konkret nach neuen Angeboten zu suchen.

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Eine Studie von Kelly Services zeigt: Naturwissenschaflter basteln ständig an ihrer Karriere und sind demnach ständig auf der Suche nach besseren Jobs.
Eine Studie von Kelly Services zeigt: Naturwissenschaflter basteln ständig an ihrer Karriere und sind demnach ständig auf der Suche nach besseren Jobs.
(Bild: Marco2811/Fotolia.com)

Dabei spielt es kaum eine Rolle, wie zufrieden sie in ihrer aktuellen Position sind: Unter denjenigen, die sich in ihrem derzeitigen Unternehmen eigentlich wohl fühlen, loten ebenfalls über 70 Prozent regelmäßig die Chancen für eine Veränderung aus. Damit sind die Naturwissenschaftler deutlich wechselwilliger als jede andere Berufsgruppe. Das zeigen die Ergebnisse des Kelly Global Workforce Index, der sich mit den Ansichten von Teilnehmern im Arbeitsmarkt beschäftigt.

Hoch qualifizierte Mitarbeiter mit naturwissenschaftlicher Ausbildung sind begehrt – erst recht, wenn sie in innovationsstarken Branchen tätig sind. Aber sie sind auch anspruchsvoll. Mehr als alle anderen Fachkräfte zeigen Naturwissenschaftler nur schwache Bindungskräfte an ihre aktuellen Arbeitgeber und sind mehr oder weniger ständig auf der Suche nach beruflichen Verbesserungsmöglichkeiten.

„Wer gefragt ist, hat die Wahl. Das scheinen die Studienteilnehmer erkannt zu haben und zeigen sich entsprechend selbstbewusst. Dabei geht es weniger um Status und Geld, sondern vor allem um attraktive Perspektiven im Job “, erläutert Dr. Chiara Palazzi, Operations Manager Professional & Technical von Kelly Services.

Gesucht: anspruchsvolle Tätigkeiten

Von einem Wechsel erhoffen sich die Betroffenen vor allem eine Erweiterung oder Aufwertung ihres Tätigkeitsfelds. Mit 42 Prozent der Nennungen ist „anspruchsvolle Arbeit“ der wichtigste Punkt auf der Wunschliste der Wechselwilligen, dicht gefolgt von „Möglichkeiten zur persönlichen Entfaltung und Weiterentwicklung“ (39 Prozent).

Arbeitgeber soll finanzstark und solide sein

Obwohl sie sich selber eher flexibel geben, erwarten die Befragten von einem potenziellen neuen Arbeitgeber – neben einer soliden finanziellen Situation und einer möglichst zentralen Lage – vor allem Beständigkeit. Darüber hinaus legen sie vergleichsweise großen Wert auf soziale Verantwortung, eine entspannte Unternehmenskultur, klare Verantwortlichkeiten und eine transparente Kommunikation.

„Naturwissenschaftler erwarten einiges von ihren Arbeitgebern – aber nichts Unmögliches. Wer sie ans Unternehmen binden will, kann das beispielsweise mit Maßnahmen wie Trainings oder anderen Möglichkeiten zur Weiterentwicklung tun. Dabei geht es in erster Linie offensichtlich nicht um Aufstiegsperspektiven, sondern um Abwechslung und Herausforderung. Was solche Mitarbeiter am meisten zu fürchten scheinen, ist Routine“, ergänzt Palazzi.

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