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Laborplanung

Neubau für Exzellenzforschung

01.12.2009 | Redakteur: Marc Platthaus

Abb. 4: Für die Pflanzenzüchtung wurde eine Gewächshaus gebaut.
Abb. 4: Für die Pflanzenzüchtung wurde eine Gewächshaus gebaut.

Das Rudolf-Virchow-Zentrum wird seit 2001 von der Deutschen Forschungsgesellschaft als Exzellenzzentrum gefördert. Ein gemeinsamer Neubau mit dem Institut für molekulare Infektionsbiologie soll die Spitzenforschung in Würzburg weiter garantieren.

Am 8. Oktober 2009 wurde in Würzburg der neue Sitz für das Institut für molekulare Infektionsbiologie und das Rudolf-Virchow-Zentrum (RVZ) der Universität Würzburg feierlich eingeweiht. Die beiden Institute verbinden Spitzenforschung und Lehre und zählen zu den wichtigsten ihrer Art in Deutschland. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der interdisziplinären Kooperation zwischen Biologie, Medizin, Pharmazie, Chemie und Physik. Die neue bauliche Einheit aus einem neuen Baukörper und einem denkmalgeschützten Altbau erlaubt den beiden Instituten erstmals die gemeinschaftliche Nutzung von Räumen und modernsten Laboreinrichtungen. Die Gesamtfläche des Neubaus beträgt rund 10 000 Quadratmeter, mehr als 4700 davon entfallen auf Labors. Der Bund und das Land Bayern teilten sich die Baukosten von 78 Millionen Euro. Die klare Architektur von Gerber Architekten orientiert sich an den komplexen technischen Anforderungen der Institute, an der abgestuften Öffentlichkeit von Forschung und Lehre sowie am kommunikativen Austausch, der für Wissenschaft und Forschung zunehmend an Bedeutung gewinnt. Der Neubau wurde vom Dortmunder Büro Gerber Architekten realisiert, das bereits zahlreiche Labor- und Institutsbauten in Deutschland geplant hat.

Exzellenzforschung

Gegründet wurde das Rudolf-Virchow-Zentrum im Jahr 2001. Es war damals eines der bundesweit ersten drei Exzellenzzentren, die nach einem harten Wettbewerb finanziell von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wurden. Zwei Begutachtungen hat das Zentrum unter der Leitung von Professor Martin Lohse seitdem erfolgreich bestanden. Derzeit befindet es sich in der dritten Förderperiode, für welche die DFG bis 2013 insgesamt 27,5 Millionen Euro bereitstellt. In den Bereichen Nachwuchsgruppeninstitut, Kernzentrum und Forschungsprofessuren arbeiten Arbeitsgruppen auf dem Gebiet der Schlüsselproteine. Das RVZ arbeitet eng mit den Fakultäten für Biologie und Medizin zusammen. Es verbindet Spitzenforschung, Lehre und Öffentlichkeitsarbeit zur Förderung des Dialogs zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Das Institut für molekulare Infektionsbiologie wurde 1993 als interdisziplinäre Einrichtung an der Fakultät für Medizin der Universität Würzburg gegründet.

Ein vorrangiges Ziel war die Verbindung zwischen Medizin- und Biologiefakultät; darüber hinaus besteht eine enge Kooperation mit den Fakultäten für Pharmazie, Chemie und Physik. Die Forschungsarbeit des Instituts zielt darauf, fundamentale Aspekte von Infektionsprozessen zu ergründen; Arbeitsgruppen untersuchen molekulare Aspekte von Infektionen, verursacht durch Bakterien, Parasiten und Pilze. Die Institutsmitglieder stellen biologische Probleme von Infektionskrankheiten im Rahmen von Vorlesungen, Seminaren und praktischen Kursen insbesondere für Studenten der Biologie, aber auch der Medizin und Zahnmedizin vor. Das Institut für molekulare Infektionsbiologie ist eingebunden in die Gründung einer International Graduate School an der Universität Würzburg. Der Nutzung entsprechen die hohen architektonischen und technischen Anforderungen bei der Planung des Neubaus, in dem sensibelste Laboreinrichtungen gemäß aktueller Forschungsbedingungen in Biologie, Medizin und Nachbardisziplinen geschaffen wurden. Zugleich galt es, die besondere Bedeutung kommunikativer Aspekte in der interdisziplinären Forschung sowie das fruchtbare Nebeneinander von Forschung und Lehre zu fördern.

  • Auf Seite 2 geht es um die neuen Labors des Instituts

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