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Softwareapplikation Neue Software für das Hochdurchsatz-Screening

| Redakteur: Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Die Libraryview-Software von AB Sciex erlaubt das schnelle und zuverlässige Screening nach Kontaminationen, chemischen Verbindungen und Drogen in umfassenden, maßgeschneiderten Substanz-Bibliotheken. Typische Anwendungsgebiete sind Nahrungsmittel- und Umweltproben, die klinische Forschung und die forensische Toxikologie.

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(Bild: AB Sciex)

Die Software ist laut Herstellerangaben als erste Applikation in der Lage, viele Proben auf hunderte von Chemikalienspuren hin zu untersuchen. Dafür greift sie auf umfassende Datenbanken zurück, die passgenau auf unterschiedliche Analysemethoden zugeschnitten sind. In Verbindung mit den Q-Trap- und Triple-Tof-Technologien erhöht die Software außerdem Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit für Screening-Workflows.

Die Software nutzt die integrierten qualitativen und quantitativen Funktionalitäten dieser Technologien, mit denen Full-Scan-MS/MS-Spektren chemischer Verbindungen mit hoher Sensitivität analysiert werden können. Ein Full-Scan-Spektrum bildet alle wichtigen Fragmente der jeweiligen chemischen Verbindung ab – gleich einem chemischen Fingerabdruck. Damit können Chemikalien zuverlässiger aufgespürt werden als mit herkömmlichen Identifikationsverfahren, die nur ein oder zwei Fragmente aus MRM-Analysen nutzen. Datenbankvergleiche mit kompletten „MS/MS Fingerprints“ reduzieren falsch-positive Zuordnungen in sensitiven Analysen und erlauben sicherere Identifizierungen.

Auch Hochdurchsatzlabore profitieren von der neuen Software: Sie können ihre Workflows verbessern, indem sie eigene, maßgeschneiderte Bibliotheken konstruieren, die Informationen über Retentionszeiten, LC-Bedingungen und assoziierte Matrizes enthalten. Diese Merkmale sind ebenfalls wichtige Voraussetzungen für korrekte und belegbare Datenbank-Screenings und Identifikationen. Auch die intuitive Bedienbarkeit, die Möglichkeit zur Entwicklung eigener Datenbanksuchen und die Fähigkeit zur schnelleren und interaktiven Datenanalyse zeichnen die neue Softwareapplikation aus. So kann der Durchsatz einer Datenanalyse stark erhöht werden.

Labore, die sich auf zielgerichtetes Screening mit kleinerem Durchsatz spezialisiert haben, können maßgeschneiderte Bibliotheken spezifisch für die Verbindungen einrichten, die für sie von Interesse sind. So könnte zum Beispiel ein Nahrungsmittel- und Umweltanalyselabor mit Hilfe der neuen Software gezielt nach einigen ausgewählten Pestiziden suchen. So können Datenanalysen optimiert und die Analysezeit von einigen Stunden auf wenige Minuten reduziert werden. Das Set-Up der Software ist intuitiv, und es ist nicht nötig, in jedem Fall die gesamte Datenbank zu durchsuchen.

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