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Neurodegenerative Erkrankungen Neues Helmholtz-Zentrum in Bonn für Neurodegenerative Erkrankungen

Redakteur: Marion Wiesmann

In Bonn wird ein neues Helmholtz-Zentrum entstehen. Unter dem Dach dieses neuen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen wird zukünftig Forschung zu Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson gebündelt.

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Bonn – Auf eine bundesweite Ausschreibung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zur Gründung eines Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen hatte die Gründungskommission 23 Anträge erhalten.

Nun ist die Entscheidung gefallen: Das neue Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen wird in Bonn angesiedelt – unter Einbindung des Universitätsklinikums Bonn, der Forschungseinrichtung CAESAR, des Max-Planck-Instituts für Alternsforschung in Köln und der neurowissenschaftlichen Forschung des Helmholtz-Forschungszentrums Jülich. Das Zentrum wird „Helmholtz-Zentrum Bonn - Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen“ heißen.

Partnerstandorte in Göttingen, München, Tübingen, Magdeburg, Witten und Rostock/Greifswald

Dem Kernzentrum werden zunächst sechs Partnerstandorte in Göttingen, München, Tübingen, Magdeburg, Witten und Rostock/Greifswald an die Seite gestellt. Zudem wird Dresden mit einer Anschubfinanzierung ausgestattet, um künftig Partnerinstitut zu werden. „Das Zentrum und die Partner-Institute bringen so die erforderliche kritische Masse zusammen, um neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson lösungsorientiert anzugehen“, sagte Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren. Kern-Zentrum und Partner-Institute werden jährlich mit 60 Millionen Euro gefördert.

Demenzen und andere neurodegenerative Erkrankungen gehören zu den größten Herausforderungen einer alternden Gesellschaft. In Deutschland leiden derzeit rund eine Million Menschen über 65 Jahren an den Folgen einer Demenz, die Zahl der Neuerkrankungen liegt bei ca. 200.000 pro Jahr. Ohne neue Präventionsmaßnahmen und ohne die Entwicklung von neuen Therapieverfahren werde sich die Zahl der Demenzerkrankten nach einer Schätzung der Bundesregierung auf über vier Millionen erhöhen. Die Bundesregierung hatte daher auf der Klausurtagung in Meseberg im August 2007 beschlossen, ein Institut für Neurodegenerative Erkrankungen zu gründen. „Durch die Erforschung von Krankheitsursachen, neue Möglichkeiten der Prävention und Früherkennung, die Entwicklung wirksamer Therapien und die besten Formen der Pflege und Versorgung wollen wir den Menschen ein besseres Leben ermöglichen“, sagte die Bundesforschungsministerin Annette Schavan.

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