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Rohstoffversorgung Neues Verfahren für die Herstellung von Aromaten entdeckt

Redakteur: Tobias Hüser

Ein neu entdecktes Verfahren nutzt flüssige Salze zur Gewinnung von aromatischen Verbindungen aus Materialien wie Holz oder Altkunststoffen. Die Forschungsergebnisse des Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie ICT könnten eine Wende für eine gesamte Substanzklasse einleiten und vor allem die chemische Nutzung nachwachsener Rohstoffe vorantreiben.

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Wie kann die Rohstoffversorgung mit organischen Grundchemikalien auch im Zeitalter nach dem Erdöl sichergestellt werden? Diese Frage stellt sich das Fraunhofer-Institut ICT.
Wie kann die Rohstoffversorgung mit organischen Grundchemikalien auch im Zeitalter nach dem Erdöl sichergestellt werden? Diese Frage stellt sich das Fraunhofer-Institut ICT.
(Bild: Takeda)

Pfinztal – Die hergestellten Gemische des am Fraunhofer ICT neu entwickelten Verfahrens enthalten viele aromatische Verbindungen, was eine chemische Analyse ergab: „Es handelt sich zu größten Teilen um Benzol, Toluol, Ethylbenzol und para-Xylol, aber auch Styrol und Naphthalin sind im Produktgemisch in wesentlichen Anteilen enthalten“, berichtet Jochen Forstner, Leiter des Projektes.

Als gasförmige Nebenprodukte wurden Wasserstoff, Alkene und Alkane gefunden, denen ebenfalls eine große wirtschaftliche Bedeutung zugeschrieben wird. Diese sind gleichermaßen Ausgangsstoffe für weitere chemische Produkte, wie z.B. Kunststoffe und Medikamente, deren Nachfrage ständig ansteigt. Mit dem neuen Fraunhofer-ICT-Verfahren lassen sich viele Herausforderungen knapper und teurer werdender Rohstoffe meistern, denen sich die chemische Industrie in den kommenden Jahren verstärkt stellen muss.