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Arzneimittelproduktion Neues Zellbiologie-Technikum stärkt die Forschung

Redakteur: Tobias Hüser

Mit der Einweihung des neuen Zellbiologie-Technikums am Standort Wuppertal baut Bayer seine Biologika-Kompetenz weiter aus. 35 Millionen Euro investierte das Unternehmen in die Anlage, in der künftig 20 Mitarbeiter biologische Arzneimittelwirkstoffe für den Einsatz in klinischen Studien produzieren werden. Ein Ziel ist dabei die bessere Behandlung von Krebs-Erkrankungen.

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Große Freude über die bevorstehende Inbetriebnahme des neuen Wuppertaler Technikums Zellbiologie (v.l.n.r.: Dr. Simone Kardinahl, Leiterin der Biotechnologischen Entwicklung Bayer Health Care Wuppertal, Peter Jung, Wuppertaler Oberbürgermeister, Dr. Marijn Dekkers, Vorstandsvorsitzender von Bayer, Anne Lütkes, Regierungspräsidentin Düsseldorf, Dr. Klaus Jelich, Standortleiter Wuppertal, Prof. Dr. Andreas Busch, Bayer Health Care Executive Committee und Leiter Global Drug Discovery).
Große Freude über die bevorstehende Inbetriebnahme des neuen Wuppertaler Technikums Zellbiologie (v.l.n.r.: Dr. Simone Kardinahl, Leiterin der Biotechnologischen Entwicklung Bayer Health Care Wuppertal, Peter Jung, Wuppertaler Oberbürgermeister, Dr. Marijn Dekkers, Vorstandsvorsitzender von Bayer, Anne Lütkes, Regierungspräsidentin Düsseldorf, Dr. Klaus Jelich, Standortleiter Wuppertal, Prof. Dr. Andreas Busch, Bayer Health Care Executive Committee und Leiter Global Drug Discovery).
(Bild: Bayer)

Wuppertal – Die Bedeutung des neuen Zellbiologie-Technikums wird schnell klar: Sieben der fünfzehn meistverkauften Bayer-Medikamente werden in Wuppertal produziert. Die neuen 35 Millionen Euro teuren Labore und Anlagen erstrecken sich über fünf Etagen auf einer Gesamtfläche von 5.000 Quadratmetern. Im Zentrum der Arbeit soll dort die biotechnologische Herstellung von Antikörpern und anderen therapeutischen Proteinen stehen.

Mit der Inbetriebnahme des Technikums im Frühjahr 2013 erweitert Bayer Health Care die Produktionskapazitäten in der Zellbiologie auf den 3000-Liter-Maßstab. Der Geschäftsbereich hat in den vergangenen Jahren die Biologika-Forschung kontinuierlich ausgebaut. Inzwischen befinden sich einige biologische Wirkstoffe in der klinischen Entwicklung. „Das neue Technikum schafft die notwendigen Voraussetzungen, um ausreichend Material für die klinischen Studien der Phase III herstellen zu können“, sagt Dr. Simone Kardinahl, Leiterin der Biotechnologischen Entwicklung von Bayer Health Care.

Technik- und Produktionsebene voneinander getrennt

Das modulare System der Mehrzweckanlage erlaubt es, die eingesetzten Apparaturen flexibel miteinander zu verbinden. Dies ermöglicht die Herstellung verschiedener Produkte. Das gesamte Gebäude wird den besonderen Reinheitsanforderungen an die Produktion therapeutischer Proteine gerecht. Um Produkt-Kontaminationen zu vermeiden, sind Technik- und Produktionsebenen strikt voneinander getrennt. Es gibt mehrere separate Reinraumbereiche, die nur über Schleusen zugänglich sind. Die Fermentationsanlage ist darauf ausgerichtet, das gesamte Verfahren steril durchzuführen – angefangen bei den Einsatzstoffen bis hin zur Proben-Entnahme.

Das neue Technikum hat Bayer Technology Services gebaut und ausgestattet. Bis zur Inbetriebnahme werden alle Anlagenteile, Systeme und Steuerungen entsprechend den nationalen und internationalen Regelwerken auf ihre Eignung zur Arzneimittelherstellung bis ins Detail geprüft und die Ergebnisse dokumentiert.

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