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Medtech meets Pharma

„Nicht miteinander zu sprechen, ist keine Option“

| Autor / Redakteur: Peter Reinhardt / Matthias Back

Sprechen Sie denn überhaupt die gleiche Sprache?

Meyer: Ja. Wir haben die gleichen Anwender vor uns und werden in entsprechende Gespräche mitunter schon gemeinsam mit der Pharmaindustrie eingeladen. Zwar haben wir unterschiedliche Vorprägungen, aber wir arbeiten in den gleichen Prozess- und Compliance-Welten. Regelbasiert, sehr strukturiert, nachweislich und transparent. Daher glaube ich, dass diese Welten sehr gut zusammenpassen. Nicht miteinander zu sprechen, ist keine Option. Wir müssen mit Medizin und Pharma kooperieren.

Sehr viel Innovationspotenzial steckt in KMU und Start-Ups. Wie können Sie forschende Mediziner ansprechen?

Alexiou: Netzwerken, netzwerken, netzwerken. Da geht viel über persönliche Kontakte. Das gilt übrigens auch für den Kontakt von uns Forschern zu großen Unternehmen. Auch diese Beziehung ist nicht immer ganz einfach. Aber wer miteinander spricht, dem gelingt es auch, gemeinsam neue Ideen zu entwickeln. Das habe ich in meiner Laufbahn immer wieder erlebt – aus reiner Freude an der Arbeit, auch mal ohne dass man gleich über Zahlen spricht.

Aber früher oder später muss man über Zahlen sprechen. Nehmen wir beispielsweise das Marktpotenzial für begleitende Diagnostik. Das ist dürfte bei rund 3,5 Mrd. US-Dollar liegen. Wie wollen Sie diesen Markt zeitnah erschließen, Herr Meyer?

Meyer: Vor gut einem Jahr haben Vertreter von Krankenversicherungen, Universitätskliniken und Juristen auf einem Symposium der Deutschen Gesellschaft für innere Medizin erklärt, dass hier in Deutschland noch vier bis fünf Jahre vergingen, ehe wir zu einem zugelassenen kombinierten Produkt kommen. Das halte ich bei der aktuellen Gesetzeslage für realistisch. Jedoch haben wir Möglichkeiten, diese Prozesse zu beschleunigen, indem wir durch penetrante Überzeugungsarbeit sicherstellen, dass die Legislative dieses Thema ernster nimmt als in der Vergangenheit. Unterstützt durch ihre Verbände müssen die Unternehmen deutlich machen, dass hier Potenzial für effiziente medizinische Behandlungsmöglichkeiten vorhanden ist, das aber aktuell nicht gehoben werden kann, weil es heute nicht bezahlt wird.

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