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Atomabsorptionsspektroskopie

Nickelgehalt im menschlichen Urin zuverlässig überwachen

| Autor / Redakteur: Adis Skenderi*, Hans-Christian Mans* und Jan Scholz** / Marc Platthaus

Untergrundkorrektur-Routine ermöglicht sichere Messung von Nickelgehalten

Diese Materialien wurden ausgewählt, da die erhaltenen Spektren beider Materialien in der Summe die spektralen Nickelstörungen in allen getesteten Urinproben richtig abbildeten. Das heißt, mittels eines gewichteten Subtraktionsalgorithmus (entwickelt durch die Analytik Jena AG) konnten sämtliche Molekülabsorptionsbanden von PO und SiO aus dem Absorptionsspektrum humaner Urinproben entfernt werden (s. Abb. 4, unten). Dadurch erhält man ein „ungestörtes Nickel-Signal“.

Das Potenzial dieser leistungsstarken Untergrundkorrektur-Routine soll nachfolgend für drei für die zu entwickelnde Routineanalyse repräsentative Urinproben mit Nickelgehalten von 4,5 bis 36,7 ppb exemplarisch veranschaulicht werden. Die Nickelgehalte der verwendeten Urinproben S 01, S 02 sowie S 03 waren im Vorfeld zu der vorliegenden Studie in einem Ringversuch bestätigt worden, und die hier mittels HR-CS AAS erhaltenen Nickelgehalte sind in Tabelle 1 zusammengetragen.

Für die drei Urinproben zeigten die ermittelten Nickelgehalte eine sehr gute Übereinstimmung mit den zertifizierten Werten (Ringversuch); vorausgesetzt, dass die oben beschriebene Untergrundkorrektur-Routine Anwendung fand. Das heißt, die mittleren Nickelgehalte für S 01, S 02 sowie S 03 lagen immer dann in dem zertifizierten Konzentrationsbereich, wenn spektrale Störungen der Nickellinie durch die Urinmatrix richtig korrigiert wurden. Sofern keine spektrale Korrektur unter Einbeziehung von Korrekturspektren des Natriumdihydrogenphosphats (s. laborpraxis.de) und des Wasserglases (s. laborpraxis.de) erfolgte, wurden die Nickelgehalte für S 01 und S 02 mit 300% bzw. 200% überbestimmt (s. Tab. 1).

Abschließend sei angemerkt, dass die hier vorgestellte Routineanalyse der Currenta GmbH, unabhängig von der Urinprobe, mit der Messung eines wässrigen Blindwerts und der eigentlichen Probe sowie jeweils einer 25 ppb Nickelaufstockung bei nur drei Wiederholmessungen auskommt. In Anbetracht der erreichten Präzision und der hohen Reproduzierbarkeit ist auch die Wirtschaftlichkeit dieser Analysenroutine besonders hervorzuheben, da matrixangepasstes Kalibrieren sowie Messwertevaluierung gleichfalls auf ein Minimum reduziert werden.

Literatur:

[1] Angerer, J.; Heinrich-Ramm, R.; Begerow, J. Analytiker-Taschenbuch (1991) 10, 397-433.

[2] Bundesgesundheitsblatt-Gesundheitsforschung-Gesundheitsschutz 44 (2001) 12, 1243-1248.

* A. Skenderi, H.-C. Mans: Currenta GmbH & Co. OHG, 51368 Leverkusen

* *J. Scholz: Analytik Jena AG, 07745 Jena

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