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Soylent Marke Eigenbau

An der Rezeptur wird laufend gearbeitet. Ursprünglich gab es beispielsweise jeweils eine Version für Frauen un Männer. Nun soll eine Unisex-Variante die optimale Zusammensetzung für alle bieten. Anscheinend versprechen sich die Hersteller Inspirationen auch von einer Unterseite des Blogs Dort kann sich jedermann auf die Suche nach dem perfekten Supershake jenseits der kommerzialisierten Version von Soylent machen. Und Rhinehart liest mit. Nur so ist der Ansatz zu erklären, diese Plattform zu bieten, die auf den ersten Blick das eigene Geschäftsmodell untergräbt.

Recht viele Menschen weltweit begeistern sich privat für die Idee. Da geht es dann um diätische Varianten, solche, die noch ein bisschen Kaubeschäftigung bieten und geschmackliche Aspekte wie etwa das Aroma von diversen Obstsorten oder Schweinefleisch. Zielgruppen wie Vegetarier, Laktoseabstinente oder Bodybuilder finden das Passende. Wer mag, kann auch nach dem Herkunftsland der Kreateure sortieren. Die Rezepturen sind detailliert aufgeführt, einschließlich aller Nährwerte und möglicher Bezugsquellen. Manche Bestandteile scheinen unersetzlich, etwa Fischöl für die Versorgung mit Omega-Fettsäuren.

Soylent kann was

Soylent hat viele Vorteile: Es ist ohne besondere Umgebungsbedingungen lange haltbar, wobei alle Nährstoffe vollständig erhalten bleiben. Letzteres gilt auch für die Zubereitung: Nichts wird zerkocht, die hitzeempfindlichen Vitamine können wirken. Außerdem hat es nicht mit typischen Verunreinigungen natürlicher Produkte (etwa Pestizide oder Antibiotika) zu kämpfen und ist ohne exzessive Landwirtschaft aus chemisch reinen Zutaten herzustellen. Der pragmatische Esser erhält genau die Kalorienanzahl, die er bei seinem individuellen Lebensstil braucht, um sein optimales Gewicht zu erreichen und dann zu halten. Die Modifikation zum Ab- oder Aufbau von Gewicht ist leicht einstellbar.

Dazu kommt eine Reihe subjektiver Verbesserungen: Manche Leute schlafen besser. Keiner leidet Hunger. Andere beschreiben ein Hochgefühl, wie es auch bei Fastenden auftritt. Es ist vermutlich darauf zurückzuführen, dass das Verdauungssystem sozusagen unterbeschäftigt ist und sich der Mensch einfach „leichter“ fühlt. Die Bequemen empfinden den Zeitgewinn beim gleichzeitigen Wissen, versorgt zu sein, als sehr positiv. Ein Heißhunger auf das aroma-arme Soylent ist unwahrscheinlich.

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