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Laborsicherheit

Niedrigenergieabzüge für mehr Sicherheit und Nachhaltigkeit

| Autor/ Redakteur: Frank Buchholz* / Dr. Ilka Ottleben

Laborabzüge müssen vor allem eines: Mitarbeiter im Labor zuverlässig vor akuten Gefährdungen schützen und langfristig Schadstoffemissionen in den Laborraum unterbinden. Dass sichere Laborabzüge dabei heute auch nachhaltig sein können, zeigt folgendes Beispiel.

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Abb. 5: Abzüge mit höhenverstellbaren Tischplatten passen sich nicht nur der Größe des Anwenders an; für ausladendere Versuche wird aus einem Tischabzug ein Abzug mit besonders viel Innenraumhöhe.
Abb. 5: Abzüge mit höhenverstellbaren Tischplatten passen sich nicht nur der Größe des Anwenders an; für ausladendere Versuche wird aus einem Tischabzug ein Abzug mit besonders viel Innenraumhöhe.
(Bild: Köttermann)

Die Anforderungen an Laborabzüge wachsen stetig und werden durch Anwender, Betreiber, Gesetzgeber sowie Versicherer festgelegt. Im Allgemeinen werden dabei drei Aspekte betrachtet:

  • Sicherheit: Laborabzüge müssen Mitarbeiter im Labor nicht nur vor akuten Gefährdungen schützen, sondern auch langfristig Schadstoffemissionen in den Laborraum unterbinden. Ihre Leistungsfähigkeit ist eine elementare Voraussetzung für die Gesundheit von Menschen im Labor.
  • Nachhaltigkeit: Laborabzüge müssen wirtschaftlich arbeiten und Ressourcen schonen. Denn nachhaltige Laborabzüge sind nicht nur kostengünstig und umweltfreundlich: Sie erfüllen schon heute die Anforderungen von morgen.
  • Ergonomie: Laborabzüge müssen die Arbeitsprozesse im Labor effektiv unterstützen und leicht bedienbar sein. Denn effizientes Arbeiten am Abzug ermöglicht bessere Ergebnisse in kürzerer Zeit.

Sicherheit – Unumgängliche Voraussetzung

Sicherheit ist die unumgängliche Voraussetzung für jeden Abzug. Daher wird die Sicherheit eines Abzugs in Normen und Richtlinien festgelegt, die in den letzten Jahren wiederholt verschärft wurden:

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  • Seit 1. Januar 1978 (DIN 12924): für Abzüge wurde ein definierter Volumenstrom von 400 m3/h pro lfd. m Frontbreite festgelegt. Abzüge mit diesem Volumenstrom galten als sicher.
  • Seit 1. August 1992 (DIN 12924): Abzüge wurden anhand eines „Ausbruchtests“ bewertet. Hierzu wurde im Abzug ein Prüfgas emittiert und der Prüfgasausbruch bestimmt. Diese Prüfungen wurden unter Idealbedingungen in einem Prüfraum ohne atmosphärische Störungen durchgeführt. Abzüge waren in der Regel nicht vergleichbar, da unter diesen idealen Bedingungen nahezu alle Abzüge keinen nachweisbaren Ausbruch hatten.
  • Seit 1. August 2003 (DIN EN 14175): Abzüge werden zusätzlich einem „Robustheitstest“ unterzogen. Hierbei wird der oben beschriebene Ausbruchtest unter Einfluss einer Störgröße durchgeführt. Erst durch diesen Test lassen sich Schwächen und Stärken von Abzügen quantifizieren und damit vergleichen, da die Störgröße auf jeden Fall einen messbaren Prüfgasausbruch provoziert.

Insbesondere die Einführung des letztgenannten Robustheitstest hat dazu geführt, dass die Leistungsfähigkeit von Abzügen in der EU seit 2003 deutlich verbessert wurde.

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