English China

Gaschromatographie Novia-Anwenderforum Gaschromatographie

Redakteur: Olaf Spörkel

Erstmalig in ihrer 20-jährigen Firmengeschichte präsentierte Novia ein Anwenderforum zum Thema Gaschromatographie.

Firmen zum Thema

Rund 50 Teilnehmer trafen sich auf dem Novia-Anwenderforum Gaschromatographie zum GC-Erfahrungsaustausch in Bad Soden.
Rund 50 Teilnehmer trafen sich auf dem Novia-Anwenderforum Gaschromatographie zum GC-Erfahrungsaustausch in Bad Soden.
( Bild: Novia )

Frankfurt a.M. – Die Ausweitung der Reihe an NOVIA-Anwenderforen auf die Gaschromatographie (GC) stieß nach Angaben der Veranstalter auf große Resonanz bei Analytikern. Ende Mai trafen sich rund 50 Personen zum GC-Erfahrungsaustausch in Bad Soden. Im Eröffnungsvortrag präsentierte Prof. Dr. Werner Engewald, Universität Leipzig, neue Entwicklungen in der schnellen GC, diskutierte die Problematiken in der Routine-GC und gab durch einen Einblick in die neue GC-Gerätegeneration Anregungen, die zur Lösung von GC-Problemen im Laboralltag hilfreich sind. Die resultierende Frage „Wie schnell ist die schnelle GC?“ wurde quantitativ beantwortet. Hieraus konnten direkt Anforderungen an die GC-Gerätetechnik abgeleitet werden.

Einspritz- und Kopplungstechniken für die GC

Im Anschluss präsentierte Dr. Koni Grob unterschiedliche Einspritztechniken für die GC und stellte deren Vor- und Nachteile gegenüber – mit der Erkenntnis, dass keine der Techniken richtig gut funktioniert. Neben geeigneten Einspritztechniken für die Spurenanalytik wurden zahlreiche praxisnahe Beispiele aufgezeigt. Hilfreiche Tipps und Tricks zur GC/MS-Kopplung verriet Prof. Dr. Michael Oehme, indem er die wichtigsten Parameter zur Quantifizierung der Substanzen detailliert vorstellte: die Linearität und ihre Stabilität in Abhängigkeit der Zeit, die Genauigkeit der Massenskala-Kalibrierung, die Massensignalbreite sowie die Auflösung von GC-Signalen. Auch die unterschiedlichen Testmethoden für GC/MS-Systeme wurden ausführlich dargestellt.

Bildergalerie

In 15-minütigen Vorträgen, die in parallelen Sitzungen durchgeführt wurden, präsentieren die Aussteller aktuelle Entwicklungen und neue Applikationen im Bereich der Gaschromatographie.

Intensiver Erfahrungsaustausch

Die Möglichkeit zum aktiven Erfahrungsaustausch und zur Interaktion wurde in den beiden Workshops am Nachmittag ermöglicht. Herr Dr. Hans-Joachim Kuss, LMU München, erörterte mit den Teilnehmern die Schwierigkeiten bei der Integration von komplexen GC-Chromatogrammen. Die vorgeführten Integrationsfehler wurden eingehend analysiert. Um die im Workshop erarbeiteten Punkte direkt im Laboralltag umsetzen zu können, wurden die wichtigsten Erkenntnisse direkt in den „10 Geboten der richtigen Integration“ zusammengefasst. Im zweiten Workshop zum Thema Hilfen und Kniffe zur Fehlervermeidung in der GC-Analytik zeigte Walter David, TU Darmstadt, verschiedene Möglichkeiten auf, Trennungen durch kleine, aber effiziente Maßnahmen zu optimieren. Aspekte zu Integratoren, FIDs und Dosiertechniken fanden ebenso Berücksichtigung wie Tipps zum richtigen Umgang mit GC-Spritzen und Injektoren.

Die Analyse flüchtiger Substanzen mit Headspace-GC war der Schwerpunkt des Abschlussvortrags von Dr. Monika Wortberg, BASF SE. Neben Probenvorbereitungstechniken skizzierte Dr. Wortberg Methoden zur Verschiebung des Verteilungsgleichgewichts im Dampfraum. Hydrolyseeffekte, gängige Normen sowie Varianten der Headspace-Analyse standen im Mittelpunkt der zweiten Hälfte des Vortrags.

(ID:309976)